Die Bezirke Grassenberg, Hansenhaus, Südbahnhof, Lahnberge, Ortenberg, Nordviertel und Altstadt IV (Ketzerbach) sind bislang durch keinen Ortsbeirat vertreten. Die von der Stadt durchgeführte Befragung zeigt nun, dass die Mehrheit derjenigen, die an der Abstimmung teilgenommen haben, einen Ortsbeirat wünschen. Entsprechend bereitet der Magistrat nun eine Änderung der Hauptsatzung der Stadt Marburg vor.
Insgesamt wurden 15.874 Personen angeschrieben und eingeladen, an der Befragung teilzunehmen. 588 Briefe konnten nicht zugestellt werden – dementsprechend hatten 15.286 Marburger*innen die Möglichkeit, ihre Meinung zu äußern. Mitgemacht haben 2.938 Marburger*innen – also rund 19,22 Prozent. Mit „Ja“ gestimmt haben dabei 2.186 Menschen, also 74,4 Prozent. Mit „Nein“ haben 738 Personen gestimmt – also 25,12 Prozent. In allen Bezirken haben mindestens zwei Drittel der Teilnehmenden zugestimmt.
Die Mehrheit der Stadtverordneten hatte im Vorfeld festgelegt, dass es kein Quorum gibt, das erreicht werden muss, damit die Befragung Gültigkeit hat. Ebenso wurde festgelegt, dass entweder alle befragten Gebiete eine Vertretung in einem bestehenden oder neuen Ortsbeirat bekommen oder gar keines. Im Vorfeld war ein Quorum vorgeschlagen worden, das aber nicht übernommen wurde – es wäre mit der Beteiligung an der Abstimmung auch nicht erreicht worden.
„Der Magistrat übernimmt nun wie zugesagt die Ergebnisse des Prozesses und bereitet die Änderung der Hauptsatzung vor. Demokratie und Beteiligung haben für mich und die Stadt Marburg einen hohen Stellenwert“, erklärt Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies zum Ergebnis der Befragung. „Ich freue mich, wenn alle Bürger*innen damit zusätzlich die Möglichkeit haben, ihre Interessen auch über einen Ortsbeirat zu diskutieren.“ Stimmt die Stadtverordnetenversammlung der Änderung der Hauptsatzung zu, werden mit der Kommunalwahl am 15. März 2026 auch in den befragten Stadtteilen Ortsbeiratswahlen stattfinden.
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