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Aktuelle Nachrichten und Presseinformationen: Bundesverdienstkreuz an Walter Matt aus Bauerbach

Presseinformation vom: 03.09.2012

Walter Matt (zweiter von rechts) erhält im Beisein seiner Frau Monika von Oberbürgermeister Egon Vaupel (links) und Finanzminister Dr. Thomas Schäfer (rechts) das Bundesverdienstkreuz (neues Fenster)

„Brücken kann niemand alleine bauen, dazu bedarf es vieler“

Walter Matt aus Bauerbach nimmt das Bundesverdienstkreuz für alle Menschen an, die ihn über all die Jahre in seinem ehrenamtlichen Engagement unterstützt haben

Oberbürgermeister Egon Vaupel begrüßte die zahlreich erschienen Gäste, die zur Verleihung der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Walter Matt ins Marburger Rathaus gekommen waren. Einen besonderen Gruß richtete der Oberbürgermeister an den Hessischen Finanzminister Dr. Thomas Schäfer, mit dem er gemeinsam die Ehrung vornahm. In seiner Begrüßungsrede ging Vaupel auf die langjährigen ehrenamtlichen Verdienste von Walter Matt ein. So war Walter Matt von 1977 bis 1982 und von 1985 bis 1993 Mitglied der Stadtverordnetenversammlung in Marburg. Viele Jahre war Walter Matt Mitglied des Ortsbeirats in Bauerbach und bis 2011 zehn Jahre Ortsvorsteher.

Neben all den politischen Aktivitäten würdigte Oberbürgermeister Vaupel besonders das Engagement Matts im Bauerbacher Vereinsleben und hob seine Tätigkeiten als Vorsitzender des Verschönerungsvereins, Vorsitzender des Fördervereins des SV Bauerbach und Mitglied im Gesangverein „Liederkranz Bauerbach“ hervor.

Ganz besonders aber würdigte Oberbürgermeister Vaupel das unermüdliche Engagement des Geehrten im Einsatz für die deutsch-polnische Freundschaft. So wurde auf Initiative von Walter Matt 1981 die „Bürgerinitiative Freundschaft mit Polen“ gegründet. Damit verbunden waren über 40 humanitäre Hilfstransporte nach Polen in den Jahren 1982 bis 1996. Auf Initiative des Geehrten wurde 1992 der Arbeiter Samariter Bund in Polen gegründet.

Staatsminister Dr. Schäfer betonte, dass die Ausführungen von Oberbürgermeister Vaupel zeigten, wie breit das ehrenamtliche Engagement von Walter Matt aufgestellt sei. Gerade auch die Tätigkeit als Ortsvorsteher könne nicht hoch genug gewürdigt werden. „Ein Ortsvorsteher hat kein Wochenende, er ist 365 Tage im Jahr der Ansprechpartner in seinem Ort“, so Dr. Schäfer. Besonders beeindruckt zeigt sich der Minister über das Engagement für die deutsch-polnische Aussöhnung. Gerade die Aussöhnung mit Ländern wie Polen nach dem 2. Weltkrieg habe zu einem dauerhaften Frieden in Europa geführt. „Verstehen sie diese Auszeichnung zur Hälfte als Dankbarkeit für das Geleistete und zur anderen Hälfte als Motivation auf ihrem Wege weiterzumachen“, so der Minister mit einem Lächeln.

Stadtverordnetenvorsteher Heinrich Löwer erinnerte sich gerne an die gemeinsame Zeit mit Walter Matt im Marburger Stadtparlament. „Du bist ein hervorragendes Beispiel für die Bandbreite ehrenamtliches Engagement in unserer Gesellschaft“, so Löwer. Der Begriff des Brückenbauers, der in Verbindung mit der Verleihung wiederholt genannt wurde, treffe sein Wirken ganz besonders.

Zu einem bewegenden Moment kam es, als zur Überraschung des Geehrten ein Glückwunschschreiben von der Freiheitsbewegung Solidarnosc aus Polen vorgelesen wurde. In dem Schreiben danken Kornel Morawiecki und Michal Gabryel von der Solidarnosc Walczaca, Wroclaw Polska (Kämpfende Solidarität Breslau, Polen) Walter Matt für seine aktive Unterstützung bei ihrem Kampf für die Freiheit Polens.

Sichtlich gerührt bedankte sich der Geehrte, stellte aber gleich klar, dass er alleine keine Brücken bauen könne. „Brücken kann man nicht alleine bauen, dazu bedarf es vieler Menschen“, so Matt. Sein Dank richtete sich somit an die vielen Menschen, die ihn in seiner Arbeit über all die vielen Jahre unterstützt haben, aber ganz besonders auch an seine Ehefrau Monika. Eindrucksvoll schilderte Walter Matt bei seinen Dankworten von den Geschehnissen in den 80iger Jahren, als er mit seiner humanitären Hilfe, die Oppositionellen in Polen unterstützt hatte. „Es hat uns stolz gemacht, ein klein wenig an dem weltpolitischen Rad mitgedreht zu haben“, so der Geehrte.

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