40 Jahre Jugendverkehrsschule Marburg – ein Grund zum Feiern
Viel Prominenz kam zur Festveranstaltung in den Räumlichkeiten und auf dem Gelände der Jugendverkehrsschule im Georg-Gaßmann-Stadion aus Anlass des 40-jährigen Bestehens der Jugendverkehrsschule in Marburg. Welch hohen Stellenwert die Jugendverkehrsschule mit ihren Aufgaben hat, zeigte sich in der Liste der Anwesenden. Sowohl Oberbürgermeister Egon Vaupel, als auch der 1. Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern, aber auch der Leiter der Direktion Verkehrssicherheit / Sonderdienste der Polizeidirektion Mittelhessen, Manfred Kaletsch und der Präsident der Landesverkehrswacht Hessen, Klaus Ruppelt, ließen es sich nicht nehmen, diesem Tag einen würdigen Rahmen zu geben.
Natürlich durften an solch einem Tag auch die wichtigsten Personen nicht fehlen. Polizeioberkommissar Rainer Ide und Polizeioberkommissar Thomas Korbmacher, die seit vielen Jahren für die Ausbildung und Betreuung der Schüler und Schülerinnen vor Ort zuständig sind. Immerhin sind dies jährlich ca. 1.100 Schüler und Schülerinnen der 3. und 4. Klassen aus den Marburger Schulen bzw. aus Schulen aus dem Landkreis. Selbstverständlich fand auch an diesem Tage die Ausbildung statt und so konnten alle Anwesenden „live“ die Dritt- und Viertklässler auf ihren Fahrrädern auf dem Fahrradparcours erleben.
Bei seinen Begrüßungsworten hob Oberbürgermeister Egon Vaupel den hohen Stellenwert dieser Verkehrserziehung hervor. "Die Kinder lernen das Radfahren, aber auch das partnerschaftliche Verhalten im Straßenverkehr", so Vaupel. Seinen großen Dank richtete er an die beiden "Polizisten vor Ort", die mit großem Engagement den Verkehrsunterricht bei Wind und Wetter durchführen.
Oberbürgermeister Vaupel bedankte sich beim Kreis für die sehr gute und enge Zusammenarbeit, aber auch bei allen anderen Beteiligten, die die Arbeit der Jugendverkehrsschule in den zurück liegenden 40 Jahren unterstützt haben.
Diesen Dank gab der erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern gerne an die Stadt zurück. Mit dem Standort der Jugendverkehrsschule hier im Georg-Gaßmann-Stadion sei eine hervorragende Infrastruktur geschaffen worden, die seinesgleichen in Hessen sucht. Er konnte sich noch gut an seine Kindheit und die damals erfolgte Fahrradausbildung, die allerdings in Rheinland-Pfalz und nicht hier in der Jugendverkehrsschule stattfand, erinnern. "Es ist für die Eltern gut zu wissen, dass die Kinder gut vorbereitet werden für den Weg zur Schule", so McGovern.
"Sie haben hier ein ganz tolles Konzept vom Kindergarten bis zum Erwerb des Fahrradführerscheins geschaffen", so Manfred Kaletsch, Polizeidirektor der Polizeidirektion Mittelhessen.
Auch die weiteren Gäste hoben in ihren Beiträgen den hohen Stellenwert der Fahrradausbildung und des Fahrradführerscheins hervor, den die Kinder nach Abschluss der Prüfung erhalten. "95 % aller Viertklässler legen in Hessen jährlich die Radverkehrsprüfung ab", so der Präsident der Landesverkehrswacht Hessen, Klaus Ruppelt.
Allerdings stellten die Ausbilder bei ihrer täglichen Ausbildung fest, dass der Anteil der Kinder, die noch nicht Fahrrad fahren können, größer wird. Hier sind allerdings auch die Eltern gefordert, denn Verkehrserziehung ist Bewegungserziehung. Und hier gilt es, die Kinder zu mehr Bewegung zu animieren.
Und damit auch in Zukunft die Kinder in der Jugendverkehrsschule vernünftig ausgebildet werden können, übergab Oberbürgermeister Vaupel 5 nagelneue Fahrräder für die Ausbildung an die beiden Ausbilder vor Ort.