Der „Zauber-Matsch“ war eines der fünf Experimente, die die Kita-Kinder begeisterten.© Stefanie Ingwersen, Stadt Marburg
Kleine Hände kneten Matsch und lassen ihn zwischen den Fingern heruntertropfen. Eigentlich kein außergewöhnliches Spiel in einer Kita. Doch der Matsch ist kein Sand-Wasser-Gemisch auf dem Spielplatz, sondern besteht aus Maisstärke und Wasser. Lebensmittelfarbe hat ihn rosa und gelbgrün eingefärbt. Das Besondere: Er kann zugleich flüssig und hart sein.
Dieser „Zauber-Matsch“ ist eines der fünf Experimente, die das Chemikum Marburg in die Kindertagesstätten Höhenweg in Marbach und Friedrich-Fröbel-Straße in Michelbach mitgebracht hat. So hatte sich beispielsweise der Bewegungsraum in ein Labor verwandelt, das die Kinder neugierig und gespannt in Kleingruppen betraten. An jeder Station erklärte und unterstützte ein*e Mitarbeiter*in des Chemikums oder des Pharmaunternehmens GlaxoSmithKline (GSK) im Rahmen des „Together Day“.
Laborkittel und Luftballons
Anfassen erlaubt: Der „Schaum-Vulkan“ bildete herausquellende Bläschen.© Stefanie Ingwersen, Stadt MarburgDoch zunächst erhielten die kleinen Forscher*innen einen weißen Laborkittel und schon ging es los. An einer Station ließ einer der Gäste Trockeneis in einem Erlenmeyerkolben mit Wasser fallen. Zunächst stieg Wasserdampf auf, der an Nebel erinnerte. Nachdem noch ein paar Tropfen Spülmittel hineingeträufelt wurden, bildeten sich zahlreiche Bläschen, die herausquollen. Die Kinder staunten und beobachteten den Schaum-Vulkan fasziniert.
An einer anderen Station hielten sich Kinder Luftballons an die Ohren und lauschten konzentriert. „Es rauscht ganz laut“, stellte eines der Kinder fest. Zuvor hatten sie einige Löffel Backpulver und ein paar Spritzer „Zauber-Wasser“ in den Luftballon gegeben, der sich danach auf wundersame Weise von allein aufzupusten schien. Das freigesetzte Kohlendioxidgas strömte in den Luftballon und ließ ihn – den „Zauber-Fisch“ – auf diese Art wachsen.
„Echte Wissenschaft“
Mit Pinzetten fischten die Kita-Kinder aus dem Wasser „Glibberwürmer“, die sie später in Schraubgläsern mit nachhause nahmen.© Stefanie Ingwersen, Stadt MarburgDen „Zauber-Fisch“ durften die Kinder als Erinnerung mit nachhause nehmen – ebenso wabbelige Glibberwürmer. Die stellten sie aus Alginat und Lebensmittelfarbe her. Die Mixtur spritzten sie in das Wasser in einer Schale. Mit Pinzetten sammelten sie die so entstandenen Würmer aus dem Wasser und verstauten sie in kleinen Schraubbehältern. „Das ist echte Wissenschaft!“, stellte ein Junge anerkennend fest. „Das macht richtig Spaß“, ergänzte ein Mädchen.
Auch die bunt gefärbten Filterpapiere haben die jungen Forscher*innen mit nachhause genommen. Wasser hatte die Filzstift-Zeichnungen der Kinder ineinanderlaufen lassen. Und aus Schwarz flossen gleich mehrere Farben hinaus. Die Begeisterung war groß. Eines der Kinder bot daher den Gästen fröhlich an: „Morgen könnt ihr gern wiederkommen!“
Zum Hintergrund
Das Chemikum Marburg ist eine MINT-Bildungseinrichtung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit dem Schwerpunkt Chemie. MINT ist ein Kurzwort, gebildet aus den Anfangsbuchstaben der Wörter Mathematik, Naturwissenschaften, Informatik und Technik. Das Mitmachlabor ergänzt das schulische Angebot und das Angebot von Kitas mit dem Ziel, Raum für das Erwerben naturwissenschaftlicher Grundkompetenzen zu bieten.
Die Kita Höhenweg besucht das Chemikum jedes Jahr mit den jeweiligen Vorschulkindern und auch die Kita Friedrich-Fröbel-Straße pflegt seit mehreren Jahren Kontakt zum Chemikum. Der Besuch in den Kitas war im Zusammenhang mit dem „TogetherDay“ und dem Angebot des Chemikums zustande gekommen. Der „TogetherDay“ gehört zur Unternehmenskultur von GSK. Einmal pro Jahr engagieren sich die Beschäftigten zum „Tag der Hilfsbereitschaft“ ehrenamtlich.
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