"Als Oberbürgermeister der Universitätsstadt sehe ich keine Veranlassung, die Ausrichtung dieses Kongresses in der Marburger Stadthalle zu untersagen", erklärt OB Egon Vaupel.
Zum wissenschaftlichen Diskurs gehöre die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Meinungen.
Zur Kritik, die sich an dem Kongress wegen der Teilnahme von Markus Hoffmann (Verein Wüstenstrom) und Frau Christl Ruth Vonholdt ("Deutsches Institut für Jugend und Gesellschaft") entzündet hat, sagt Oberbürgermeister Egon Vaupel:
"Sollte es zutreffen, dass Herr Hoffmann und Frau Vonholdt Positionen vertreten, die sich gegen homosexuelle Identitäten und Lebensweisen richten, distanziere ich mich.
Solche Positionen lehne ich ab."
Dies könne für die Stadt aber nicht bedeuten, den Mietvertrag für die Stadthalle aufzuheben. Vielmehr gelte es, die Problemstellungen klar zu benennen und für klare Aussagen zu sorgen.