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Abfallvermeidung - Zuschüssezurück

aktualisiert am 24.04.2013


Die Stadt Marburg möchte im Sinne der konsequenten Abfallvermeidung den Einsatz von Mehrwegwindeln erhöhen und fördert deshalb die Verwendung von Mehrwegwindeln beim Selbstwaschbetrieb.

Sieben Gründe, die für die Windelsysteme sprechen:

  1. Bis ein Baby "sauber" ist, benötigt es etwa 4.000 Windeln. Seit der Erfindung der Einwegwindeln werden diese aus Bequemlichkeit überwiegend genutzt. Für den benötigten Zellstoff müssen über 15 Bäume, die nur zu diesem Zweck in Monokultur angebaut werden, gefällt werden. Zur Herstellung von Wegwerfwindeln werden darüber hinaus große Mengen Energie sowie Chemikalien für Bleiche, Transport und Verarbeitung verbraucht.
  2. Jedes Baby produziert so in den ersten zwei bis drei Jahren seines Lebens schon ca. 1.100 kg Abfall durch die Einwegwindeln. Diese Abfallmengen muss nicht sein - denn das Wickeln mit modernen Stoffwindelsystemen erfolgt genauso schnell und bequem und ist zudem nicht teurer.
  3. Darüber hinaus sind Stoffwindeln gesünder, da sie Luft an die Haut gelangen lassen. Auch Haut- und Kinderärzte stehen Einwegwindeln kritisch gegenüber, denn immer häufiger treten bei luftdichten Plastikwindeln Allergien und Windeldermatitis auf. Sind die Babys erst krank, helfen nur noch Medikamente sowie die Umstellung auf Mehrwegwindeln.
  4. Mehrwegwindeln haben aber auch noch andere Vorteile: Babys, die mit Stoffwindeln gewickelt werden, werden in der Regel früher "trocken". Dadurch kann viel Geld eingespart werden. Das Wickeln mit Stoffwindeln ist längst nicht mehr so umständlich, wie zu Großmutters Zeiten: denn die modernen Systemwindeln, die beispielsweise von den Windeldiensten angeboten werden, verfügen über Klettverschlüsse und sind so genauso leicht in der Handhabung, wie die Wegwerfwindeln.
  5. Als Hemmschuh für die Abfallvermeidung durch die Nutzung der Selbstwaschsysteme haben sich bisher die relativ hohen Anfangsinvestitionen ergeben. Wer selbst Windeln waschen möchte, muss deshalb mit anfangs hohen Investitionskosten rechnen, über die Dauer der Nutzung sind sie aber preiswerter als Wegwerfwindelsysteme.
  6. Der Zuschuss hilft demnach, die Anfangsinvestitionen auszugleichen.


Zuschuss zur Förderung von Mehrwegwindeln

Als Unterstützung für die etwas höheren Anfangsinvestitionen will die Stadt Marburg den Verbrauchern die Entscheidung erleichtern, diese Systeme zu erproben: Haushalte, die zukünftig die Windeln selbst waschen wollen, erhalten einen einmaligen Zuschuss in Höhe von bis zu 75,00 Euro.

"Förderung - wie erhalte ich sie?"

Haushalte mit Kleinkindern sowie mit inkontinenten Personen, können auf Antrag einen Zuschuss in Höhe ihrer Aufwendungen bis zu einem Höchstbetrag von 75,00 Euro für den nachweislichen Kauf (Kassenbeleg - nur Neuware von Händlern; lassen Sie bitte auf der Kaufquittung Ihren Namen eintragen!) von waschbaren Windeln erhalten. Dieser Zuschuss ist einmal je Person im Haushalt möglich. Der Antrag ist formlos an folgende Anschrift zu stellen:

Magistrat der Stadt Marburg
Fachdienst Umwelt, Fairer Handel und Abfallwirtschaft
Barfüßerstraße 50

35035 Marburg


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