Universitätsstadt Marburg

zur Schnellnavigation zum Menü zum Artikelanfang
Sommerakademie; Exponat eines Comics Frz. Elisabeth-Statue Marburger Fruehling 2006 Kulturprojekt Ausufern 2001- Boot
englische Flaggeaktuelle VerkehrshinweiseMarburg.de | Webcams | Stadtplan | Suche | Newsletter | Kontakt | Impressum
Suche starten

  Wasserscheide

Artikel Wasserscheide als Audiodatei im MP3-Format herunterladen (1.5 MB) Lautsprechersymbol

Statue des "Christian" an der Wasserscheide. Foto: Kristina Lieschke (neues Fenster)An der Wasserscheide wacht "Christian", der letzte Marburger Dienstmann, über den Trubel in der viel besuchten Fußgängerzone.

1988 wurde dem beliebten Marburger Original hier ein Denkmal aus Bronze gesetzt. Doch die Geschichte dieses Ortes reicht weit bis in das Mittelalter zurück.
Im 13. Jahrhundert betrat an der Wasserscheide die Heilige Elisabeth die Stadt durch die Hiltwinspforte, einen kleinen Nebeneingang. Schon kurz nach ihrem Tod 1231 strömten so viele Menschen nach Marburg, dass nicht nur aus der Nebenpforte ein Haupttor in Richtung ihrer Grabstätte wurde, sondern auch bereits ab 1235 vor dem Tor die Neustadt angebaut werden konnte. Noch heute weist der Straßenname "Neustadt" auf diese Stadterweiterung hin.

Reste der alten Stadtmauer führen noch bergseits bis zum Schloss hinauf und sind hinter dem Trinkwasserbrunnen zu sehen. Hinter der Brunnenwand befindet sich ein Kellerraum, früher ein großes Wasserbecken, in das Trinkwasser in Rohren aus einer über zwei Kilometer entfernten Quelle geleitet wurde. Bis 1883 verteilte sich das Wasser von hier aus auf die unterhalb liegenden Brunnen.

Blick in die historische Brunnenkammer an der Wasserscheide. Foto: Kristina Lieschke (neues Fenster)In der historischen Brunnenkammer verbirgt sich eine ungewöhnliche kleine Ausstellung: Sie beschreibt die Geschichte der Wasserversorgung in Marburg. Der Raum ist zugänglich im Rahmen einzelner Veranstaltungen sowie bei Gästeführungen.

Die Ortsbezeichnung Wasserscheide geht hier übrigens auf die Straßenentwässerung (Abwasser und Regenwasser) zurück, die vom höchsten Punkt aus - ungefähr beim "Christian" - in zwei verschiedene Richtungen erfolgte, und das noch bis etwa 1898 oberirdisch. (kl)

direkt zu ...

Informationen als Text erhalten Sie unter www.wettereule.de