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Neubau für die Erich Kästner-Schule
Es ist der größte Schulneubau in Marburg seit Jahrzehnten: Rund 20 Millionen Euro investiert die Stadt in das Gebäude für die Erich Kästner-Schule in Cappel. Der Ersatzneubau bietet neben Klassenräumen eine Cafeteria und Räume für die Kinderbetreuung.
© Architekturbüro Schmees, Wagner
Neubau für zeitgemäßes Lernen
Zeitgemäße Unterrichtsräume, Platz für Bewegung, ansprechend gestaltete Außenflächen, Räume für Betreuung und eine Mensa – all das vereint der Neubau der Erich Kästner-Schule (EKS) auf einer Nutzungsfläche von 3276 Quadratmetern. Der Neubau ersetzt die abgerissenen Gebäude (B und K). Abriss und Neubau waren nach Untersuchungen wirtschaftlicher als eine Sanierung.
Das Gebäude für die Grund- und Förderschule ist als sogenannter Clusterbau nach dem „Münchner Lernhauskonzept“ gedacht, einem ganzheitlichen Schul- und Raum-Programm. Damit sollen zeitgemäßes Lernen und Bildungserfolg ermöglicht werden.
Einzelne „Lernhäuser“ sind um eine gemeinsame Mitte herum angeordnet, bei der EKS ist das der Eingangsbereich. Die flexible Gebäudestruktur soll auch andere Nutzungen möglich machen. Besonders der Eingangsbereich soll vielfältig nutzbar sein – etwa als Treffpunkt für Schüler*innen und für Veranstaltungen im Stadtteil.
Im Sommer 2023 hatten die Arbeiten mit dem Abriss des Bestandsgebäudes begonnen. Nach Erd- und Betonier-Arbeiten sowie der Errichtung des Rohbau wurde im April 2025 Richtfest gefeiert. Die Fertigstellung ist für das vierte Quartal 2026 geplant.
Passivhaus für mehr Nachhaltigkeit
Gebaut wird ein Stahlbetonskelett mit einer Fassade in Holzbauweise im Passivhausstandard. Verwendet werden nachhaltige Baustoffe. Das neue Schulgebäude besteht aus zwei rechteckigen Gebäuden mit einer zentralen Eingangshalle als Verbindungsstück.
Das südliche Gebäude ist dreigeschossig, das nördliche hat zwei Etagen. Ein Aufzug sorgt für Barrierefreiheit. Der Speiseraum ist großzügig verglast und kann über eine mobile Trennwand auch zur Eingangshalle hin geöffnet werden.
Zum Energiekonzept gehören verschiedene Elemente:
- Photovoltaikanlage
- Gründach
- Fassadenbegrünung
- Lüftungsanalage mit Wärmerückgewinnung und Vorkühlung durch Geothermie
- Geothermie-Anlage zur Heizwärme-Gewinnung und Kühlung im Sommer
- Regenwasser für die WC-Spülung
Teil des Bildungsbauprogramms
Der Neubau ist ein großer Teil im Bildungsbauprogramm BiBaP II. Inklusive der Abrissarbeiten und der Interimslösung für die Schule investiert die Stadt Marburg rund 20 Millionen Euro für den Neubau und die Gestaltung der Außenanlage. Aus einem Landesprogramm bekommt die Stadt bis zu 1,3 Millionen Euro Förderung.
BiBaP II ist die Fortsetzung des Bildungsbauprogramms BiBaP. Dabei hatte die Stadt gemeinsam mit den Schulgemeinden verlässlich, transparent und planbar für alle festgelegt, welche Baumaßnahme wann an welcher Schule umgesetzt wird. Investiert wurden rund 30 Millionen Euro für 29 Maßnahmen an 22 Schulen. BiBaP II wurde 2022 mit mehr als 68 Millionen für 26 verschiedene Baumaßnahmen aufgelegt.
Ansprechperson
| Hendrik Schmidt | |
| FachdienstleitungAmt / Bereich Fachdienst 65 - Hochbau Software-Center Software-Center 1 35037 Marburg Telefon: 06421 201-6500 E-Mail: hochbau@marburg-stadt.deE-Mail: Hendrik.Schmidt@marburg-stadt.de | |
Organisationseinheit
| Fachdienst 65 - Hochbau | |
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