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Sozialplanung in Marburg
Die Sozialplanung ist ein wichtiges Instrument der Stadt Marburg, um soziale Gerechtigkeit zu fördern und die Lebensqualität für alle Menschen zu verbessern. Ziel ist es, soziale Herausforderungen frühzeitig zu erkennen, passende Lösungen zu entwickeln und die sozialen Angebote in der Stadt gezielt weiterzuentwickeln.
Was macht die Sozialplanung in Marburg?
Die Sozialplanung sorgt dafür, dass die Stadt Marburg soziale Entwicklungen im Blick behält und rechtzeitig reagieren kann. Sie unterstützt die strategische Ausrichtung in wichtigen kommunalen Bereichen und hilft dabei, die soziale Infrastruktur – also Angebote wie Beratungsstellen, Wohnhilfen oder Begegnungsräume – gezielt auszubauen.
Zu den Handlungsfeldern gehören soziale Aufgabenstellungen, wie die bedarfsgerechte Wohnraumversorgungsplanung, die Weiterentwicklung der Wohnungslosenhilfe, Unterstützung für Menschen mit Behinderungen, der verbesserte Zugang zu Sozialleistungen und Zuschüssen.
Sozialplanung ist ein laufender Prozess, der in vier Schritten abläuft: Zuerst werden Daten zur sozialen Lage in Marburg erhoben und ausgewertet – etwa zu Bevölkerung, Einkommen oder Unterstützungsbedarf. Auf dieser Grundlage entwickelt die Stadt Ziele und konkrete Maßnahmen, zum Beispiel Aktionspläne oder neue Angebote. Diese werden dann gemeinsam mit Fachstellen, sozialen Einrichtungen und Beteiligten vor Ort umgesetzt. Zum Schluss wird geprüft, was erreicht wurde – und ob es Anpassungen braucht. So wird Sozialplanung stetig weiterentwickelt, um die Lebensbedingungen in Marburg gezielt zu verbessern.© Universitätsstadt Marburg
Berichte und Analysen: Grundlage für gutes Handeln
Grundlage der Sozialplanung ist eine regelmäßige Berichterstattung. Berichte und Stellungnahmen sind für Entscheidungsprozesse der kommunalen Sozialpolitik und für die Stadtentwicklung notwendig.
Auf der Basis von Sozialstrukturanalysen und Bedarfserhebungen entstehen Konzepte und neue Angebote wie beispielsweise das "Probewohnen" (Angebot für obdachlose Menschen zur Rückkehr in ein reguläres Mietverhältnis), "Fair Wohnen" (Ombudsstelle für Wohnkonflikte) oder die Servicestelle für Soziales (Anlaufstelle für Fragen zu sozialen Leistungen, Angeboten und Hilfen).
Für die Umsetzung der vielfältigen Aufgaben findet eine enge und kontinuierliche Zusammenarbeit der beteiligten Personen statt.
Teilhabe stärken und verbessern
Ein besonderer Schwerpunkte der Sozialplanung liegt auf der Verbesserung der Teilhabechancen von Menschen mit Behinderungen. In den vergangenen Jahren hat die Stadt Marburg hierzu konkrete Schritte unternommen:
- Im Rahmen der Teilhabeplanung ist 2015 eine erste Bestandsaufnahme erarbeitet worden. Auf deren Grundlage wurde ein Handlungskonzept erstellt und umgesetzt (Aktionsplan 2017 bis 2019).
- 2020 erschien der "Zweite Teilhabebericht", der unter anderem gesetzliche Änderungen, veränderte Strukturen und neue Bedarfe aufzeigt.
- 2022 folgte ein "Zweiter Aktionsplan", dessen Umsetzung in einem Abschlussbericht dokumentiert ist (2022 bis 2024).
Alle Berichte und Pläne zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention finden Sie unter dem Bereich "Teilhabe".
Gemeinsam mit dem Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung (vhw e.V.) wurde eine "Milieustudie" erarbeitet. Diese gibt wichtige Hinweise für eine sozial ausgewogene Stadtentwicklung in Marburg und wurde in der vhw-Schriftenreihe veröffentlicht.
Weitere Aufgabenfelder der Sozialplanung
Sozialplanung ist Netzwerkarbeit. In enger Abstimmung mit anderen Fachbereichen der Stadt sowie mit externen Kooperationspartner*innen leitet die Sozialplanung unter anderem:
- Die Steuerungsgruppe "Kooperative Sozialplanung"
- Die Projektgruppe "Familie und Armut"
- Der fachbereichsübergreifende Arbeitskreis "Städtische Planung"
Diese Zusammenarbeit stellt sicher, dass soziale Themen in Marburg wirkungsvoll und nachhaltig angegangen werden.


