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Bündnis „Städte Sicherer Häfen“
Marburg ist Gründungsmitglied des Bündnisses „Städte Sicherer Häfen“, einer Initiative, die sich für die Aufnahme von in Seenot geratenen Geflüchteten einsetzt. Seit Mai 2021 haben sich 247 Städte in Deutschland diesem Bündnis angeschlossen, um ihrer Verantwortung in der Flüchtlingshilfe gerecht zu werden.
© Patricia Grähling, Stadt Marburg
Menschenwürdiger Umgang mit Geflüchteten
Die Stadt Marburg steht für Menschlichkeit, Offenheit und ein respektvolles Miteinander. Diese Werte sind der Grund, warum Marburg das Bündnis „Städte Sicherer Häfen“ mitbegründet hat. Gemeinsam mit anderen Städten fordert Marburg, dass Geflüchtete in Deutschland auf humane Weise aufgenommen und behandelt werden. Das Bündnis unterstützt die Initiative „Seebrücke“ und bekräftigt den Willen der Kommunen, die humanitäre Katastrophe im Mittelmeer zu beenden und den Geflüchteten eine sichere Ankunft in den Städten zu ermöglichen.
Was ist ein „Sicherer Hafen“?
„Sichere Häfen“ sind Städte und Kommunen, die bereit sind, mehr Geflüchtete aufzunehmen als es durch die offiziellen Verteilungsquoten vorgesehen ist. Damit setzen sie ein deutliches Zeichen gegen die Abschottungspolitik der Bundesregierung. Das Bündnis fordert von diesen Städten, dass sie eigenständig Geflüchtete aufnehmen und versorgen sowie für sichere Bleibeperspektiven sorgen. Eine zentrale Forderung ist, dass diese Städte auch für eine nachhaltige Integration der Menschen sorgen.
Das Bündnis „Städte Sicherer Häfen“
Das Bündnis vernetzt Städte, die sich zu „Sicheren Häfen“ bekennen und fördert den Austausch und die Zusammenarbeit, um eine solidarische Migrationspolitik zu gestalten. Gegründet wurde das Bündnis im Sommer 2019 von 13 Städten, darunter auch Marburg. Es wird von der Landeshauptstadt Potsdam koordiniert und arbeitet eng mit der Initiative „Seebrücke“ zusammen. Gemeinsam setzen sich die Städte für sichere Fluchtwege und einen menschenwürdigen Empfang von Geflüchteten in den Kommunen ein.
Im Jahr 2019 verabschiedeten die Gründungsstädte die Potsdamer Erklärung, die den politischen Willen der aufnehmenden Städte bekräftigt, das Sterben an den europäischen Außengrenzen zu stoppen und die humanitäre Krise im Mittelmeer zu beenden. Marburgs Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies hat zuletzt das zweite Arbeitstreffen des Bündnisses mit 77 Mitgliedsstädten koordiniert und erneuerte die Forderung nach einer verstärkten Unterstützung durch Land und Bund für Geflüchtete.
Einmal im Jahr findet ein Arbeitstreffen aller Mitgliedsstädte aus Deutschland statt. Marburg ist zudem für die hessischen Städte Mitglied der Länderkoordinierungsrunde.
Marburgs Engagement für Geflüchtete
Marburg hat seit Beginn seiner Teilnahme am Bündnis mehrere Veranstaltungen und Initiativen zur Unterstützung von Geflüchteten durchgeführt.
Beim ersten Marburger Stadtgespräch sprachen die Ärztin Ruby Hartbricht und der junge Flüchtling Rostam Nazari über ihre Erfahrungen mit Flucht und Integration. Die Veranstaltung bot einen authentischenEinblick in die Herausforderungen, mit denen Geflüchtete konfrontiert sind.
Darüber hinaus wurde im Februar 2019 die Wanderausstellung „Europa – was machst Du an Deinen Grenzen?“ im Marburger Rathaus gezeigt. Organisiert von Pulse of Europe, Amnesty International, Seebrücke und dem Weltladen Marburg, forderte die Ausstellung ein Ende der Behinderung von Seenotrettung und eine gerechte Verteilung der Geflüchteten innerhalb der EU.
Im Dezember 2020 wurde ein Infoabend mit dem Thema „Corona und Flucht“ veranstaltet. Zusammen mit dem Corona-Hilfe-Netzwerk der Stadtverwaltung und der Freiwilligenagentur Marburg-Biedenkopf wurden die Auswirkungen der Pandemie auf die Situation von Geflüchteten in griechischen Flüchtlingslagern thematisiert.
Ein Aufruf zur Solidarität
Marburg und das Bündnis „Städte Sicherer Häfen“ setzen sich für eine humane Flüchtlingspolitik ein und fordern mehr Verantwortung und Unterstützung von der Bundesregierung. Die Städte, die sich als „Sichere Häfen“ bezeichnen, sind bereit, einen Teil der Last zu übernehmen und Geflüchteten ein Zuhause zu bieten. Sie schaffen nicht nur ein Signal der Solidarität, sondern auch eine konkrete Hilfe für Menschen, die auf der Flucht sind und in Europa Schutz suchen
Ansprechperson
| Michael Müller | |
| Amt / Bereich Fachdienst 09 - Unterstützung kommunaler Gremien Rathaus Markt 1 35037 Marburg Telefon: 06421 201-9174 E-Mail: staedtepartnerschaft@marburg-stadt.deE-Mail: gremien@marburg-stadt.de | |
Dokumente
| Brief OB Spies zu SeaWatch3 (190 kB) |
Links
- Portal Mauerstraße: Integrations- und Nachbarschaftsort
- Integrationsbeauftragte
- Informationen zu Gemeinschaftsunterkünften
- Patenschaftsprojekt: neue Integrationspat*innen gesucht
- Seebrücke Marburg
- Die Mitglieder | Landeshauptstadt PotsdamSichere Häfen e
- Potsdamer Erklärung der „Städte Sicherer Häfen“ | Landeshauptstadt Potsdam