Die neue Marburger Stadtschrift ist ab Mitte Februar im Buchhandel erhältlich.© Universitätsstadt Marburg
Der multimedial verknüpfte Band dokumentiert die Jubiläumsfeierlichkeiten der Stadt im Jahr 2024 und feiert die Vielfalt ihrer 25 Stadtteile – auch für die Zukunft. „Das Motto ,Wir alle sind Marburg´, das wir entwickelten, bringt diesen Wunsch zum Ausdruck. Das Jubiläum sollte Kernstadt und Stadtteile enger zusammenbinden“, so Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies.
Wie wird aus vielen Gemeinden eine Stadt? Hervorgegangen aus dem Jubiläum bündelt die Stadtschrift die Ergebnisse einer mit der Stadtbevölkerung der Stadtteile entwickelten Ausstellung. Texte, Fotografien, Dokumente, Videos und Hörbeiträge fügen sich zum facettenreichen zeitgeschichtlichen Panorama, das die Jahre der Reform ebenso beleuchtet wie ihren Nachhall bis heute.
Gebietsreform: Historie und Nachhall bis heute
In einem gemeinsamen Prozess wurden die Ausstellungsthemen mit Bürger*innen aus allen Stadtteilen entwickelt. Marburger*innen teilten persönliche Erinnerungen, stellten Originaldokumente und Objekte zur Verfügung. Ergänzt durch Archivmaterial und wissenschaftliche Recherchen entstand ein Stück kollektives Gedächtnis. Über die Publikation sind alle Hörstücke und Videos digital abrufbar.
Die Arbeit regte zum Nachdenken über die eigene Lebenswelt und lokale Identität an und schuf einen Raum für Austausch und Diskussion über „gutes Leben“ in Marburg. Als Ergebnis bleibt neben der Stadtschrift auch eine Wanderausstellung aus Bannern, Filmen und Audiodeskriptionen. Die jetzige Stadtschrift ist weniger Chronik als ein Experiment im gemeinsamen Erinnern, beschreibt der städtische Fachdienst Kultur, der mit den Bürger*innen und weiteren Fachdiensten das Jubiläum gemeinsam gestaltete.
Zwischen 1969 und 1974 veränderte die Gebietsreform Marburg und die Region grundlegend: Der Landkreis entstand, und Marburg wuchs durch die Eingliederung von 18 Gemeinden zur heutigen Stadt.
Kernstadt und Stadtteile verbinden
Die neue Stadtschrift will erfahrbar machen, welche Auswirkungen diese Umbrüche auf Verwaltung, Finanzen und den Alltag hatten – aber auch auf das Gemeinschaftsgefühl, die Beziehungen zwischen Menschen und Gemeinden sowie auf das Selbstverständnis der Stadt.
So erzählt die Publikation nicht nur Geschichte, sondern zeigt auch, wie Marburg bis heute den Gedanken von „Einheit in Vielfalt“ lebt. Les- und hörbar wird eine Stadt, die aus vielen Stimmen besteht.
Die Stadtschrift mit mehr als 50 Seiten wurde von Grafikerin und Buchgestalterin Lena Zeise gestaltet und ist Dokumentation und Katalog für die Zukunft. Sie erscheint Mitte Februar und wird im Marburger Buchhandel sowie über www.marburg.de/stadtschriften und publikationen@marburg.de für 7,40 Euro und unter der ISBN 978-3-942487-24-5 erhältlich sein.
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