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Gemeinsame elterliche Sorge bei nicht verheirateten Eltern; Sorgerecht beantragen

Ansprechpartner/in
Fachdienst 51 - Zentrale Jugendhilfedienste Standort anzeigen
Friedrichstraße 36
35037 Marburg
Telefon: 06421 201-1263
Telefax: 06421 201-1595
E-Mail:

Montag: 8:00 - 12:00 Uhr
Dienstag: geschlossen
Mittwoch: geschlossen
Donnerstag: 8:00 - 12:00 Uhr
Freitag: 8:00 - 12:00 Uhr

Sowie nach Vereinbarung!

Der Fachdienst 51 - Zentrale Jugendhilfedienste gehört zum Fachbereich 5 - Kinder, Jugend und Familie
Zu unseren Dienstleistungen und Aufgaben gehören u.a.:
•Beratung und Unterstützung bei der Geltendmachung von Kindesunterhaltsansprüchen
•Beratung und Unterstützung bei der Vaterschaftsfeststellung
•Beurkundung von Unterhaltsansprüchen
•Beurkundung von Vaterschaftsanerkennungen
•Beratung und Beurkundung von Erklärungen für eine gemeinsame elterliche Sorge
•Beistandschaft für die Vaterschaftsfeststellung und die Geltendmachung von Kindesunterhalt
•Amtsvormundschaften
•Unterhaltsvorschussleistungen
•Finanzielle/wirtschaftliche Realisierung von Erziehungshilfen
•Schutz von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen
•Jugendhilfeplanung
•Geschäftsführung für den Jugendhilfeausschuss

Allgemeine Informationen

Sind die Eltern bei der Geburt des Kindes nicht miteinander verheiratet, so steht ihnen seit einer zum 19.05.2013 in Kraft getretenen gesetzlichen Neuregelung die elterliche Sorge gemeinsam zu, wenn sie erklären, dass sie die Sorge gemeinsam übernehmen wollen (sogenannte Sorgeerklärungen), wenn sie einander heiraten oder soweit ihnen das Familiengericht die elterliche Sorge gemeinsam überträgt. Im Übrigen hat die Mutter die elterliche Sorge.

Es sind damit im Wesentlichen die folgenden Fallgestaltungen denkbar, die zu einem gemeinsamen Sorgerecht der nicht miteinander verheirateten Eltern führen:

  • Nach der Geburt des Kindes heiraten die Mutter und der Vater, der seine Vaterschaft zuvor anerkannt hat.
  • Die Mutter und der Vater erklären beim Jugendamt ihr Einverständnis zur gemeinsamen Sorge. Mutter und Vater haben damit das gemeinsame Sorgerecht.
  • Erklärt ein Elternteil sein Einverständnis nicht, kann der andere Elternteil versuchen, beim Jugendamt eine Einigung zu erreichen. Gelingt dies nicht oder hält er diesen Weg nicht für erfolgversprechend, kann er direkt einen Sorgerechtsantrag beim Familiengericht stellen. Dieses entscheidet darüber, ob es bei der Alleinsorge der Mutter bleibt oder ob das Sorgerecht auch auf den Vater mit übertragen wird.

Im letztgenannten Fall ist also die Durchführung eines familiengerichtlichen Verfahrens erforderlich.

Verfahrensablauf

Das familiengerichtliche Verfahren weist einige Besonderheiten auf und findet in einem abgestuften Verfahren statt. In bestimmten Fallkonstellationen kommt ein schriftliches und sehr vereinfachtes Verfahren in Betracht. Hinsichtlich der Einzelheiten wird empfohlen, sich vom Jugendamt und soweit weitergehend erforderlich von einer Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt beraten zu lassen.

An wen muss ich mich wenden?
  • Für Beratung: das Jugendamt, das für den Wohnort des Kindes zuständig ist.
  • Für das gerichtliche Verfahren: in der Regel das Amtsgericht (Familiengericht) am gewöhnlichen Aufenthaltsort des Kindes.

Fachdienst Zentrale Jugendhilfedienste
Friedrichstraße 36, 35037 Marburg, 2. Stock

A - F N.N., Tel.: 201-1472,
G - K Herr Mildenberger, Tel.: 201-1487,
L - R Herr Laub, Tel.: 201-1792,
S - Z Herr Reif, Tel.: 201-1266,

FAX Zentrale Jugendhilfedienste: 201-1595
E-Mail: jugend@marburg-stadt.de

Voraussetzungen
  • die Vaterschaft muss rechtswirksam anerkannt sein
  • die Eltern sind nicht miteinander verheiratet
  • die Mutter hatte bisher das alleinige Sorgerecht
  • die Eltern sind volljährig oder ihre gesetzlichen Vertreter stimmen zu

Hinweis: Mütter und Väter, die mit dem anderen Elternteil nicht verheiratet sind, haben nach dem Achten Buch des Sozialgesetzbuchs (SGB VIII) Anspruch auf Beratung über die Abgabe einer Sorgeerklärung und die Möglichkeit der gerichtlichen Übertragung der gemeinsamen elterlichen Sorge.

Welche Gebühren fallen an?

Für das gerichtliche Verfahren fallen Gerichtsgebühren, bei Einschaltung einer Rechtsanwältin oder eines Rechtsanwalts auch Rechtsanwaltsgebühren an, welche sich nach dem Verfahrenswert richten.

Fachlich freigegeben durch

Hessisches Ministerium der Justiz

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