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Ratsinformation

Auszug - Antrag der Piratenpartei und der SPD-Fraktion betr. Wohnheim "Am Richtsberg 88"  

Öffentliche Sitzung der Stadtverordnetenversammlung der Universitätsstadt Marburg
TOP: Ö 21.5
Gremium: Stadtverordnetenversammlung Beschlussart: geändert beschlossen
Datum: Fr, 15.07.2016 Status: öffentlich
Zeit: 16:30 Anlass: Öffentliche Sitzung
Raum: Sitzungssaal Barfüßerstr. 50
Ort: 35037 Marburg
VO/4918/2016 Antrag der Piratenpartei und der SPD-Fraktion betr. Wohnheim "Am Richtsberg 88"
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Fraktionsantrag
Verfasser:Sprenger, Lothar
Federführend:09 - Unterstützung kommunaler Gremien Bearbeiter/-in: Sprenger, Lothar
 
Beschluss


r den Ausschuss für Soziales, Jugend und Gleichstellung berichtet der Vorsitzende Böhm (Marburger Linke). Dort wurde unter Nr. 2 des Beschlussvorschlages die Zahl der Wohneinheiten von 110 auf 118 geändert. Dem so geänderten Antrag empfiehlt der Ausschuss gegen die Stimmen der CDU bei Enthaltung der FDP/MBL mehrheitlich die Zustimmung.

 

Die Marburger Linke ist dem Antrag beigetreten.

 

Auch im Bau- und Planungsausschuss, Liegenschaften wurde der Antrag mit der vorgenannten Änderung vorberaten. Es berichtet der Vorsitzende, Stadtverordneter Meyer (SPD). Der Ausschuss empfiehlt mit den Stimmen von SPD, B90/Die Grünen, Marburger Linke, FDP/MBL und BfM gegen die Stimmen der CDU ebenfalls mehrheitlich dem Antrag zuzustimmen.

 

Weiterhin ist der Antrag im Haupt- und Finanzausschuss beraten worden. Lt. Bericht des Vorsitzenden, Stadtverordneter Pfalz (CDU), empfiehlt auch der Haupt- und Finanzausschuss mit den Stimmen von SPD, B90/Die Grünen, Marburger Linke und BfM gegen die Stimmen der CDU bei Enthaltung der FDP/MBL dem Antrag zuzustimmen.

 

Die Stadtverordnetenversammlung beschließt mit den Stimmen der Fraktionen von SPD, B90/Die Grünen, Marburger Linke und BfM gegen die Stimmen der CDU-Fraktion bei Enthaltung der FDP/MBL-Fraktion:

 

Die Stadtverordnetenversammlung der Universitätsstadt Marburg stellt fest, dass

 

(1)das am 25. Juni 2014 ausgebrannte Studentenwohnheim für Familien "Am Richtsberg 88" seit 2 Jahren unbewohnbar ist, ohne dass seitens der zuständigen Allianz Versicherung für die Marburger Stadtgesellschaft messbare Aktivitäten erkennbar geworden sind, die Hoffnungen auf eine erneute Nutzung der dringend benötigten Wohnräume hätten wecken können.

 

(2)der Stadt Marburg über den Zeitraum dieser 2 Jahre 118 Wohneinheiten für studentische Familien fehlen - und dies vor dem Hintergrund ständig knappen städtischen Wohnraums und weiter zunehmender Studierendenzahlen.

 

(3)der Stadt Marburg über Nacht durch die Bereitstellung von Ausweichunterkünften und Verpflegung über einen langen Zeitraum erhebliche Kosten entstanden sind, die bis heute nicht kompensiert wurden.

 

(4)die Stadt Marburg durch die bis heute nicht erfolgte Reaktivierung (bzw. Neubau) des Wohnheims erhebliche Investitionen zum Bau ersetzender Wohneinheiten hat aufwenden müssen.

 

Die Stadtverordnetenversammlung bittet den Magistrat,

 

(1)sich dafür einzusetzen, dass die Verantwortlichen im Land Hessen, der Philipps Universität Marburg, des Studentenwerks Marburg und der zuständigen Versicherung dem Stadtparlament Bericht über den aktuellen Stand des nach dem Brand vom 25. Juni 2014 leer stehenden Studentenwohnheim "Am Richtsberg 88" abgeben. Weiterhin wird um Informationen über das weitere Vorgehen gebeten. Hierbei ist von Interesse, ob und falls ja, wie die 110 unbenutzten Wohnungen wieder hergestellt werden und welcher Zeitplan dafür vorgesehen ist.

 

(2)zu prüfen, in welchem Umfang genau der Stadt Marburg in dieser Angelegenheit Kosten entstanden sind,

 

(3)die Stadtverordnetenversammlung auch schriftlich über das Ergebnis dieser Prüfung im Detail zu informieren und

 

(4)alle rechtlichen Möglichkeiten und Mittel auszuschöpfen, um

 

(a)eine Kompensation der entstandenen finanziellen Aufwendungen zu erzielen und

 

(b)dafür zu sorgen, dass die Reaktivierung / Neubau des Wohnheims am Richtsberg 88 noch in diesem Jahr begonnen wird.

 

r den hoffentlich nicht eintretenden Fall, dass die Allianz Versicherung auch angesichts der oben skizzierten Maßnahmen noch immer nicht umgehend tätig werden möchte, fordert die Stadtverordnetenversammlung den Magistrat dazu auf, bundesweite Öffentlichkeit über den gesamten Vorgang herzustellen, indem die unter (1) erzielten Prüfergebnisse öffentlich im Internet bereitgestellt und mit Verweis auf die verursachende Versicherung auch über Twitter, Facebook und allen anderen modernen Medien bekannt gemacht werden. Ziel muss sein, von zukünftigen Versicherungsnehmern absehbaren Schaden abzuwenden.

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