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Ratsinformation

Vorlage - VO/0658/2009  

Betreff: Antrag der MBL-Fraktion betr. Gedenktafel für T. S. Eliot
Status:öffentlichVorlage-Art:Antrag der MBL-Fraktion
Federführend:41 - Kultur Bearbeiter/-in: Wagner, Norbert
Beratungsfolge:
Ausschuss für Schule, Kultur, Sport und Bäder Vorberatung
22.10.2009 
Öffentliche Sitzung des Schul- und Kulturausschusses abgelehnt   
Magistrat Kenntnisnahme
26.10.2009    Nichtöffentliche Sitzung des Magistrats      
Stadtverordnetenversammlung Entscheidung
30.10.2009 
Öffentliche Sitzung der Stadtverordnetenversammlung der Universitätsstadt Marburg abgelehnt   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Der Magistrat wird gebeten, mit einer Gedenktafel an prominenter Stelle an den Aufenthalt des englischsprachigen Lyrikers und Nobelpreisträgers T. S. Eliot (1888 – 1965) in Marburg zu erinnern.

 

 

Begründung

Begründung

 

Der Lyriker, Dramatiker und Kritiker T. S. Eliot gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der literarischen Moderne, Im Jahr 1948 wurde er mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet.

Eliot hielt sich an einem Wendepunkt der Geschichte, dem Ausbruch des 1. Weltkriegs, in Marburg auf.

Mit einem Reisestipendium der Harvard Universität ausgestattet trifft Eliot im Juli 1914 in Marburg ein, um an einem Ferienkurs der Universität teilzunehmen.  Er wohnte im Haus des lutherischen Superintendenten Happich im Lutherischen Kirchhof 1. Der Ausbruch des Weltkriegs am 1. August 1914 beendete den Ferienkurs abrupt und brachte damit viele der Kursteilnehmer in existentielle Schwierigkeiten. So auch Eliot. Als neutraler Amerikaner konnte er Marburg dann am 16, August (nach Abschluss der Mobilmachung) verlassen. Seine offene Pensionsrechnung bei den Happichs hat er aber erst 1921, nach dem Tode des Pastors, der Witwe in großer Dankbarkeit und mit Zinseszins erstatten können.

Trotz der Kürze seines Aufenthalt hat Marburg einen nachhaltigen Eindruck auf die Persönlichkeit Eliots gehabt, wie sich aus vielen seiner Briefe ergibt. Verstärkt wurde dieser Einfluss sicherlich durch die geschichtlichen Ereignisse. Auch die internationale Literaturkritik würdigt den Aufenthalt als eine Bezugsgröße für das weitere Werk. Eine Erinnerung an seinen Aufenthalt in Form einer Gedenktafel (z.B. an seinem ehemaligen Wohnhaus) wäre angebracht. Für Marburg ist sein Aufenthalt mindestens gleichwertig zu vielen anderen zu sehen, an die bereits auf diese Weise erinnert wird.

 

Dr. Hermann Uchtmann

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