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Ratsinformation

Vorlage - VO/0358/2009  

Betreff: Große Anfrage der Fraktion Marburger Linke betr. Lohnersatzleistungen, Sozialleistungen
Status:öffentlichVorlage-Art:Große Anfrage Marburger Linke
Federführend:09 - Unterstützung kommunaler Gremien Bearbeiter/-in: Wagner, Norbert
Beratungsfolge:
Magistrat Entscheidung
06.07.2009    Nichtöffentliche Sitzung des Magistrats      
21.09.2009    Nichtöffentliche Sitzung des Magistrats      
Ausschuss für Soziales, Jugend und Gleichstellung Vorberatung
26.08.2009 
Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Soziales, Jugend und Frauen (offen)   
18.11.2009 
Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Soziales, Jugend und Frauen (offen)   
Stadtverordnetenversammlung Entscheidung
04.09.2009 
Öffentliche Sitzung der Stadtverordnetenversammlung der Universitätsstadt Marburg zurückgestellt   
25.09.2009 
Öffentliche Sitzung der Stadtverordnetenversammlung der Universitätsstadt Marburg zurückgestellt   
27.11.2009 
Öffentliche Sitzung der Stadtverordnetenversammlung der Universitätsstadt Marburg zur Kenntnis genommen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt

Der Magistrat wird hiermit gebeten, für die Jahre 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008 und 2009 die Zahl der EmpfängerInnen folg

Der Magistrat wird hiermit gebeten, für die Jahre 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008 und 2009 die Zahl der EmpfängerInnen folgender Leistungen in der Stadt Marburg anzugeben:

 

  1. Arbeitslosengeld I (Anzahl der Personen)
  2. Arbeitslosenhilfe (bis 2004; Anzahl der Personen)
  3. Arbeitslosengeld II (ab 2005; Anzahl der Personen und der Haushalte)
  4. Sozialgeld (ab 2005; nicht erwerbsfähige Hilfsbedürftige in ALG II Haushalten; Anzahl der Personen)
  5. Sozialhilfe (Hilfe zum Lebensunterhalt; Anzahl der Personen)
  6. Grundsicherung (ab 2003; im Alter oder bei voller Erwerbsminderung; Anzahl der Personen aufgeschlüsselt nach beiden Gruppen)
  7. Kinderzuschlag (ab 2005; Anzahl der Haushalte, der Personen im Haushalt und der Kinder)
  8. Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (Anzahl der Personen)
  9. Wohngeld (Anzahl der Haushalte und Personen)
  10. InhaberInnen des Stadtpasses

 

Die Zahlen für die Einzelpersonen sollen jeweils aufgeschlüsselt sein nach Geschlecht und Altersgruppen.

Die Angaben sollen sich auf einen Stichtag, möglichst gegen Ende des Jahres (außer für 2009) beziehen.

 

Begründung:

Da die Stadt Marburg über keinen Armutsbericht verfügt, der den Namen verdient, kann eine Antwort auf diese Fragen eine Übersicht liefern über die Entwicklung und das Ausmaß von Armut in Marburg und über die Betroffenheit in den einzelnen Bevölkerungsgruppen.

 

Halise Adsan

Georg Fülberth

Astrid Kolter

Birgit Schäfer

Michael Weber

 

 

 

Beantwortung durch den Magistrat:

 

Der Magistrat                                                                          Marburg,  29.9. 2009

 

 

 

 

 

Herrn Stadtverordneten

Prof. Dr. Georg Fülberth

Friedrich - Naumann Str. 20

 

35037 Marburg

 

 

 

 

Große Anfrage der Fraktion Marburger Linke betr. Lohnersatzleistungen, Sozialleistungen

 

 

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Fülberth,

 

die og. Große Anfrage Ihrer Fraktion wird wie folgt beantwortet:

 

 

Im Zusammenhang mit der vorbezeichneten Großen Anfrage wurden die zuständigen Sozialleistungsträger angeschrieben und unter Vorlage des Antragstextes gebeten, entsprechende Angaben zu machen.

 

Hinsichtlich der zurückgemeldeten Antworten nehmen wir vorweg, dass wir keinen Einfluss auf die statistische Datenerhebung bei anderen Sozialleistungsträgern haben, so dass der Rückfluss qualitativ nicht so detailliert erfolgt ist, wie in der Großen Anfrage gewünscht. Meistens fehlen Differenzierungen nach Geschlecht und Altersgruppen und die Zahl der Haushalte beispielsweise wird statistisch nicht erfasst. 

 

Weil eine Antwort der Familienkasse zu unserer Anfrage nicht vorliegt, fehlen daher entsprechende Angaben und Zahlen gänzlich.  

 

 

Die Bundesagentur für Arbeit hat für ihren regionalen Bestand folgende Zahlen über Leistungsempfängerinnen und –empfänger  nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch (SGB III) zurückgemeldet:

 

 

 

Leistungsart

 

Ende 2003

 

Ende 2004

 

Ende 2005

 

Ende 2006

 

Ende 2007

 

Ende 2008

 

1. Halbj.  2009

 

Arbeitslosengeld I

 

882

 

968

 

802

 

682

 

538

 

523

 

646

 

Arbeitslosenhilfe

 

1.348

 

1.515

 

--

 

--

 

--

 

--

 

--

 

 

 

Die vom Kreis-Job-Center in Marburg zur Grundsicherung für Arbeitssuchende nach dem SGB II zurückgemeldeten Daten bilden wir wie folgt ab:

 

 

Die Tabelle 1 zeigt nach Altersgruppen und Geschlecht differenzierte Zahlen der

erwerbsfähigen Hilfeberechtigten, die die Regelleistung bezogen haben. 

 

 

 

 

 

 

Ende 2005

 

Ende 2006

 

Ende 2007

 

Ende 2008

 

 

 

 

 

 

Altersgruppen

 

männlich

weiblich

männlich

weiblich

männlich

weiblich

männlich

weiblich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

15 bis unter 18

nur Stadt

Marburg

 

 

 

 

 

Für das Jahr 2005

 

erfolgte keine

 

Differenzierung nach

 

Altersgruppen

 

und  

 

Geschlecht.. 

 

 

 

84

 

106

 

129

 

137

 

152

 

116

Landkreis insgesamt

 

242

 

245

 

365

 

342

 

367

 

315

 

18 bis unter  25

nur Stadt

Marburg

 

269

 

351

 

253

 

350

 

220

 

362

Landkreis insgesamt

 

622

 

861

 

562

 

819

 

532

 

821

 

25 bis unter 40

nur Stadt

Marburg

 

829

 

849

 

786

 

829

 

730

 

795

Landkreis insgesamt

 

1.969

 

2.095

 

1.780

 

2.048

 

1.641

 

1.909

 

40 bis unter 50

nur Stadt

Marburg

 

575

 

495

 

537

 

495

 

499

 

454

Landkreis insgesamt

 

1.396

 

1.218

 

1.287

 

1.198

 

1.184

 

1.121

 

50 bis

unter 55

nur Stadt

Marburg

 

207

 

168

 

219

 

195

 

219

 

205

Landkreis insgesamt

 

501

 

435

 

494

 

447

 

491

 

450

 

55 bis unter 65

nur Stadt

Marburg

 

260

 

185

 

262

 

206

 

280

 

226

Landkreis insgesamt

 

630

 

458

 

643

 

513

 

670

 

548

 

Summen

bezogen auf den Landkreis insgesamt: 

 

 

5.054

 

 

4.838

 

 

5.360

 

 

5.312

 

 

5.131

 

 

5.367

 

 

4.885

 

 

5.164

 

davon Stadt Marburg

 

 

(keine Daten differenziert erfasst)

 

2.224

 

2.154

 

2.186

 

2.212

 

2.100

 

2.158

 

 

 

 

 

 

 

Die Tabelle 2 zeigt nach Altergruppen und Geschlecht differenzierte Zahlen der nicht erwerbsfähigen Angehörigen erwerbsfähiger Hauptleistungsbezieherinnen und –bezieher, denen Sozialgeld gewährt wurde:

 

 

 

 

 

Ende 2005

 

Ende 2006

 

Ende 2007

 

Ende 2008

Altersgruppen

 

männlich 

weiblich

männlich

weiblich

männlich

weiblich

männlich

weiblich

 

 

unter 3

 

nur Stadt

Marburg

 

 

 

 

 

 

 

Für das Jahr 2005

 

  erfolgte keine

 

 Differenzierung nach

 

 Altersgruppen

 

 und

 

Geschlecht.

 

219

 

165

 

197

 

152

 

214

 

162

 

Landkreis insgesamt

 

525

 

451

 

522

 

426

 

523

 

411

 

 

3 bis unter 7

 

nur Stadt

Marburg

 

231

 

221

 

244

 

208

 

236

 

208

 

Landkreis insgesamt

 

595

 

544

 

612

 

515

 

589

 

497

 

 

7 bis unter 15

 

nur Stadt

Marburg

 

438

 

341

 

401

 

338

 

369

 

334

 

Landkreis insgesamt

 

1.086

 

939

 

1.037

 

921

 

978

 

878

 

 

15 bis unter 25

 

nur Stadt

Marburg

 

60

 

60

 

13

 

11

 

18

 

12

Landkreis insgesamt

 

135

 

133

 

21

 

17

 

24

 

19

 

 

über 25

 

nur Stadt

Marburg

 

29

 

34

 

34

 

34

 

35

 

38

Landkreis insgesamt

 

81

 

75

 

69

 

70

 

69

 

82

 

Summen

bezogen auf den Landkreis insgesamt

 

 

 

 

2.193

 

 

 

1.971

 

 

 

2.422

 

 

 

2.142

 

 

 

2.261

 

 

 

1.949

 

 

 

2.183

 

 

 

1.887

 

davon Stadt Marburg

 

 

(keine Daten differenziert erfasst)

 

977

 

821

 

889

 

743

 

872

 

754

 

 

Im Kreis-Job-Center Marburg wird für den Bereich des SGB II die Zahl der Haushalte nicht statistisch erfasst und ausgewertet. Es wurden jedoch Zahlen zu den Bedarfsgemeinschaften zurückgemeldet, die in der nachfolgenden Tabelle 3 abgebildet werden. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften kann höher sein als die Zahl der Haushalte, weil es theoretisch mehr als nur eine Bedarfsgemeinschaft innerhalb eines Haushaltes geben kann.

 

 

 

 

 

Ende 2005

 

Ende 2006

 

Ende 2007

 

Ende 2008

 

Bedarfsgemeinschaften

nach SGB II

 

Landkreis

insgesamt

 

7.812

 

7.934

 

7.675

 

7.369

 

davon

Stadt Marburg

 

 (keine Angabe)

 

3.303

 

3.298

 

3.196

 

 

 

 

 Für das erste Halbjahr  2009 wurden uns alle Bereiche betreffend durch das Kreis-Job-Center noch keine verifizierten Halbjahresdaten mitgeteilt.

 

Aus dem Datenbestand des Fachbereichs 4 -Arbeit, Soziales & Wohnen- der Stadtverwaltung der Universitätsstadt Marburg konnten die nachfolgend dargestellten Zahlen zur Hilfe zum Lebensunterhalt, zur Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, zu Leistungen nach dem Wohngeldgesetz, zu Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und zur Zahl der Stadtpassinhaberinnen und –inhaber zusammengestellt werden:

 

 

 

 

31.12.2003

 

 

31.12.2004

 

31.12.2005

 

31.12.2006

 

31.12.2007

 

31.12.2008

 

30.06.2009

 

Empfängerinnen und Empfänger von

 

Hilfe zum Lebensunterhalt

 

(bis 31.12.2004 nach BSHG; ab 01.01.2005 nach dem 3. Kapitel SGB XII)

 

 

 

 

 

2.341

 

 

 

 

2.276

 

 

 

 

176

 

 

 

 

256

 

 

 

 

207

 

 

 

 

217

 

 

 

 

216

 

Empfängerinnen und Empfänger von

 

Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung

 

(bis 31.12.2004 nach dem GSiG; ab 01.01.2005 nach dem 4. Kapitel SGB XII)

 

 

 

 

 

421

 

 

 

 

640

 

 

 

 

724

 

 

 

 

937

 

 

 

 

917

 

 

 

 

984

 

 

 

 

1.047

 

Empfängerinnen und Empfänger von

 

Leistungen nach Asylbewerberleistungsgesetz

 

 

 

 

 

69

 

 

 

 

50

 

 

 

 

38

 

 

 

 

37

 

 

 

 

25

 

 

 

 

21

 

 

 

 

22

 

Wohngeld

 

(hier: Anzahl der Haushalte)

 

 

4.053

 

4.721

 

2.498

 

2.428

 

1.399

 

1.354

 

1.155

 

Stadtpass

(hier: Zahl der Personen)

 

3.644

 

3.651

 

3.685

 

3.711

 

3.486

 

4.069

 

3.058

 

 

Zuständiger Dezernent:  Bürgermeister Dr. Kahle

(in Vertretung von Stadträtin Dr. Weinbach)

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

 

 

 

Egon Vaupel

Oberbürgermeister

 


 

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