"Wo bitte geht's zum Bootsverleih? Wie komme ich am schnellsten zum Schloss? Wo ist die nächste Skateboardanlage?" Was bietet Marburg für Kinder und Jugendliche in den Bereichen Kultur, Freizeit, Sport, Bildung und Beratung?
Antworten auf all' diese Fragen gibt der neue Kinder- und Jugendstadtplan sowie der Kinder- und Jugendstadtführer, die vom Fachdienst Jugendförderung durch die pädagogischen Mitarbeiter Björn Kleiner und Friederike Könitz realisiert wurden. Die Idee zu diesem Projekt ist im "Marburger Lokalen Bündnis für Familie" entstanden und der Magistrat der Stadt Marburg hat die finanziellen Möglichkeiten für die Umsetzung geschaffen.
Der Stadtplan kennzeichnet viele Orte, die für die Freizeitgestaltung von Kinder und Jugendliche von besonderem Interesse sind. Besonders hervorgehoben sind Einrichtungen wie Jugendhäuser, Spiel- und Bolzplätze oder Kulturzentren und Theater. Für die sportliche Betätigung sind Skateboardanlagen, Bademöglichkeiten, Minigolfanlagen, Boots- und Fahrradverleihe eingetragen. Selbstverständlich dürfen auch Marburgs sehenswerte Gebäude und die Museen nicht fehlen.
Auf den ersten Blick orientiert sich der Kinder- und Jugendstadtplan optisch an bereits existierenden Marburger Stadtplänen. Erst beim genaueren Betrachten fallen die besonderen Symbole auf, die für Kinder und Jugendliche wichtige Orte markieren. Der Kartograph Dr. Lutz Münzer gab hilfreiche Tipps bei der Realisierung des Stadtplans. Bei der Gestaltung sollte der Plan sowohl Kinder als auch Jugendliche ansprechen, deshalb wurde bewusst auf verniedlichende Bilder oder Comicfiguren verzichtet. Auf Basis bereits vorhandenen Kartenmaterials wurden die eigens für dieses Projekt entwickelten Symbole eingearbeitet. Der Vorteil an diesem Erscheinungsbild ist, dass Kinder und Jugendliche lernen können, die Systematik einer solchen Orientierungshilfe auch auf andere Karten zu übertragen.
Als Zielgruppe sollen nicht nur Marburger Kinder und Jugendliche angesprochen werden, sondern auch Marburgs jungen Gäste, die bei Verwandten zu Besuch sind oder mit der Schulklasse oder Jugendgruppe die Stadt besuchen. Mit dem Marburger Kinder- und Jugendstadtplan können sie interessante Orte während ihres Aufenthalts entdecken und Marburg aus der Perspektive ihrer Altersgruppe kennen lernen.
Der Kinder- und Jugendstadtführer beinhaltet eine umfangreiche Sammlung von Einrichtungen und Institutionen mit ihren Adressen und Ansprechpersonen. Er umfasst neun Kategorien, die sich farblich voneinander absetzen:
Bei der Realisierung des Projektes hat das Marburger Kinder- und Jugendparlament wertvolle Unterstützung geleistet. Schon in der ersten Planungsphase beteiligten sich die Jungparlamentarier mit Elan, entwickelten Ideen für die Symbole, benannten ihre Lieblingsorte und kommentierten ihre persönlichen Favoriten Eine farbenfrohe und klare, überschaubare Gliederung waren die zentralen Leitgedanken bei der grafischen Gestaltung. Das 60-seitige Heft wurde von der Grafikerin Bettina Schneider mit Fotos, Logos, Cliparts und Zitaten von Kindern und Jugendlichen gestaltet.
Weitere Verkaufsstellen sind angedacht, z.B. die Jugendherberge, Marburg Tourismus und Marketing sowie die verschiedenen Jugendhäuser in der Stadt.