Rund 40 Kinder aus zwei Gruppen der ehemaligen Kita Goldberg brauchen dringend einen Ort, an dem sie ausreichend Platz zum Spielen, Lernen, Essen und Ausruhen haben. Bislang wurden sie ab 2019 zunächst im alten Rathaus in Cappel betreut, einem städtischen Gebäude am August-Bebel-Platz. Aufgrund verschiedener Mängel folgte der Umzug in die frühere Kita Am Teich. Doch im Teichweg 12 ist es sehr beengt, sodass eine schnellstmögliche andere Übergangslösung notwendig ist: ein vorübergehender Modulbau (Interimsbau).
Standort ist auf dem Bolzplatz in Cappel. Das Gelände erstreckt sich entlang der Moischter Straße zwischen Reinhardswaldstraße und Burgwaldstraße. Es ist geplant, dass auf dieser städtischen Fläche ein sechs-gruppiger Kita-Neubau entsteht. Damit soll der Bedarf an Betreuungsplätzen in Marburgs südlichem Stadtteil dauerhaft gedeckt werden.
Bis der Neubau für die ehemalige Kita Goldberg fertiggestellt ist, soll es den Interimsbau für die beiden Kita-Gruppen geben – so hat es der Magistrat beschlossen. „Besonders vorteilhaft ist, dass die Stahl-Module des Interimsbaus abgebaut und an anderer Stelle für anderweitige Nutzung wieder aufgebaut werden können, sobald der Neubau bezugsfertig ist“, sagt Stadtrat Dr. Michael Kopatz. Die Gesamtkosten für den Interimsbau belaufen sich auf rund 1.700.000 Euro.
Die Grafik zeigt die Ansicht auf den Interimsbau von Südwesten und Nordosten.© Grafik: Oliver Mülders und Kai Heyd, Stadt Marburg
Zugtest, Erdarbeiten, Schraubfundamente
Die ersten (Vor-)Arbeiten für den Interimsbau sind bereits gestartet. So fand ein sogenannter Zugtest statt, um einen statischen Nachweis über die Standsicherheit des zukünftigen Gebäudes zu erstellen. Demnächst
Die Grafik zeigt die Außenanlage mit dem geplanten Interimsbau auf dem Grundstück an der Reinhardswaldstraße.© Grafik: Oliver Mülders und Kai Heyd, Stadt Marburgfolgen erste Erdarbeiten mit Bagger und LKW. Dabei werden Schotterpolster als Unterbau für Winkelsteine erstellt, die später eingesetzt werden.
Voraussichtlich bis Mitte September werden die Schraubfundamente eingebracht, die später nach dem Abbau der Module wieder ausgebaut werden sollen. Nach Möglichkeit sollen die Schraubfundamente beim Wiederaufbau der Module erneut verwendet werden, sofern die Bodenbeschaffenheit des neuen Baugrundstücks das zulässt.
Für das vierte Jahresquartal ist das Aufstellen der Module auf dem Gelände in Cappel geplant. Darauf kann der Innenausbau folgen. Parallel zum Innenausbau werden die Außenanlagen erstellt. Dazu gehören unter anderem Zugang, Fluchtweg, Aufenthalts- und Spielflächen sowie Stellplätze für Kraftfahrzeuge und Fahrräder.
Das Interim mit den Außen-Maßen von 26 mal 15 Metern könnte gemäß der Planung bei reibungslosem Bauablauf gegen Ende des Jahres fertiggestellt sein. Da aber alle Arbeiten witterungsabhängig sind, kann lediglich eine Prognose gestellt werden, wann mit der Fertigstellung zu rechnen ist.
Während der Arbeiten an dem Interim sowie dem darauffolgenden Neubau des Kita-Gebäudes kann der Bolzplatz eingeschränkt weitergenutzt werden. Wenn der Neubau fertig und das Interim wieder abgebaut ist, haben sowohl Kita als auch Bolzplatz ausreichend Platz. Das Grundstück ist groß genug.
Weitere Informationen zu dem geplanten Neubau gibt es unter www.marburg.de/kita-reinhardswaldstrasse.
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