Mit "Lokales Kapital für soziale Zwecke" sind die Menschen in Bewegung gekommen. In Marburg konnten in den fünf Förderperioden von 2003 bis 2008, insgesamt 69 Projekte verwirklicht werden, die im einzelnen in dieser Broschüre dargestellt werden.
Viele Menschen aus dem Stadtteil Richtsberg haben sich über das Förderprogramm "Lokales Kapital für soziale Zwecke" in Bewegung gesetzt und persönliche Veränderungen erreicht. Sie haben sich im beruflichen Bereich qualifiziert, Existenzgründungen getätigt und nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere Menschen Arbeitsplätze geschaffen. Die verschiedenen Kulturen konnten sich über Projekt wie das Suppenfest aufeinander zubewegen, Kontakte knüpfen und weit über den Stadtteil hinaus ihre Vielfalt präsentieren. Vereine haben sich im Netzwerk Richtsberg e.V. zusammen geschlossen, um Kurse, kulturelle Angebote und Betreuungsangebote für Kinder in gemeinsamen Räumen zu realisieren.
Der Integrationsprozess wurde über "Lokales Kapital für soziale Zwecke" gefördert und in lebendiger Weise mit den Menschen gemeinsam umgesetzt. Die neu entstandenen Gewerbe im Bereich der Gastronomie und Lebensmittelgeschäften spiegeln die Veränderungen des Stadtteilbildes ebenfalls wider. Nachbarschaften sind intensiviert und gefördert worden, Menschen unterstützen sich gegenseitig im Alltag. über Projekte wie die Erstellung einer Wanderkarte und die dazu gehörigen Wandertage, haben die Bewohner/Innen erreicht, dass sich auch interessierte aus der Kernstadt auf den Weg zu ihrem Stadtteil machten.
Die Ideen und Ressourcen der Menschen wurden aufgegriffen, und Kompetenzen gezielt gefördert. So konnten die Menschen mit Hilfe des Förderprogramms viel bewegen.
"Lokales Kapital für soziale Zwecke" hat die Kooperation in der Stadt Marburg intensiviert. In den Abstimmungsprozessen vor Ort wurden die lokalen Netzwerke gestärkt und "Lokales Kapital für soziale Zwecke" unterstützt nachhaltig die kommunale Anstrengung zur Weiterentwicklung des Stadtteil Richtsberg. Dafür danken wir allen Beteiligten und nicht zuletzt den Geld- und Ideengebern vom Bund und der EU.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Franz Kahle
Bürgermeister