Der zweigeschossige Modulbau an der Grundschule Michelbach beinhaltet einen multifunktional genutzten Unterrichtsraum und den Gemeinschaftsraum für das Kollegium.© Lena-Johanna Schmidt, Stadt Marburg
Einen Unterrichtsraum im Erdgeschoss und einen Gemeinschaftsraum für das Kollegium im Obergeschoss beinhaltet der neue Modulbau an der Grundschule Michelbach. Durch den Umzug der Lehrer*innen in den Gemeinschaftsraum im neuen Gebäude werden im bestehenden Schulgebäude ein weiterer Unterrichtsraum und mehr Platz für das Mittagessen geschaffen.
„Gute Schule braucht gute Räume – Räume, in denen Kinder sich wohlfühlen, Lehrkräfte gut arbeiten können und Gemeinschaft gelebt wird“, sagte Bürgermeisterin und Schuldezernentin Nadine Bernshausen bei der feierlichen Einweihung des neuen Gebäudes.
Die Module mit einer Bruttogrundfläche von circa 120 Quadratmeter wurden bereits im Sommer 2025 aufgestellt. Die Schüler*innen sind bereits eingezogen und werden in den neuen Räumen unterrichtet. In der Garten-AG haben die Kinder sich in die Gestaltung der Außenanlagen eingebracht. Zur offiziellen Übergabe des neuen Gebäudes bedankten sich die Schüler*innen mit dem einstudierten Lied „Schule ist mehr“.
„Der Modulbau bringt nicht nur mehr Platz, sondern auch mehr Qualität in den Schulalltag: Die Räume sind hell, das Klima ist angenehm – und sie laden dazu ein, sich gern dort aufzuhalten und gemeinsam Zeit zu verbringen“, hob Bernshausen hervor.
Das Gebäude ist in nachhaltiger Holzmodulbauweise mit FSC-zertifizierten Baustoffen, Holzfaserdämmung, heimischer Lärchenfassade und Linoleumboden gebaut worden. Der Bau ist mit einem Gründach und einer Photovoltaikanlage ausgestattet und bleibt dauerhaft am Standort.
Bürgermeisterin Nadine Bernshausen (vorne l.) und Stadtrat Dr. Michael Kopatz (vorne r.) im neuen Lehrer*innenzimmer bei der Übergabe des neuen Modulbaus an die Schulgemeinde der Grundschule Michelbach, vertreten durch Schulleiterin Gwen Dunker (Mitte).© Lena-Johanna Schmidt, Stadt Marburg„Ich habe mich sehr für die Holzbauweise eingesetzt, weil ich davon überzeugt bin, dass die Schülerinnen und Schüler von der besseren Lernatmosphäre profitieren. Auch von Außen, ist so ein Gebäude angenehmer als Stahlcontainer. Die Modulbauten an den Schulen zeigen, dass es möglich ist, funktionale Lernräume zu schaffen – in Verbindung mit Klimaschutz und hochwertiger Architektur“, betonte Stadtrat Dr. Michael Kopatz. Schulleiterin Gwen Dunker fügte hinzu: „Die Räume sind ein Bekenntnis zur modernen Schule. Man sagt, dass Räume, in denen man sich aufhält, prägen – ich denke, dass uns diesbezüglich im neuen Gebäude gute Zeiten bevorstehen.“
An der Grundschule Elnhausen ist ebenfalls ein Holzmodulbau errichtet worden. Die Module werden nach der geplanten Standzeit an die bestehenden Module in Michelbach angebunden. Somit wird das Gebäude in Zukunft durch eine Garderobe und einen Differenzierungsraum ergänzt. Die Fundamente und die Außenanlage in Michelbach sind bereits entsprechend dafür vorgesehen.
Die Kosten für das Gebäude belaufen sich auf rund 545.000 Euro brutto. Die Kosten der Außenanlage sind in der Summe noch nicht enthalten. Für den Bau ist eine Förderung von 413.250 Euro aus dem Investitionsprogramm Ganztagsausbau beantragt.
Hintergrund:
Bei einem Modulbau handelt es sich um eine moderne, zeitsparende Bauweise, bei der komplette, dreidimensionale Raumeinheiten (Module) in einer Fabrik vorgefertigt werden. Diese Module werden dann auf der Baustelle zu einem fertigen Gebäude zusammengesetzt. Weitere Informationen zu den Modulbauten für Marburger Schulen gibt es unter www.marburg.de/modulbauten.
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