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Ratsinformation

Vorlage - VO/3011/2014  

Betreff: Antrag der Fraktionen SPD, Bündnis 90/Die Grünen und CDU betr. Weiterführung der Zusammenarbeit mit FIM
Status:öffentlichVorlage-Art:Antrag von SPD, B90/Die Grünen und CDU
Federführend:09 - Unterstützung kommunaler Gremien Beteiligt:Dezernat I - Oberbürgermeister
Bearbeiter/-in: Drusel, Melanie  50 - Soziale Leistungen
   20.1 - Haushalts- und Finanzangelegenheiten
   10 - Personal und Organisation
   Dezernat II - Bürgermeister
Beratungsfolge:
Ausschuss für Soziales, Jugend und Gleichstellung Vorberatung
19.02.2014 
Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Soziales, Jugend und Frauen ungeändert beschlossen   
Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung
25.02.2014 
Öffentliche Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses ungeändert beschlossen   
Stadtverordnetenversammlung Entscheidung
28.02.2014 
Öffentliche Sitzung der Stadtverordnetenversammlung der Universitätsstadt Marburg ungeändert beschlossen   
Magistrat Vorberatung
24.02.2014    Nichtöffentliche Sitzung des Magistrats      

Beschlussvorschlag
Sachverhalt

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

 

  1. Der Magistrat der Universitätsstadt Marburg wird gebeten zu berichten, in welcher Weise die Arbeit von FIM dokumentiert und überprüft wurde.
  2. Der Magistrat wird gebeten, das Ergebnis seiner Überprüfung der

Stadtverordnetenversammlung mitzuteilen.

  1. Der Magistrat wird gebeten mitzuteilen, welche Maßnahmen er zur weiteren Unterstützung der Prostituierten plant.

 


Begründung:

 

In der Sitzung der Gleichstellungskommission am Mittwoch 05. Februar, in der auch die Mitglieder des Sozialausschusses als Gäste geladen waren, wurde sehr detailliert und differenziert über die Arbeit mit den Prostituierten, vor allem vom „Erotic Island“, informiert.

In der Berichterstattung und Debatte in der Oberhessischen Presse sowie in einem Antrag der Fraktion von „Bürger für Marburg“ wurde die Arbeit der Streetworkerinnen von FIM öffentlich in Frage gestellt und diffamiert. Dies machte eine erneute Berichterstattung von FIM über ihre Arbeit mit den Prostituierten notwendig. Dazu hatten der Sozialausschuss und der Haupt- und Finanzausschuss die Diskussion in die Gleichstellungskommission verwiesen.

 

Zur Berichterstattung waren neben den zwei  Mitarbeiterinnen und der Geschäftsführerin von FIM auch 3 Beamte der Kripo und der Polizeidirektion Marburg-Biedenkopf eingeladen und vertreten.

Die sehr aufschlussreiche Berichterstattung der Kripo Marburg, die mehrfach die Notwendigkeit einer zur Polizeiarbeit ergänzenden Sozialarbeit und die gute Kooperation mit FIM hervorhob, als auch die Berichterstattung von FIM machten sehr deutlich, wie komplex, differenziert und schwierig die Arbeit von FIM ist. Es wurde aber vor allem klar, wie notwendig und wichtig diese Arbeit ist, die weit über die Beratungsarbeit hinaus auch in der hessenweiten Vernetzung liegt (Beispiel: Etablierung des Runden Tisches „Prostitution in Mittelhessen“).

 

Die Geschäftsführerin von FIM betonte:

1.               Dass sie selbstverständlich Belege über ihre Arbeit führen und in Fachgremien sowie im Rahmen der Verwendungsnachweise berichten

2.               Dass FIM eine Versachlichung der Diskussion wünscht und sie sich

3.               als eine Menschenrechtsorganisation begreifen, die für eine Gesellschaft ohne Prostitution steht.

Zugleich ist FIM für alle Frauen da, die Hilfe brauchen, so gut es im vorgegebenen Rahmen (schwierige Rechtslage, hohe Nachfrage, Armutsprostitution) möglich ist. Die in der Prostitution lebenden Frauen sollen gestärkt und gestützt werden, was eine Voraussetzung für einen Ausstieg aus der Prostitution ist.

 

Aufgrund der Berichterstattung der Kripo und von FIM waren die Mitglieder der Kommission von dem Spektrum der sehr schwierigen, wichtigen und notwendigen Arbeit von FIM beeindruckt. In mehreren Wortbeiträgen von Kommissionsmitgliedern wurde die wertvolle Arbeit anerkannt und sich für eine Weiterführung der Zusammenarbeit mit FIM ausgesprochen.

 

Der vorliegende Antrag wurde in der Gleichstellungskommission einstimmig mit 13 Ja-Stimmen ohne Enthaltung angenommen. 

 

 

Marion Messik                            Ulrich Severin                                          Winfried Kissel

 

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