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Ratsinformation

Vorlage - VO/6843/2019  

Betreff: Dringlicher Antrag aller Fraktionen betr. geburtshilfliche Versorgung sicherstellen
Status:öffentlichVorlage-Art:Fraktionsantrag
Federführend:09 - Unterstützung kommunaler Gremien Beteiligt:FB 7 Zivilgesellschaft, Stadtentwicklung, Migration und Kultur
Bearbeiter/-in: Sprenger, Lothar   
Beratungsfolge:
Stadtverordnetenversammlung Entscheidung
24.05.2019 
Sitzung der Stadtverordnetenversammlung der Universitätsstadt Marburg (öffentlich) ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:

 

Mit Bedauern nimmt die Stadtverordnetenversammlung der Universitätsstadt Marburg die Entscheidung des Diakonischen Gemeinschaftsverbandes Deutschland zur Kenntnis, mit Wirkung zum 31.12.2019 die geburtshilfliche Station im Diakoniekrankenhaus in Marburg-Wehrda zu schließen.

 

Die Stadtverordnetenversammlung zeigt sich außerdem überrascht, dass es im Vorfeld offen-bar keine Informationen und Gespräche gab, um nach einer Lösung zu suchen und die Stadtverordnetenversammlung die Entscheidung aus der örtlichen Presse erfahren musste.

 

Für die Bevölkerung in Marburg und im Landkreis ist die Sicherstellung der geburtshilflichen Versorgung auf hohem Standard unabdingbar notwendig. Wir begrüßen daher die Bereitschaft und Zusage des UKGM, am Standort Marburg die Versorgung zu übernehmen und für einen kooperierenden Übergang zwischen den beiden Kliniken zu sorgen. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Zukunftssicherung der betroffenen Fachkräfte, denen eine berufliche Perspektive geboten werden sollte. Die Stadtverordnetenversammlung begrüßt zudem ausdrücklich, dass der Magistrat gemeinsam mit dem Landkreis im Rahmen des Modell-Projekts zur Sicherung der medizinischen Versorgung in Stadt und Landkreis (in der gemeinsamen Initiative Gesund bleiben – Versorgung stärken) auch die geburtshilfliche Versorgung in den Fokus nimmt und die Versorgungskoordinatorin den betroffenen Mitarbeitenden der Geburtshilfe im Diakoniekrankenhaus Wehrda beratend zur Seite steht.

Der Magistrat wird darüber hinaus gebeten, auch im Netzwerk Geburt die aktuelle Situation zu thematisieren und die Bedarfe der betroffenen werdenden Mütter einerseits und die Bedarfe der betroffenen Berufsgruppen andererseits zu besprechen und mögliche Lösungskonzepte (räumlich und organisatorisch) zu erörtern. Darüber hinaus sind generell alle Möglichkeiten zu prüfen, wie die Arbeitssituation der in Marburg und im Landkreis tätigen Hebammen verbessert werden kann, sobald die vom Land Hessen angekündigten Daten der landesweiten Erhebung zur Situation der Hebammen und die daraus abzuleitenden Maßnahmen bekannt sind.

 

Der Magistrat wird gebeten mit den Akteuren Gespräche dahingehend zu führen, in wie weit die Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe im Diakoniekrankenhaus Wehrda erhalten wer-den kann.

 

Der Magistrat wird weiterhin gebeten zum Ende diesen Jahres über das Ergebnis der Gespräche zu berichten.

 

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Begründung:

 

Anfang Mai wurde bekannt, dass die Abteilung Geburtshilfe und Gynäkologie am Diakonie-Krankenhaus Wehrda Ende 2019 aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen wird.

Das Universitätsklinikum in Marburg wird daher künftig die Versorgung von Schwangeren übernehmen.

Um die Versorgungssicherheit in Marburg reibungslos zu ermöglichen wird der Magistrat gebeten, zusammen mit dem Landkreis Marburg-Biedenkopf in der Übergangsphase unterstützend tätig zu sein, soweit dies möglich ist.

Neben der Sicherheit für die betroffenen Schwangeren ist hier auch die berufliche Zukunft der durch die Schließung der Geburtsstation betroffenen Hebammen von besonderem Interesse, zumal die Stadtverordnetenversammlung sich bereits in der Vergangenheit für die Situation der Hebammen in Marburg eingesetzt hat.

 

 

Matthias Simon Andrea Suntheim-Pichler Jens Seipp

Dr. Elke Neuwohner Renate Bastian Christoph Ditschler

Dr. Michael Weber

 

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