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Ratsinformation

ALLRIS - Vorlage

Kenntnisnahme - VO/7579/2020

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Die Stadtverordnetenversammlung wird gebeten, den Abschlussbericht und die Handlungsempfehlungen aus dem Projekt „Lebenssituation und Teilhabe von Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigungen in Marburg“ zur Kenntnis zu nehmen.

 

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Sachverhalt

Begründung:
Die Universitätsstadt Marburg hat in Kooperation mit der Evangelischen Hochschule Darmstadt (EHD) eine Studie zur Lebenssituation und Teilhabe von Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigungen in Marburg durchgeführt. Die Studie wurde als eine Maßnahme des „Marburger Aktionsplans 2017 – Kommunales Handlungskonzept zur Stärkung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen“ und des Ersten Aktionsplans EU-Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene 2017-2019 konzipiert und umgesetzt. Sie ist an der Schnittstelle des kommunalen Gender und Disability Mainstreaming verortet und gibt Anregungen zur gendersensiblen Umsetzung der UN-BRK sowie zur Berücksichtigung der Belange von Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigungen bei der Umsetzung der EU-Charta.

Das Projekt hatte die Ziele,

-          Perspektiven und Anliegen von Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigungen sichtbar zu machen,

-          empirische Erkenntnisse über Chancen und Hindernisse der Teilhabe am Leben in der Kommune aus der Sicht von Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigungen zu gewinnen,

-          die Beteiligung von Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigungen zu stärken,

-          Vorurteile und alltägliche Diskriminierung gegenüber Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigungen sichtbar zu machen sowie abzubauen,

-          Empowerment und eine positive Selbstwahrnehmung von Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigungen zu stärken sowie

-          Handlungsbedarfe aufzuzeigen und weiterführende Maßnahmen zu sondieren.

Im Fokus der Studie standen Frauen und Mädchen mit Lernschwierigkeiten sowie gehörlose Frauen und Mädchen aus Marburg und Umgebung. Die Qualitativ-empirische Untersuchung mit den genannten Zielgruppen fand zwischen Juli 2018 und Juli 2019 statt und umfasste

Einzel- und Gruppeninterviews mit 13 Frauen und 17 Mädchen.

Der Abschlussbericht stellt zusammenfassend die Ergebnisse der Studie und die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen vor. Diese umfassen folgende Handlungsfelder:

-          Allgemeine Empfehlungen zur Barrierefreiheit und Berücksichtigung von besonderen Bedarfen bei öffentlichen Veranstaltungen und Prozessen der Beteiligung

-          Ergebnisse und Empfehlungen zur Weiterentwicklung einer gender- und behinderungssensiblen Infrastruktur

-          Maßnahmen zur Förderung von Empowerment und Stärkung der Autonomie von Frauen und Mädchen mit Lernschwierigkeiten

-          Förderung der Teilhabe und des Empowerments von gehörlosen Frauen und Mädchen

-          Mehr inklusive Freizeitangebote und selbstbestimmte Freizeiträume für Mädchen

-          Maßnahmen zur Förderung von autonomer Mobilität als Beitrag des Empowerments

-          Maßnahmen zur Verbesserung von Barrierefreiheit im Kontakt mit Behörden

-          Verschränkung von Prozessen des Disability und Gender Mainstreaming

 

Aus den Empfehlungen sollen federführend durch das Gleichberechtigungsreferat und unter Beteiligung politischer Gremien, städtischer Fachstellen und zivilgesellschaftlicher Akteur*innen konkrete Maßnahmen abgeleitet und umgesetzt werden. Dies wurde als eine Maßnahme im zweiten Aktionsplan für die EU-Charta 2019-2021 verankert.

Finanziert wurde die Studie durch das Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, die Universitätsstadt Marburg sowie das Forschungszentrum der EHD. Die Ergebnisse wurden auf einer Abschlusstagung im Oktober 2019 in Schwalmstadt-Treysa vorgestellt und diskutiert. Eine Abschlusspublikation in leicht verständlichem Format erscheint Ende September 2020.

 

 

 

 

Dr. Thomas Spies

Oberbürgermeister

 

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Finanz. Auswirkung

 

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Anlagen

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