Auch in diesem Jahr hat Stadtrat Henning Köster-Sollwedel den Magistrat der Stadt Marburg vertreten und legte einen Kranz nieder. Begleitet wurde er von Bettina Heiland, Michael Heiny und Harald Maier-Metz von der Marburger Geschichtswerkstatt. Die Geschichtswerkstatt hat Pionierarbeit in der Erforschung des Massakers geleistet.
Köster-Sollwedel legte auch für die Phillips-Universität einen Kranz nieder. Ebenfalls legten die Geschichtswerkstatt, die Stadt Ruhla, die Linke Wartburgkreis und die SPD Erbstromtal einen Kranz nieder. Stefan Hartung, Bürgermeister der Stadt Ruhla, Stadtrat Henning Köster-Sollwedel, Michael Heiny von der Geschichtswerkstatt und Stadtverordneter Professor Hans-Jörg Lessig betonten gemeinsam, dass es wichtiger denn je sei, sich an die verbrecherischen Taten und Traditionen rechtsnationalistischen Gedankenguts zu erinnern, da rechtes Gedankengut wieder erstarke.
„Auch im vergangenen Jahr hat die Stadt Marburg unterschiedliche Akteur*innen gefördert, die die Erinnerungskultur in Marburg weiter gepflegt haben. Dazu gehören beispielsweise die gut besuchten Ausstellungen zur Verfolgung von Homosexuellen im Rathaus im Frühjahr, zu den NS-Euthanasie-Morden im katholischen Begegnungshaus KARE im Spätsommer, zum ‚Circus im Nationalsozialismus – Gleichschaltung, Verfolgung, Widerstand‘ im Haus der Ketzerbachgesellschaft vor einigen Wochen und auch die alljährliche Gedenkstunde des Magistrats anlässlich des Jahrestags der Deportation und Ermordung der Sinti und Roma aus Marburg. Das waren Eckpfeiler des Erinnerns. Und das ist gerade in Zeiten zunehmender rechtspopulistischer Bedrohung wichtiger denn je“, so Henning Köster-Sollwedel.
Michael Heiny ergänzte: „Lasst uns also weiter an die Morde von Mechterstädt erinnern. Die Ermordeten dürfen nicht vergessen werden – und auch nicht die Täter und ihre Antriebe und Ziele. Unsere Gesellschaft braucht die Erinnerung.“
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