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Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der Forschung

Allgemeine Informationen

Wenn Sie als Wissenschaftler an einer deutschen Forschungseinrichtung arbeiten wollen, können Sie unter bestimmten Umständen eine Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der Forschung erhalten.

Der Aufenthaltstitel berechtigt zur Ausübung der Erwerbstätigkeit für das in der Aufnahmevereinbarung bezeichnete Forschungsvorhaben und zur Ausübung von Tätigkeiten in der Lehre.

Hinweis: Der Begriff "Forschungseinrichtung" schließt auch Unternehmen ein, die Forschung betreiben.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den unten in deutsch und englisch abrufbaren Broschüren "Forschungsaufenthalte" des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge.

Verfahrensablauf

Die vom BAMF anerkannte Forschungseinrichtung schließt mit Ihnen eine Aufnahmevereinbarung, die folgende Informationen enthalten muss:

  • genaue Bezeichnung Ihres Forschungsvorhabens
  • Verpflichtung Ihrerseits, das Forschungsvorhaben zu verwirklichen sowie die der Forschungseinrichtung, Sie zu diesem Zweck einzustellen
  • Angaben zum Vertrag zwischen Ihnen und der Einrichtung (z.B. Gehalt, Urlaub, Arbeitszeiten)
  • Bestimmung darüber, dass die Aufnahmevereinbarung unwirksam wird, falls Sie keine Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der Forschung erhalten sollten

Die Forschungseinrichtung leitet die abgeschlossene Aufnahmevereinbarung an die zuständige Ausländerbehörde (für die Erteilung der Aufenthaltserlaubnis) beziehungsweise Auslandsvertretung (für die Erteilung eines Visums) weiter.

Ändert sich während der Forschungszeit das Vorhaben ist dies unschädlich, solange Sie bei derselben Forschungseinrichtung beschäftigt bleiben.

Sollten Sie bereits einen Aufenthaltstitel eines anderen EU-Mitgliedstaates besitzen, gibt es folgende Möglichkeiten:

  • der EU-Mitgliedstaat ist gleichzeitig auch Schengen-Staat
    • Wenn Ihr Aufenthalt nicht länger als 3 Monate dauert, können Sie in Deutschland mit diesem Aufenthaltstitel einreisen und als Forscher arbeiten, ohne eine deutsche Aufenthaltserlaubnis zu beantragen. Sollten Sie jedoch innerhalb der vorhergehenden 12 Monate bereits in Deutschland gearbeitet haben, benötigen Sie für den erneuten Aufenthalt ein Schengen-Visum, das die Forschungstätigkeit erlaubt.
    • Wenn Ihr Forschungsaufenthalt länger als 3 Monate dauert, müssen Sie eine deutsche Aufenthaltserlaubnis bei der zuständigen Ausländerbehörde innerhalb von 3 Monaten nach Ihrer Einreise beantragen. Falls Sie innerhalb der vorhergehenden 12 Monate bereits in Deutschland gearbeitet haben, ist vor der Einreise ein nationales Visum zu beantragen, das die Tätigkeit als Forscher ausdrücklich erlaubt.
  • der EU-Mitgliedstaat ist kein Schengen-Staat
    In diesem Fall benötigen Sie immer – auch für die ersten 3 Monate – einen Aufenthaltstitel. Dieser Aufenthaltstitel kann beispielsweise ein Visum sein, das Sie bei der zuständigen Auslandsvertretung beantragen können. Je nachdem, für welchen Zeitraum Sie eines benötigen, erhalten Sie ein Schengen- oder ein nationales Visum, das Forschungstätigkeit erlaubt.
     
An wen muss ich mich wenden?

Die Ausländerbehörde der Universitätsstadt Marburg ist zuständig für die Regelung des Aufenthaltes ausländischer Staatsangehöriger, die in Marburg gemeldet sind.

Die Ausländerbehörde des Landkreises Marburg-Biedenkopf (Im Lichtenholz 60, 35043 Marburg, Tel.: 06421/405-0) ist zuständig für ausländische Bürgerinnen und Bürger, die nicht in der Stadt Marburg aber im Landkreis Marburg-Biedenkopf wohnen.

Voraussetzungen

Auch beim Aufenthalt zum Zweck der Forschung müssen die allgemeinen Voraussetzungen für die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis erfüllt sein. Erforderlich ist deshalb, dass

  • Sie die Pass- und Visumpflicht erfüllen,
  • Ihr Lebensunterhalt gesichert ist (der Lebensunterhalt gilt bei Forschern als gesichert, wenn Einkünfte in Höhe von 2 Dritteln der Bezugsgröße im Sinne des § 18 des Vierten Buches des Sozialgesetzbuches erzielt werden.
  • kein Ausweisungsgrund vorliegt und
  • Ihr Aufenthalt nicht aus einem sonstigen Grund Interessen der Bundesrepublik Deutschland beeinträchtigt oder gefährdet.

Hinzu kommen die besonderen Voraussetzungen für den Aufenthalt zum Zweck der Forschung:

  • Sie sind Wissenschaftler und wollen an einer deutschen Forschungseinrichtung arbeiten.
  • Die Forschungseinrichtung muss durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) anerkannt worden sein.
  • Sie haben mit der Forschungseinrichtung eine Aufnahmevereinbarung abgeschlossen.
  • Es liegt eine Kostenübernahmeerklärung der Forschungseinrichtung vor.

Anerkannte Forschungseinrichtungen können sich einzelfallbezogen oder allgemein zur Übernahme der Kosten für den Lebensunterhalt verpflichten. Allgemeine Übernahmeerklärungen werden tagesaktuell im Internet durch das BAMF veröffentlicht.
 

Welche Unterlagen werden benötigt?

Nachweise darüber, dass Sie die Voraussetzungen erfüllen

Welche Gebühren fallen an?
  • Erteilung: 100,00 Euro
  • Verlängerung bis zu 3 Monaten: 96,00 Euro
  • Verlängerung von mehr als 3 Monaten: 93,00 Euro
Zahlungsarten
  • Barzahlung
  • Electronic cash: EC- Karte mit PIN
Bearbeitungsdauer

Die Ausstellung der Aufenthaltserlaubnis dauert etwa fünf Wochen. Bitte beantragen Sie sie daher rechtzeitig. Anderenfalls kann vorübergehend eine Fiktionsbescheinigung ausgestellt werden. Die Gebühren betragen 13 €.

Rechtsgrundlage
Was sollte ich noch wissen?

Die Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der Forschung kann in folgenden Fällen widerrufen werden:

  • Ihre Forschungseinrichtung hat ihre Anerkennung aufgrund einer Ihrer Handlungen verloren,
  • Sie betreiben keine Forschung mehr oder
  • Sie können eine der Voraussetzungen nicht mehr erfüllen, wegen der mit Ihnen die Aufnahmevereinbarung geschlossen wurde.
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Zusätzliche Informationen zum Seiteninhalt

Infobereich

Infospaltenblock auf- und zuklappenAnsprechpartner/-in

  • Fachdienst 31 - AusländerbehördeStandort anzeigenFrauenbergstraße 35
    35039 Marburg
    Telefon: 06421 201-1010
    Telefax: 06421 201-1837

    Öffnungszeiten:
    Montag und Freitag von 08.00 – 12.00 Uhr
    Mittwoch von 08.00 – 11.00 Uhr
    Donnerstag von 14.30 – 18.00 Uhr

    Allgemeine Fragen und Terminanfragen für das Fallmanagement (Aufenthaltstitel und Duldungen):
    E-Mail: auslaenderbehoerde@marburg-stadt.de
    Terminanfragen für den Service (Verpflichtungserklärungen, Aufenthaltsgestattungen, Abholung von elektronischen Aufenthaltstiteln sowie Adressänderungen):
    E-Mail: terminabh@marburg-stadt.de

    Telefonische Erreichbarkeit:
    Eingeschränkt während der Öffnungszeiten sowie
    Montag, Dienstag, Mittwoch von 14:00 – 15:30 Uhr
    Donnerstag von 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr

    Parkmöglichkeiten:
    Öffentliche Verkehrsmittel: Haltestelle: Stadtbüro: Bus: 1, 2, 4, 6, 13 Parken: Parkplatz: direkt beim Gebäude vorhanden Anzahl: 26 Gebühren: nein Behindertenparkplatz: direkt beim Gebäude vorhanden Anzahl: 2 Gebühren: nein Alle Dienstleistungen können barrierefrei in den Büros im EG angeboten werden.

    Angaben zur Barrierefreiheit:
    eingeschränkt zugängig

    +++ Aktuelle Info +++

    Eine Vorsprache ist generell nur nach Terminvereinbarung und unter strikter Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygienevorgaben möglich. Das heißt: Alle Besucher*innen müssen beim Betreten des Gebäudes eine Gesichtsmaske tragen.

    Hinweise zur Erteilung und Verlängerung von Aufenthaltstiteln:
    Sie können Anträge auf Erteilung oder Verlängerung Ihres Aufenthaltstitels elektronisch oder schriftlich per Post stellen. Bitte laden Sie sich das Antragsformular auf unserer Homepage (https://www.marburg.de/abh) herunter und senden es ausgefüllt und unterschrieben inkl. einzureichender Unterlagen an auslaenderbehoerde@marburg-stadt.de oder per Post (Frauenbergstraße 35, 35039 Marburg) zurück. Die zuständigen Sachbearbeiter*innen setzen sich dann mit Ihnen in Verbindung (bitte Telefonnummer und E-Mailadresse im Antragsformular angeben).

    Hinweise zur Abholung der elektronischen Aufenthaltstitel:
    -> Elektronische Aufenthaltstitel werden nicht auf dem Postweg versandt! <-
    Das Schreiben, welches Sie von der Bundesdruckerei erhalten, ist nur eine Information über die Online-Funktion Ihres Aufenthaltstitels und wird von der Bundesdruckerei an Sie versandt, bevor Ihr Aufenthaltstitel bei uns eintrifft. Wir werden Sie per E-Mail/Post kontaktieren, wenn der neue Aufenthaltstitel bei uns angeliefert, bearbeitet und zur Abholung bereit ist.

    Allgemeiner Hinweis:
    Der Fachdienst versucht Ihre Anliegen schnellstmöglich zu klären. Alle E-Mails werden bearbeitet. Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass dies einige Zeit in Anspruch nehmen kann und weitere Anfragen zum Bearbeitungsstand den Arbeitsprozess verlangsamen.


    Das Team der Ausländerbehörde

    ++++++


    Allgemeines

    Die Ausländerbehörde der Universitätsstadt Marburg ist zuständig für die Regelung des Aufenthaltes ausländischer Staatsangehöriger, die in Marburg sowie in deren Stadtteilen wohnen.

    Für ausländische Bürgerinnen und Bürger, die nicht in der Stadt Marburg aber im Landkreis Marburg-Biedenkopf wohnen, ist die Ausländerbehörde des Landkreises Marburg-Biedenkopf (Im Lichtenholz 60, 35043 Marburg, Tel.: 06421/405-0, auslaenderbehoerde@marburg-biedenkopf.de) zuständig.

    Den Ausländerbehörden obliegt die Ausführung der aufenthaltsrechtlichen Bestimmungen, insbesondere des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG), des Freizügigkeitsgesetzes/EU (FreizügG/EU) und des Asylgesetzes.

    Die Aufgaben im Besonderen:
    Entscheidung über die Erteilung und Verlängerung von Aufenthaltstiteln und Ausstellung von Daueraufenthaltsrechten an Staatsangehörige der Mitgliedstaaten der Europäischen Union, Mitwirkung im Einreiseverfahren (Visum)

    Erstellung / Beglaubigung von Verpflichtungserklärungen nach § 68 AufenthG (Einladungen)

    Integrationskurse – Prüfung der Teilnahmeberechtigung / Teilnahmeverpflichtung

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