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Behindertenfahrdienst

Ansprechpartner/in
Frau Hühnlein Standort anzeigen
Amt / Bereich
Fachdienst 50 - Soziale Leistungen
Friedrichstraße 36
35037 Marburg
Telefon: 06421 201-1525
Telefax: 06421 201-1576
E-Mail:

Allgemeine Informationen

Der Behindertenfahrdienst der Stadt Marburg ist eine freiwillige Leistung der Stadt und soll Rollstuhlfahrer/innen eine Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft ermöglichen.

Hierzu zählen Fahrten zu Behörden und Einkäufen, zum Besuch geselliger oder kultureller Veranstaltungen.
Berufsbezogene Fahrten sowie Fahrten zur medizinischen Behandlung (Arzt/Ärztin, Krankenhaus, Krankengymnastik und andere Rehabilitationsmaßnahmen etc.) sowie Fahrten zur Tagespflege sind ausgenommen.

Eine Teilnahmeberechtigung kann ausgestellt werden, wenn ein Schwerbehindertenausweis mit dem Aufdruck "aG" (außergewöhnliche Gehbehinderung) vorliegt.
Sofern das "aG" in Verbindung mit dem Merkzeichen "Bl" eingetragen wurde, muss ein ärztliches Attest vorgelegt werden, dass die beantragende Person dauerhaft im Rollstuhl sitzt.

Für die Aufnahme in den Behindertenfahrdienst können Sie den Antrag nutzen, den wir Ihnen oben rechts in dem blauen Kästchen zur Verfügung stellen.
Bitte legen Sie eine Kopie Ihres Schwerbehindertenausweises mit dem Aufdruck "aG" bei.
Sie können von der Eigenbeteiligung in Höhe von 2,50 Euro pro Fahrt befreit werden, wenn Sie geringes Einkommen und Vermögen haben (Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Grundsicherung oder Rente in der Höhe der Sozialleistungssätze und wenig Erspartes).

Dafür brauchen wir die folgenden Unterlagen:
- Bescheid über ALG II, Sozialhilfe oder Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung
bzw.
- Rentenbescheid und eine Kopie des Mietvertrags



Geschichte des Behindertenfahrdienstes

Der Behindertenfahrdienst der Stadt Marburg feierte 2011 sein 30-jähriges Jubiläum.
Im Laufe dieser 30 Jahre ist der Behindertenfahrdienst zu einem festen Bestandteil im Angebotsspektrum der Stadt Marburg geworden.


Foto von dem ersten Behindertenfahrzeug mit Rollstuhlfahrer und Sozialdezernent Dr. Gert Dahlmanns © Universitätsstadt Marburg, Rainer KieselbachBereits im Februar 1980 war der Johanniter-Unfallhilfe durch den damaligen Sozialdezernenten Dr. Gert Dahlmanns ein Spezialfahrzeug für den Transport von Behinderten übergeben worden, so dass einzelne Fahrten bereits ab dem 15. Februar 1980 stattfanden. Der Vertragsabschluss zwischen der Stadt Marburg und der Johanniter-Unfallhilfe erfolgte zum 01.01.1981, so dass zu diesem Termin der offizielle Startschuss für den Behindertenfahrdienst fiel.

Der Behindertenfahrdienst wurde auf Initiative von betroffenen Menschen eingerichtet, um auch schwer gehbehinderten Menschen, die den ÖPNV nicht nutzen konnten, die gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen. Dieser Service sollte und soll auch noch heute dazu beitragen, dass Menschen im Rollstuhl ihre Freizeit durch den Besuch von Bekannten, Kino, Theater, Vereinen oder anderen Angeboten selbst gestalten können, und die Möglichkeit haben, selbständig Besorgungen des täglichen Lebens wie Behördengänge, Bankgeschäfte und Einkäufe erledigen zu können, auch wenn sie alleine ihre Wohnung nicht verlassen können. Die Initiativgruppe behindertenfreundliches Marburg wies von Anfang an darauf hin, dass der Fahrdienst nur eine vorübergehende Zusatzeinrichtung bis zur behindertengerechten Ausstattung aller öffentlichen Verkehrsmittel sein sollte. Dies ist leider bis heute noch nicht der Fall, wenngleich inzwischen große Fortschritte bei der Barrierefreiheit im ÖPNV gemacht wurden.

Im Laufe der Zeit wuchs die Zahl der Teilnehmenden am Fahrdienst und Fahrten mussten teilweise lange im Voraus gebucht werden, weil die Kapazitäten nicht ausreichten. Dieser Buchungsengpass und die damit verbundene Notwendigkeit der langfristigen Planung der Fahrten war Anlass, dass der Behindertenbeirat gemeinsam mit der Stadt Marburg über eine Veränderung im Behindertenfahrdienst nachdachte.
Der Fahrdienst wurde daraufhin 1998 neu ausgeschrieben und ab dem 01.07.1999 übernahm UniCare den Behindertenfahrdienst. Durch einen größeren Fuhrpark und die Aufteilung der Fahrten in Taxi- und Sonderfahrzeugfahrten war mehr Flexibilität gegeben. Dies machte den Fahrdienst attraktiver, weil man kurzfristiger Fahrten buchen konnte.
Im Jahr 2000 wurde die Einführung einer Eigenbeteiligung notwendig, da die Zahl der Nutzer/innen und damit auch die Anzahl der Fahrten drastisch anstieg. 
Um die Qualität des Fahrdienstes weiter zu verbessern, wurde der Behindertenfahrdienst im Jahr 2015 auf zwei Unternehmen erweitert. So haben nun die Nutzer/innen die Wahl zwischen den zwei Unternehmen Aktivcar und ASU - Autoservice UG (ehemals UniCare).

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