Die offenen Bewegungsangebote in verschiedenen Stadtteilen werden besonders gut von den Marburger*innen genutzt. Hier kann unverbindlich, kostenlos und ohne Anmeldung mitgemacht werden. © Simone Batz, Stadt Marburg
Der Startschuss für KOMBINE in Marburg fiel vor fünf Jahren. Im Oktober 2020 nahm die Koordinationsstelle der „KOMmunalen Bewegungsförderung zur Implementierung der Nationalen Empfehlungen“ ihre Arbeit auf und entwickelte sich zu einer wichtigen Säule der Gesundheits- und Bewegungsförderung in der Universitätsstadt. „Ziel von KOMBINE ist es, allen Menschen – unabhängig von Alter, Herkunft oder sozialer Lage - niedrigschwellige Zugänge zu Bewegung zu ermöglichen. Denn nachweislich bestimmen auch heute noch diese Faktoren die Gesundheit und die Lebensdauer von Menschen“, sagt Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies.
Der Fokus von KOMBINE liegt besonders auf den Stadtteilen Richtsberg, Waldtal und Stadtwald. „Bewegung dort schaffen, wo viele Menschen leben – das ist der Kern von KOMBINE“, erklärt Stadträtin und Sportdezernentin Kirsten Dinnebier.
Angebote, die gut ankommen
Nach fünf Jahren KOMBINE in Marburg zieht die Stadt nun Bilanz. Und die Zahlen sprechen für sich: Rund 75.000 Teilnahmen wurden in fünf Jahren verzeichnet. Besonders erfolgreich sind:
- Die offenen Bewegungsangebote – kostenlos, ohne Anmeldung, einfach loslegen.
- Der Bewegungsbus, der seit 2021 in die Stadtteile fährt und zu einem Markenzeichen geworden ist.
- Die Open Sundays, die regelmäßig Sporthalle und Stadtteil füreinander öffnen und Bewegung auch im Winter und als Ergänzung zu Angeboten und in Kooperation mit den Sportvereinen ermöglichen.
- Der Kinder- und Familientriathlon, der seit 2022 stetig wächst und inzwischen mehr 250 Teilnehmende zählt.
- Die Schwimmoffensive, durch die seit 2022 mehr als 500 Kinder schwimmen gelernt haben.
- Bewegungspatenschaften für ältere Menschen, mit mehr als 60 entstandenen Tandems.
- Sportprojekte für Kinder, Jugendliche und Familien, darunter Boxen, Radfahrkurse, Eislaufen oder Fußballturniere.
Neben diesen Angeboten wurden viele Aktionen, Stadtteilfeste, Ferienprogramme und Vereinskooperationen unterstützt.
Starke Netzwerke – starke Wirkung
KOMBINE lebt von Kooperationen. Die Zusammenarbeit mit Universität, Vereinen, städtischen Fachdiensten, Gemeinwesenarbeit und Landeseinrichtungen hat ein tragfähiges Netzwerk geschaffen. Auch überregional ist Marburg aufgrund von KOMBINE sichtbar – bei bundesweiten Fachkongressen, Symposien und Veranstaltungen.
Die wissenschaftliche Begleitung durch die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg lieferte zusätzlich wichtige Impulse für Qualität und Weiterentwicklung.
Die Ergebnisse zeigen: KOMBINE verbessert die gesundheitliche Chancengleichheit in der Stadt deutlich. Angebote finden dort statt, wo Zugangshürden besonders hoch sind – niedrigschwellig, kostenfrei und nah am Alltag der Menschen. So gibt es regelmäßige offene und inklusive Angebote im direkten Wohnumfeld. „KOMBINE zeigt, wie kommunale Gesundheitsförderung wirken kann: nah am Menschen, dauerhaft, inklusiv. Diese Investition stärkt die Lebensqualität aller Marburger*innen“, so Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies.
Finanziert wurde KOMBINE durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im Auftrag und mit Mitteln der gesetzlichen Krankenkassen.
Aktuelle Informationen zu Angeboten von KOMBINE stehen online auf der städtischen Homepage bereit: www.marburg.de/kombine.
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