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Ratsinformation

Vorlage - VO/4928/2016  

Betreff: Antrag der CDU-Fraktion betr. Müllvermeidung und –entsorgung am Lahnufer und in Parks verbessern
Status:öffentlichVorlage-Art:Fraktionsantrag
Verfasser:Sprenger, Lothar
Federführend:09 - Unterstützung kommunaler Gremien Bearbeiter/-in: Sprenger, Lothar
Beratungsfolge:
Magistrat Stellungnahme
04.07.2016    Nichtöffentliche Sitzung des Magistrats      
Stadtverordnetenversammlung Entscheidung
15.07.2016 
Öffentliche Sitzung der Stadtverordnetenversammlung der Universitätsstadt Marburg zurückgestellt   
18.11.2016 
Öffentliche Sitzung der Stadtverordnetenversammlung der Universitätsstadt Marburg geändert beschlossen   
Ausschuss für Umwelt, Energie und Verkehr Vorberatung
05.07.2016 
Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Energie und Verkehr an Verwaltung zurück verwiesen   
Ausschuss für Umwelt, Energie und Verkehr Vorberatung
08.11.2016 
Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Energie und Verkehr geändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n
Anlagen:
Anlage VO/4928/2016  

Beschlussvorschlag:

 

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Der Magistrat wird aufgefordert, sich mit der Müllproblematik in den städtischen Parkanlagen und auf den öffentlichen Flächen am Lahnufer intensiver zu beschäftigen.

 

Wer Müll achtlos wegwirft, schadet damit allen und sich selbst. Die Wohlfühlqualität unserer Parks und des Lahnufers steht und fällt mit dem Verhalten der jeweiligen Nutzer. Deshalb soll ein Bürgerforum zum Erarbeiten geeigneter Vorschläge zur Müllvermeidung und Müllentsorgung angeboten werden.

 

Ziel ist es, die „grünen Wohnzimmer“ unserer Stadt gemeinsam mit den Nutzern attraktiv und vorzeigbar zu halten.

 

Mittelfristig kann durch ein durchdachtes und gelebtes Konzept auch finanzieller Spielraum beispielsweise für Neupflanzungen, der Pflege von Blumen und Staudenbeeten oder für den Erhalt und die Wartung von Spiel- und Sportgeräten entstehen.

 


Begründung:

 

Ob als Ort der Begegnung, von Stille und Entspannung, als Spielfläche für Spaß und Bewegung oder als Sportfeld – die Marburger Parks und das Lahnufer sind unverzichtbar für die Freizeit und Erholung in unserer Stadt.

 

Doch dort, wo viele Menschen zusammenkommen, bleiben oft auch Spuren und unangenehme Hinterlassenschaften für alle sichtbar. Liegt einmal eine leere Verpackung im Gebüsch, türmt sich nicht selten der Müll im Null-Komma-Nichts zu einem kleinen Berg. Wir haben uns daran gewöhnt, es anderen zu überlassen unseren Müll wegzuräumen.

 

Auch wenn durch die Stadt überwiegend ausreichend Müllbehältnisse aufgestellt wurden, quellen diese nicht selten an schönen Tagen und gerade am Wochenende über. Ein weiteres Problem – Was im Mülleimer landet, ist noch lange nicht entsorgt. Wind und Regen verteilen besonders bei offenen oder vollen Müllbehältern die Hinterlassenschaften im Umfeld der Mülleimer. Auch Tiere wie Krähen, Waschbären oder Ratten durchstöbern nachts den Müll nach Fressbarem und verteilen diesen außerhalb der Behälter.

 

Einige Städte haben sich deshalb verschiedene Systeme einfallen lassen, um die Nutzerinnen und Nutzer der Grünflächen zu sensibilisieren. In Berlin zum Beispiel lebt man das System „Carry In, Carry Out“ („Bring´s mit, nimm´s mit“). Wer nach dem Picknick oder dem Sonnenbad seinen Abfall wieder mit nach Hause nimmt, spart damit der Stadt nicht nur die Entsorgung - zuhause kann der Müll sogar umweltgerecht getrennt entsorgt werden. Durch weniger Müll im Park sinkt der Aufwand für die Abfallbeseitigung. Das eröffnet Spielräume und kann dazu beitragen, die zur Verfügung stehenden Mittel für wichtigere Dinge einzusetzen.

 

Unsere Grünflächen sollen keine Müllkippen oder Abfallsammelstellen sein und Papierkörbe in den Grünanlagen sind nicht für Hausmüll, Essensreste, Glas- und Kunststoff-Flaschen oder die zahllosen „To-Go“ Einwegverpackungen gedacht. Das Umdenken möglichst vieler Menschen ist nicht nur wünschenswert, sondern notwendig! Mit Geld für die Grünflächenpflege soll Grün gepflegt werden und nicht Müll entsorgt.

 

Eine am Gemeinwesen und öffentlichen Raum interessierte und teilhabende Stadtgesellschaft fordert nicht allein Maßnahmen von anderen, sondern bringt sich selbst engagiert und tätig ein – jede und jeder kann so helfen, dass die knappen Haushaltsmittel sinnvoller bzw. richtig verwendet werden. Dies gilt es, gemeinsam in einem Stadtforum im Sinne der Bürgerbeteiligung zu erarbeiten.

 

 

Jens SeippJoachim BrunnetKarin SchaffnerWieland Stötzel

 

 


 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Anlage VO/4928/2016 (596 KB)      
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