Damit steht Marburg nicht allein:
Insgesamt sind es zehn hessische Städte von Kassel bis Darmstadt, Wetzlar bis Fulda, die als "Literaturland Hessen 2009" bundesweit auf sich aufmerksam machen wollen.
Schon der Startschuss am 12. Dezember mit einer Dreifach-Ausstellung im Rathaus, Haus der Romantik und - natürlich - der Brüder-Grimm-Stube widmet sich bis Anfang Februar "Grimms-Krams und Märchen-Dising - Die Popularität der Brüder Grimm und ihrer Märchen in Hessen heute".
Am Frühlingsanfang, 21. März, wird dann in der Oberstadt der "Grimm-Dich-Pfad" eröffnet.
Monumentalisierte Motive (Hase und Igel, Frosch, Aschenputtel-Schuh, Fisch, 7 Fliegen, Wolf und die 7 Geißlein etc.) aus den Märchen der Brüder Grimm animieren zum Oberstadt-Bummel und neuen Sehweisen.
In den Folgemonaten kommen dann im Monatsrhythmus aktuelle populäre Genres zur Sprache und Aufführung:
-Im April -
, Arzt- und Medizinromane und Krankenhaussoap, -
-im Mai-
die Liebe sowie der Hessische Literaturtag am 10. Mai,
- im Juni-
bei den "Hessischen Theatertagen" die dramatische Literatur,
- im Juli-
"Literatur drinnen und draußen" an ungewöhnlichen Plätzen im Stadtraum,
- im August-
historische Romane nebst Mittelaltermarkt und historischen Druckerpressen à la Gutenberg,
- im September-
ein hessenweiter Poetry-Slam mit Finale in Marburg,
- im Oktober-
das populäre Marburger Krimifestival,
- im November-
die Lyrik mit "SMS-Gedichte-Wettbewerb und der Aktion "Gedicht in Bäckertüten",
- und im Advents- und Weihnachtsmonat Dezember-
dann der Abschluss mit Fantasy und Märchen - natürlich auch der Brüder Grimm.
Grimmskrams & Märchendising
Die Popularität der Brüder Grimm und ihrer Märchen in Hessen heute
Ausstellung der Philipps-Universität Marburg in Zusammenarbeit mit der Universitätsstadt Marburg - Fachdienst Kultur- und dem Marburger Haus der Romantik.
Ausstellungszeitraum:
13. Dezember 2008 bis 6. Februar 2009
Ausstellungsorte:
Rathaus der Stadt Marburg, Marktplatz
Marburger Haus der Romantik, Markt 16
Brüder Grimm-Stube, Markt 23
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 11 bis 13 Uhr, 14 bis 17 Uhr Montags geschlossen.
geschlossen vom 22.12.2008 bis 06.01.2009!
Grimms Märchen sind zu einem Bestandteil der Massenkultur und Erlebnisgesellschaft geworden.
Die Ausstellung macht erstmals den vielfältigen privaten, öffentlichen und kommerzielle Grimm- und Märchenboom zum Thema.
Grimms Märchen erfreuen sich großer Popularität. Gegenwärtig erleben wir geradezu einen Grimm- und Märchenboom: Es gibt Märchenfestspiele, Märchenparks, Märchenesoterik, Märchentherapie, Märchenfolklore, Märchenschlösser, ja ganze Märchenstädte. Für Konsumgüter wird mit Märchenfiguren und Märchenmotiven geworben.
Die Filmbranche greift immer wieder auf Grimms Märchen-, Sagen- und Mythenstoffe zurück, nicht zuletzt in Fantasy- und Science Fiction-Produktionen. Touristiker vermarkten Städte, Regionen und Gemeinden als so genannte märchenhafte Destinationen.
Grimms Märchen sind zu einem Bestandteil der Massenkultur und Erlebnisgesellschaft geworden.
Neben Grimm-Kommerz und Grimm-Events gedeihen vielfältig aber auch kleine private Vorlieben für die Brüder Grimm und ihre Märchen, wie sie beispielsweise in Gartenzwerg-Arrangements, Garagentor-Bemalungen oder einem märchenhaften Heckenschnitt zum Ausdruck kommen.
Persönliche Erinnerungen aus der Kindheit haben oft mit den Grimms zu tun: Märchenbücher, Bilderbogen, Handpuppen, Plastikfiguren, böser Wolf, Prinzessin und Prinz, ganze Bastelsätze mit Schloss und Kutsche und dergleichen mehr.
Aber auch sprichwörtliche Redensarten haben ihren Ursprung nicht selten in den Märchen der Brüder Grimm: Hans im Glück sein, in Saus und Braus leben, sich wie ein Rumpelstilzchen aufführen usw.
Und nicht zuletzt sind die Grimms und ihre Märchen vielerorts im öffentlichen Raum tagtäglich präsent: auf Straßenschildern, als Schulnamen.
Die Ausstellung "GrimmsKrams & Märchendising" macht erstmals diese vielfältigen privaten, öffentlichen und kommerziellen Grimm- und Märchenbegeisterung zum Thema.
Der Katalog stellt das Ausstellungskonzept im Ganzen und die Ausstellungsabteilungen im Einzelnen vor. Die "Popularität der Brüder Grimm und ihrer Märchen" wird analysiert und mit Überlegungen bedacht, deren Spannweite von Sympathie bis Kritik reicht.
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