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Drohnen - Unbemannte Luftfahrtsysteme

Ansprechpartner/in
Frau Susanne Szeder Standort anzeigen
Amt / Bereich
Fachdienst 32 - Gefahrenabwehr und Gewerbe
Frauenbergstraße 35, Zimmer 130
35039 Marburg
Telefon: 06421 201-1469
Telefax: 06421 201-1593
E-Mail: oder

Allgemeine Informationen

Drohnen

Unbemanntes Luftfahrtsystem

Unter dem Begriff „unbemanntes Luftfahrzeug“, auch „Drohne“ genannt, ist ein Luftfahrzeug, das vom Boden mit Hilfe einer Fernsteuerung geflogen wird, zu verstehen.

Ferngesteuerte Drohnen werden inzwischen zur Anfertigung von Luftbildern für Vermessungszwecke, zur Dokumentation von Baufortschritten oder auch um ansprechende Fotos aus der Vogelperspektive zu erhalten, eingesetzt.

Klare Regeln für Betrieb von Drohnen

Kennzeichnungspflicht:

Alle Flugmodelle und unbemannte Luftfahrtsysteme ab einer Startmasse von mehr als 0,25 kg müssen künftig gekennzeichnet sein, um im Schadensfall schnell den Halter feststellen zu können.

Die Kennzeichnung erfolgt mittels Plakette mit Namen und Anschrift des Eigentümers.

Kenntnisnachweis:

Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen ab 2 kg ist künftig ein Kenntnisnachweis erforderlich.

Der Nachweis erfolgt durch

  • gültige Pilotenlizenz
  • Bescheinigung nach Prüfung durch eine vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannte Stelle (auch online möglich), Mindestalter: 16 Jahre
  • eine Bescheinigung nach Einweisung durch einen Luftsportverein (gilt nur für Flugmodelle), Min-destalter: 14 Jahre

Die Bescheinigungen gelten für 5 Jahre. Für den Betrieb auf Modellfluggeländen ist kein Kenntnisnachweis erforderlich.

Erlaubnispflicht:

Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen über 5 kg und für den Betrieb bei Nacht ist eine Erlaubnis erforderlich. Diese wird von den Landesluftfahrtbehörden erteilt.

Erlaubnisfreiheit:

Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen unterhalb einer Gesamtmasse von 5 kg ist grundsätzlich keine Erlaubnis erforderlich.

Gewerbliche Nutzer brauchten für den Betrieb von unbemannten Luftfahrtsystemen bisher eine Erlaubnis – unabhängig vom Gewicht. Künftig ist für den Betrieb von unbemannten Luftfahrtsystemen unterhalb von 5 kg grundsätzlich keine Erlaubnis mehr erforderlich.

Zudem wird das bestehende generelle Betriebsverbot außerhalb der Sichtweite aufgehoben. Landesluftfahrtbehörden können dies künftig für Geräte ab 5 kg erlauben.

Für Aufnahmen von Personen und Gebäuden greifen hier allerdings vorhandene Gesetze, die die Privatsphäre und das Persönlichkeitsrecht schützen - s. § 201a Strafgesetzbuch.

Betriebsverbot:

Ein Betriebsverbot gilt künftig für Flugmodelle und unbemannte Luftfahrtsysteme

  • außerhalb der Sichtweite für Geräte unter 5 kg;
  • in und über sensiblem Bereichen, z. B. Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften, Krankenhäusern, Menschenansammlungen, Anlagen und Einrichtungen wie JVA’s oder Industrieanlagen, oberste und obere Bundes- oder Landesbehörden, Naturschutzgebieten;
  • über bestimmten Verkehrswegen;
  • in Kontrollzonen von Flugplätzen (auch An- und Abflugbereiche von Flughäfen;
  • in Flughöhen über 100 Metern über Grund, es sei denn, der Betrieb findet auf einem Gelände statt, für das eine allgemeine Erlaubnis zum Aufstieg von Flugmodellen erteilt und für die eine Aufsichtsperson bestellt worden ist, oder, soweit es sich nicht um einen Multicopter handelt, der Steuerer ist Inhaber einer gültigen Erlaubnis als Luftfahrzeugführer oder verfügt über einen Kenntnisnachweis;
  • über Wohngebieten, wenn die Startmasse des Gerätes mehr als 0,25 kg beträgt oder das Gerät oder seine Ausrüstung in der Lage sind, optische, akustische oder Funksignale zu empfangen, zu übertragen oder aufzuzeichnen. Ausnahme: Der durch den Betrieb über dem jeweiligen Wohngrundstück in seinen Rechten Betroffene, stimmt diesem Überflug zu.

Einen Überblick über die wichtigsten Regeln zur neuen Drohnen-Verordnung finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur  - siehe Links

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