Gruppenfoto mit Fachjury, von links: Sportamtsleiter Björn Backes, Emma Marie Bösser, Stefan Backhaus (Vorsitzender des Sportkreises Marburg-Biedenkopf e.V.), Stadträtin Kirsten Dinnebier, Phebe Kramer, Schulsportkoordinatorin Silke Malkus und Michael Selinka vom Sportskreis Marburg-Biedenkopf.© Universitätsstadt Marburg
„Jedes Jahr würdigt die Stadt Marburg die herausragenden Leistungen junger Sportler*innen mit dem Jugendförderstipendium. Diese Förderung soll den Weg in den Leistungssport ebnen“, sagte Stadträtin Kirsten Dinnebier. Die Stadt Marburg möchte mit dem Stipendium für Chancengleichheit sorgen und den Leistungssport allen jungen Talenten ermöglichen – unabhängig von ihrem sozialen Status. Denn gerade im Spitzensport werden oft entsprechende finanzielle Mittel benötigt, sei es für Ausrüstung, Lehrgänge oder Wettkämpfe.
Das Stipendium im Wert von jeweils 2.000 Euro wird daher einmal jährlich an vielversprechende Nachwuchssportler*innen vergeben. Bewerben können sich Jugendliche im Alter von 10 bis 18 Jahren, die ihren Sport wettkampfmäßig betreiben und Ambitionen haben, in die nationale Spitze vorzustoßen. Die Sportler*innen müssen außerdem in Marburg wohnen oder für einen Marburger Verein starten.
In diesem Jahr haben Emma Marie Bösser und Phebe Kramer die Fachjury mit ihren Bewerbungen überzeugt.
Emma Marie Bösser schwimmt beim VfL 1860 Marburg. Insgesamt hat sie schon 132 Medaillen gewonnen, zum Beispiel bei den Hessischen Jahrgangsmeisterschaften über 50 Meter, 100 Meter oder 200 Meter. Auch die Jahrgangsmeisterschaft über 100 Meter Schmetterlingsschwimmen verbuchte Bösser für sich. Sie belegte darüber hinaus den zweiten Platz bei den Hessenmeisterschaften im 100 Meter Freistilschwimmen. Sie ist Bezirksmeisterin im Bezirk West 2024 und 2025 sowie Jahrgangssiegerin vom Winter Cup in Wetzlar 2024. Bösser gehört seit 2025 dem Kader West sowie seit Oktober dieses Jahres dem Hessenkader an. Ihr sportliches Ziel ist eine erfolgreiche Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften.
Die zweite erfolgreiche Nachwuchssportlerin in diesem Jahr kommt aus dem Basketballsport. Phebe Kramer spielt seit ihrer Kindheit Basketball auf Leistungsniveau. Sie hat beim Basketball-Club Marburg alle Leistungsstufen durchlaufen, von der U12 über die U14-Oberliga bis hin zur U16-Oberliga. Derzeit spielt Kramer in der Regionalligamannschaft des BC Marburg sowie in der 2. Bundesliga in Grünberg. Bei den Bundesjugendspielen in Heidelberg, an denen mehr als 130 Athletinnen teilgenommen haben, wurde Phebe Kramer für die U16-Nationalmannschaft nominiert. Sie wurde nach zwei erfolgreichen Lehrgängen des Deutschen Basketball-Bundes Ende 2024 in die Top-25 Kaderliste der U16-Nationalmannschaft aufgenommen.
Kramers sportliche Ziele für die nächsten Jahre sind die stetige Weiterentwicklung als Leistungsträgerin in der Regionalliga und der 2. Bundesliga. Sie möchte weiterhin an nationalen und internationalen Turnieren teilnehmen und irgendwann einmal den Einstieg in den professionellen Damenbasketball, in die 1. Bundesliga, schaffen.
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