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Projektgruppe Familie und Armut
Projekte, Beratung, Vernetzung und Veranstaltungen: Die Projektgruppe Familie und Armut will Menschen in Armutslagen in Marburg stärken und unterstützen. Mehr über die Ziele, Aktivitäten und die Beteiligten in der Übersicht.
Gemeinsam handeln - Ziele und Hintergrund
Die Projektgruppe setzt sich dafür ein, die Lebensbedingungen von Menschen in finanzieller Not zu verbessern. Armut ist wissenschaftlich definiert: wer weniger als 60 Prozent des mittleren Haushaltseinkommens zur Verfügung hat, gilt als arm. Armut zeigt sich jedoch in weitaus mehr Bereichen, als nur in der finanziellen Situation. Betroffen sind auch Bereiche wie Bildung, Arbeit und Wohnen. Hier sind neben finanziellen Unterstützungsleistungen auch andere Hilfen und Beratungsangebote sehr wichtig, um allen Menschen Teilhabe zu ermöglichen.
Handlungsfelder und Aktivitäten
Die Projektgruppe setzt sich mit verschiedenen Aktionen und Projekten für mehr Teilhabe ein:
- In den Blick nehmen der Lebenslagen von Kindern bis hin zu älteren Menschen in Marburg
- Entwicklung und Umsetzung von Projekten, um auf erkannte Bedarfe zu reagieren
- Initiieren neuer Angebote, zum Beispiel der Sprechzeiten der Familienkasse und Agentur für Arbeit in der Servicestelle für Soziales
- Organisation von Veranstaltungen wie der Armutskonferenzen und Aktionstage anlässlich des jährlichen Internationalen Tags für die Beseitigung der Armut
- Bewerben und Bekanntmachen der sozialen Leistungen und Unterstützungsangebote der mitwirkenden Institutionen und Träger
- Bereitstellen von Informationsmaterialien, wie zum Beispiel ein Informationsplakat, das einen Überblick über die Familienleistungen bietet. Das Plakat wird unter anderem in Beratungsstellen und Behörden eingesetzt.

© Stefanie Ingwersen, Stadt Marburg
Im September 2025 hat die Projektgruppe "Familie und Armut" zum wiederholten Mal einen Aktionstag "Gemeinsam an einem Tisch" durchgeführt. Ziel dieser regelmäßigen Veranstaltungen ist es, vorhandene soziale Angebote vorzustellen und mit Bürger*innen ins Gespräch zu kommen.
Am 20. Juni 2026 findet ab 14 Uhr der Sommerfest für Allein- und Getrennterziehende vor und im Erwin-Piscator-Haus statt. Die Servicestelle für Soziales ist an diesem Samstagnachmittag geöffnet. Dieser Aktionstag ist eine Veranstaltung im Rahmen der Aktionswoche "Gemeinsam statt Einsam".
Beteiligte Institutionen, Vereine und Träger
Zurzeit arbeiten folgende Institutionen, Vereine und Träger in der Gruppe mit:
Vergangene Veranstaltungen
Die Projektgruppe führte zudem Veranstaltungen durch, die auch die Öffentlichkeit für die Herausforderungen von der "Kinder- bis zur Altersarmut" sensibilisieren sollen:
- 2024 fand die "Zweite Marburger Armutskonferenz" statt. Bei dieser Konferenz standen Themen, wie die "Einkommensungleichheit als Gefahr für die Demokratie" im Fokus. Neben Fachvorträgen wurden in Workshops zahlreiche Strategien und Lösungsansätze zur Armutsbekämpfung erarbeitet. Auf dieser Grundlage folgte im Juli 2025 ein Werkstatt-Tag zur Weiterarbeit. Die Unterlagen der Konferenz stehen als Download zur Verfügung.
- 2022 und 2023 organisierte die Projektgruppe die Aktionstage "Gemeinsam an einem Tisch" am Rudolphsplatz. Bürger*innen, Politik, Verwaltung und Vereine kamen miteinander im Gespräch und es gab verschiedene Aktionen. Unter anderem wurden Angebote und Unterstützungsleistungen zur Armutsbekämpfung vorgestellt.
- 2021 fand die Marburger Armutskonferenz als hybride Veranstaltung mit begleitenden Aktionen statt.
- 2020 veranstaltete die Gruppe den Aktionstag "Gemeinsam handeln gegen Armut“. Verschiedene Aktivitäten fanden statt. Beispielsweise zeigte ein "Gedeckter Tisch" symbolisch, wer bei der Armutsbekämpfung im Marburger Netzwerk mitwirkt.
- 2019 führte die Projektgruppe eine Aktion zum Thema „Ernährung am Existenzminimum“ durch.
- In den Vorjahren gab es verschiedene Aktivitäten der Gruppe. Beispielsweise wurde die Ausstellung "Auf Augenhöhe - Gesichter der Armut" mit einem Begleitprogramm im Rathaus gezeigt.
Ansprechperson
| M. Meier | |
| Amt / Bereich Fachdienst 50 - Soziale Leistungen Stadtverwaltung Friedrichstraße 36 35037 Marburg Telefon: 06421 201-5022 E-Mail: soziales@marburg-stadt.deE-Mail: Monique.Meier@marburg-stadt.de Aufgaben: | |

