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Ratsinformation

Auszug - Bericht(e) aus den Arbeitsgruppen zur Lokalen Agenda 21  

Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Energie und Verkehr (öffentlich)
TOP: Ö 3
Gremium: Ausschuss für Umwelt, Energie und Verkehr Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 02.04.2019 Status: öffentlich
Zeit: 18:00 - 20:18 Anlass: Öffentliche Sitzung
Raum: Sitzungssaal Barfüßerstr. 50
Ort: 35037 Marburg
 
Wortprotokoll

AG Verkehr

 

Green-City-Plan Marburg zum BMVI-Sonderprogramm „Green-City-Plan (GCP)“

Die Lokale Agenda 21 Verkehr unterstützt weiterhin die verschiedenen verkehrlichen Zielsetzungen des Green-City-Plans Marburg mit Nachdruck. Schon die länger vorliegenden Aktionspläne der Stadt Marburg zur Luftreinhaltung und zur Lärmreduzierung reagierten durchaus positiv auf die gerade im Verkehrsbereich anhaltend hohen Emissionswerte. Insbesondere mit den Maßnahmen zu den Intelligenten Verkehrssystemen, den vernetzten Mobilitätsdiensten, der Elektrifizierung des Verkehrs, des massiven Ausbaus des Radverkehrs sowie der Urbanen Logistik sollen die Städte hier erkennbare Minderungsziele erreichen. Die Umsetzung der Maßnahmen bedürfen einer ambitionierten Zeitplanung, die eine möglichst große Anzahl von Maßnahmen kurz- und mittelfristig zu realisieren vermag. 

 

Ganzheitliche Mobilitätsstrategie für Marburg“

Seit dem Jahre 2000 liegen der Verkehrsentwicklungsplan Marburger Nordstadt und Marburger Westen sowie seine Fortschreibungen vor. Vor dem Hintergrund der Reduzierung des Motorisierten Individualverkehrs (MIV) und der Priorisierung des Umweltverbunds (ÖPNV, Rad, Fußverkehr) formulierten diese Pläne in den ökologischen Szenarien für diverse Verkehrsträger Alternativen und Verbesserungen. Jegliche Überlegungen zu einer sogenannten Mobilitätsstrategie haben sich an den verkehrlichen und ökologischen Vorgaben und Zielsetzungen dieser Pläne zu orientieren. Dabei kann es natürlich nicht um eine gleichmäßige Verbesserung aller Verkehrsträger gehen, sondern mit Blick auf Klima- und Schadstoffentwicklung die Priorisierung der Verkehre des Umweltverbunds.

 

Radverkehr: Zielsetzungen und Maßnahmen des Workshops

Vor dem Hintergrund der 3. Fortschreibung des Radverkehrsentwicklungsplans und des kürzlich durchgeführten Workshops zu Aspekten des Radverkehrs unterstützen wir Politik und Verwaltung in der zügigen Umsetzung der dort erarbeiteten Vorschläge. Zu den Bereichen Marburg Mitte, Marburger Westen und Marburger Osten formulierten die Teilnehmer Vorschläge und Absichtsbekundungen auf den Feldern Neubau, Ausbau und Optimierung von Radrouten. Die Lokale Agenda 21 Verkehr unterstützt eine baldige Priorisierung und Realisierung der Maßnahmen.

 

 

AG Nachhaltige Stadtentwicklung

Inwiefern neigen Bürgerinitiativen oder -Gruppen in unserer Stadt dazu, zu sehr ihre eigene Betroffenheit zu vertreten und ggf. das „große Ganze“ zu übersehen? Hier zeigt sich, dass Stadtentwicklung in einzelnen isolierten Projekten nicht per se nachhaltig und nachvollziehbar sein kann die Gesamtheit der Bürgerschaft wird nicht „mitgenommen“, denn es wird nicht konfliktminimierend diskutiert, sondern es werden mit vorhabenbezogenen Bebauungsplänen Interessen bedient., was immer wieder zu Widerständen aus der Bevölkerung führt. Die Entwicklung eines integrierten Stadtentwicklungskonzeptes unter Einbeziehung der Bürger im Rahmen eines umfassenden Beteiligungsverfahrens könnte hier verbindliche Ziele und Richtlinien setzen, die im Konsens zwischen Politik, Verwaltung und Bürgern umgesetzt werden könnten. Dazu gehört eine transparente Kommunikation von Planungsgrundlagen, wie z.B. quantitative und strukturelle Informationen zur Bevölkerungsentwicklung. Wir verweisen auf die im Sozialbericht 2019 der Stadt Marburg veröffentlichten Zahlen, die strukturelle Änderung im Anteil der nicht deutschen Bevölkerung um ca. + 50%, die jedoch einen quantitativen Rückgang der Bevölkerung nicht ausgleichen kann, so dass im Jahr 2018 ca. 2% weniger Menschen in Marburg lebten als im Jahr 2013. Aufgrund dieser Zahlen scheint beispielsweise eine Ausweisung von großflächigen Neubaugebieten der AG NSE als nicht zwingend.

 

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