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Nachzug aus familiären Gründen (weitere Familienangehörige) - Aufenthaltserlaubnis beantragen

Ansprechpartner/in
Fachdienst 31 - Ausländerbehörde Standort anzeigen
Frauenbergstraße 35
35039 Marburg
Telefon: 06421 201-1010
Telefax: 06421 201-1593

Öffnungszeiten:

+++ DIE AUSLÄNDERBEHÖRDE IST VOM 22.08.2018 AB 12 UHR BIS ZUM 31.08.2018 GESCHLOSSEN +++

Montag, Mittwoch und Freitag von 08.00 – 12.00 Uhr
Donnerstag von 14.30 – 18.00 Uhr

Telefonische Erreichbarkeit:
Eingeschränkt während der Öffnungszeiten sowie
Montag, Dienstag, Mittwoch von 14:00 – 15:30 Uhr
Donnerstag von 08:30 Uhr bis 12:00 Uhr

allgemeine Anfragen:
E-Mail: auslaenderbehoerde@marburg-stadt.de

zur Terminvereinbarung Fallmanagement:
E-Mail: terminabh@marburg-stadt.de

+++ DIE AUSLÄNDERBEHÖRDE IST VOM 22.08.2018 AB 12 UHR BIS ZUM 31.08.2018 GESCHLOSSEN +++

Wir ziehen um! Die Ausländerbehörde ist deshalb ab dem 22. August 2018, 12.00 Uhr bis einschließlich 31. August 2018 geschlossen.

In dringenden Notfällen sind wir eingeschränkt unter der Telefonnummer (0 64 21) 201 – 1929 zu erreichen.

Am 03. September 2018 wird die Ausländerbehörde in den neuen Räumlichkeiten in der Frauenbergstraße 35 über dem Stadtbüro wieder eröffnen.

+++ BITTE BEACHTEN - SCHLIESSUNG DER AUSLÄNDERBEHÖRDE +++

+++ Aktuelle Info +++
Für die Ausstellung von Verpflichtungserklärungen, Gestattungen und für die Abholung von elektronischen Aufenthaltstiteln (eAT) sowie Adressänderungen auf eAT’s benötigen Sie keinen Termin.
Diese Angelegenheiten können Sie während unserer Öffnungszeiten bei unserem Service-Bereich erledigen.
Anmeldungen hierfür am Empfang.

Für alle anderen Anliegen vereinbaren Sie bitte einen Termin entweder während unserer Öffnungszeiten persönlich am Empfang oder per E-Mail (terminabh@marburg-stadt.de).
+++

Allgemeines

Die Ausländerbehörde der Universitätsstadt Marburg ist zuständig für die Regelung des Aufenthaltes ausländischer Staatsangehöriger, die in Marburg gemeldet sind.

Die Ausländerbehörde des Landkreises Marburg-Biedenkopf (Im Lichtenholz 60, 35043 Marburg, Tel.: 06421/405-0) ist zuständig für ausländische Bürgerinnen und Bürger, die nicht in der Stadt Marburg aber im Landkreis Marburg-Biedenkopf wohnen.

Den Ausländerbehörden obliegt die Ausführung der aufenthaltsrechtlichen Bestimmung, insbesondere des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG), des Freizügigkeitsgesetzes/EU (FreizügG/EU) und des Asylgesetzes.

Die Aufgaben im Besonderen:
Entscheidung über die Erteilung und Verlängerung von Aufenthaltstiteln und Ausstellung von Daueraufenthaltsrechten an Staatsangehörige der Mitgliedstaaten der Europäischen Union, Mitwirkung im Einreiseverfahren (Visum)

Erstellung / Beglaubigung von Verpflichtungserklärungen nach § 68 AufenthG (Einladungen)

Integrationskurse – Prüfung der Teilnahmeberechtigung / Teilnahmeverpflichtung

Allgemeine Informationen

Sonstige Familienangehörige von Deutschen und in Deutschland lebenden ausländischen Staatsangehörigen können in besonderen Härtefällen eine Aufenthaltserlaubnis aus familiären Gründen erhalten. Damit können sie nach Deutschland nachziehen und hier arbeiten.

Als sonstige Familienangehörige gelten Angehörige, die nicht

  • Kinder,
  • Eheleute oder
  • eingetragene Lebenspartner oder Lebenspartnerinnen sind.

Die Aufenthaltserlaubnis ist befristet. Sie können sie auf Antrag verlängern lassen. Die Erlaubnis Ihres Aufenthaltes richtet sich nach der Aufenthaltsdauer Ihres bereits in Deutschland lebenden Familienmitgliedes.

Nähere Informationen zum Familiennachzug von Kindern und Eheleuten finden Sie unter "Nachzug aus familiären Gründen (Ausländer) – Aufenthaltserlaubnis beantragen" und "Nachzug aus familiären Gründen (Deutsche) – Aufenthaltserlaubnis beantragen".

Verfahrensablauf

Vor der Einreise nach Deutschland müssen Sie in Ihrem Heimatland ein nationales Visum beantragen.

Nach der Einreise müssen Sie den Aufenthaltstitel schriftlich bei der Ausländerbehörde beantragen, bevor Ihr Visum abläuft.

Seit 01.09.2011 erhalten Sie den Aufenthaltstitel in Form einer Scheckkarte mit elektronischen Zusatzfunktionen. Nähere Informationen dazu erhalten Sie unter "Elektronischen Aufenthaltstitel (eAT) beantragen".

Die Verlängerung Ihrer Aufenthaltserlaubnis müssen Sie rechtzeitig vor Ablauf bei der Ausländerbehörde beantragen.

An wen muss ich mich wenden?
  • für die Erteilung eines nationalen Visums vor der Einreise in das Bundesgebiet: die deutsche Auslandsvertretung (Botschaft, Konsulat)
  • nach der Einreise: die Ausländerbehörde, in deren Bezirk Sie sich gewöhnlich aufhalten.
    Ausländerbehörden in Hessen sind Landräte und Oberbürgermeister der Kreisfreien Städte und der kreisangehörigen Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern

Tipp: Ein Verzeichnis der Vertretungen der Bundesrepublik Deutschland im Ausland bietet das Auswärtige Amt auf seinen Internetseiten.

Voraussetzungen

Voraussetzungen für die Aufenthaltserlaubnis sind:

  • Sie erfüllen die Pass- und Visumpflicht.
    Für die Passpflicht reicht es, wenn Sie einen Ausweisersatz besitzen.
  • Ihr Lebensunterhalt ist gesichert, ohne dass Sie öffentliche Mittel in Anspruch nehmen.
    Der Lebensunterhalt gilt als gesichert, wenn Sie
    • Einkünfte in Höhe des einfachen Sozialhilferegelsatzes (z.B. bei Alleinstehenden 364,00 Euro) zuzüglich
    • Kosten für Unterkunft und Heizung sowie
    • etwaiger Krankenversicherungsbeiträge erzielen.
  • Es liegt kein Ausweisungsgrund gegen Sie vor.
  • Ihr Aufenthalt gefährdet oder beeinträchtigt nicht die Interessen der Bundesrepublik Deutschland.
  • bei Nachzug zu Deutschen zusätzlich: Die Person, der Sie nachziehen, hat die deutsche Staatsangehörigkeit und hält sich gewöhnlich in Deutschland auf.
  • bei Nachzug zu Nicht-Deutschen zusätzlich: Ihr bereits in Deutschland lebendes Familienmitglied hat in Deutschland eine
    • Niederlassungserlaubnis,
    • Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EG oder
    • Aufenthaltserlaubnis und
    • ausreichenden Wohnraum zur Verfügung.
  • Es liegt ein besonderer Härtefall vor, z.B. weil die hier lebenden Familienangehörigen aufgrund von Pflegebedürftigkeit auf Ihre Lebenshilfe angewiesen sind.

Darüber hinaus müssen Sie weitere Voraussetzungen erfüllen. Diese hängen teilweise vom Status des bereits in Deutschland lebenden Familienmitglieds ab. Erkundigen Sie sich direkt bei der zuständigen Stelle.

Achtung: Eine Aufenthaltserlaubnis aus familiären Gründen ist ausgeschlossen, wenn Sie die verwandtschaftliche Beziehung

  • erzwungen haben oder
  • nur für den Nachzug nach Deutschland eingegangen sind.

Der Familiennachzug von anerkannten Asylberechtigten und solchen Ausländern, die einen Schutz nach der Genfer Flüchtlingskonvention haben, beruht auf § 29 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit Satz 1 Aufenthaltsgesetz.

In diesen Fällen kann von der  Voraussetzung der Lebensunterhaltssicherung und dass kein Ausweisungsinteresse besteht (§ 5 Abs. 1 Nr. 1 und 2 AufenthG)  abgesehen werden, wenn eine Person, die internationalen Schutz erhält, innerhalb von drei Monaten nach der Anerkennung einen Antrag auf Familiennachzug stellt.

Die Regelung in § 29 Abs. 2 Satz 2 AufenthG beruht auf der Familienzusammenführungsrichtlinie. Für Ausländer, die einen subsidiären Schutzstatus (§ 25 Absatz 2 Satz 1 zweite Alternative AufenthG) nach dem 17. März 2016 erhalten, wurde diese Regelung zum Familiennachzug für zwei Jahre ausgesetzt.

Welche Unterlagen werden benötigt?
  • Nachweis der Erfüllung der Pass- und Visumpflicht
  • Nachweis des gesicherten Lebensunterhalts
  • Nachweis, dass kein Ausweisungsgrund gegen Sie vorliegt
  • Nachweis, dass Sie die Interessen der Bundesrepublik Deutschland nicht gefährden oder beeinträchtigen
  • bei Nachzug zu Deutschen zusätzlich: Nachweis der deutschen Staatsangehörigkeit und des gewöhnlichen Aufenthalts in Deutschland von der Person, der Sie nachziehen
  • bei Nachzug zu Nicht-Deutschen zusätzlich:
    • Nachweis des Aufenthaltstitels Ihres bereits in Deutschland lebenden Familienmitglieds
    • Nachweis über ausreichenden Wohnraum
  • Nachweis, dass ein besonderer Härtefall vorliegt

Hinweis: Je nachdem, welche weiteren Voraussetzungen Sie erfüllen müssen, kann die zuständige Stelle zusätzliche Unterlagen verlangen.

Welche Gebühren fallen an?

Erteilung: 100 €

 

Verlängerung bis zu 3 Monaten: 96 €

Verlängerung um mehr als 3 Monate: 93 €

Die Ausstellung der Aufenthaltserlaubnis dauert etwa fünf Wochen. Bitte beantragen Sie sie daher rechtzeitig. Anderenfalls kann vorübergehend eine Fiktionsbescheinigung ausgestellt werden. Die Gebühren betragen 13 €.

Was sollte ich sonst noch wissen?

Ausländische Staatsangehörige in familiärer Lebensgemeinschaft mit Deutschen erhalten in den meisten Fällen nach 3 Jahren eine Niederlassungserlaubnis.

Jugendliche ausländische Staatsangehörige, die

  • in Deutschland aufgewachsen oder
  • im Rahmen des Kindernachzugs eingereist sind,

können ebenfalls unter erleichterten Voraussetzungen eine Niederlassungserlaubnis erhalten.

Der Nachzug von Familienmitgliedern von Angehörigen der EU-/EWR-Staaten richtet sich nach dem Freizügigkeitsgesetz/EU. Das bedeutet:

  • Familienmitglieder von Angehörigen der EU-/EWR-Staaten, die selbst einem EU- oder EWR-Staat angehören, können frei einreisen und einer Erwerbstätigkeit nachgehen.
  • Familienmitglieder von Angehörigen der EU-/EWR-Staaten, die selbst keinem EU- oder EWR-Staat angehören, haben ebenfalls ein Einreise- und Aufenthaltsrecht.
Fachlich freigegeben durch

Hessisches Ministerium des Innern und für Sport

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