Deshalb hat die Universitätsstadt Marburg neue Richtlinien erarbeitet für die Auszeichnung von Sportler*innen und den Menschen, die sich um die Förderung des Sports verdient machen.
Bisher gab es in Marburg eine alljährliche Sportlerehrung, die für die Stadt einen hohen Stellenwert hatte. Hier wurden die erfolgreichen Sportler*innen, Mannschaften und Funktionäre gewürdigt. „Aber die Wünsche und Bedürfnisse ändern sich. Das Format der bisherigen Sportlerehrung hatte eine sinkende Resonanz. Und weil es um die Wünsche und Bedürfnisse der Geehrten geht, haben wir die Marburger Sportvereine gefragt, wie sie sich eine Ehrung ihrer verdienten Sportler*innen und ihrer engagierten Mitglieder wünschen“, sagt Sportdezernentin und Stadträtin Kirsten Dinnebier.
Das Ergebnis von Umfragen und Gesprächen: Die Kriterien, nach denen Sportler*innen und verdiente Unterstützer*innen geehrt werden, wurden an die heutigen Gegebenheiten der Sportwelt angepasst – und die Ehrungen werden individueller verliehen.
Das ist neu in den Ehrungsrichtlinien:
Bislang war in den Ehrungsrichtlinien sehr genau festgelegt, welche Kriterien für eine Ehrung erfüllt sein müssen. Beispielsweise gab es eine Ehrung für einen Sieg bei Deutschen Meisterschaften in der jeweiligen Sportart. Das kann dazu führen, dass es bei Randsportarten einfacher ist, einen Sieg bei einer Meisterschaft zu holen als bei Sportarten, die mehr Menschen betreiben. Andererseits ist es auch oft so, dass es für Randsportarten keine einheitlichen Meisterschaften oder eine Liga gibt. Entsprechend war es durch die bisherigen Richtlinien dann nicht oder nur selten möglich, hier Sportler*innen zu ehren.
„In den neuen Richtlinien legen wir nun keine genauen Kriterien mehr fest, sondern Mindestanforderungen“, erklärt Stadträtin Kirsten Dinnebier. Sind diese Mindestanforderungen erfüllt, kann bei der Stadt ein Ehrungsvorschlag eingereicht werden. Über diesen Vorschlag entscheidet dann die Stadt Marburg – unter Berücksichtigung von Rahmenbedingungen der jeweiligen Sportart. „Wir wollen die Gegebenheiten der heutigen Sportwelt besser berücksichtigen“, so Dinnebier. Sportart aber beispielsweise auch das Alter der Geehrten sollen dabei einfließen. „Insgesamt wollen wir eine fairere Vergabe der Ehrungen, die eine Auszeichnung für besondere Leistungen ist“, sagt die Stadträtin.
Individuelle Ehrungen für die Sportler*innen
Die Stadt Marburg wird keinen zentralen Ehrungsabend für die Sportler*innen mehr ausrichten. Aufgrund der Rückmeldung aus den Vereinen werden nun individuellere Ehrungen geplant. Der Fachdienst Sport und Bewegung entscheidet – in Absprache mit den Antragsteller*innen – in welchem Rahmen und wann eine Ehrung stattfindet. So können passende Veranstaltungen zu den Geehrten oder der Sportart genutzt oder organisiert werden, um die ausgezeichneten Sportler*innen bestmöglich und in ihrem sportlichen Umfeld zu würdigen.
Die aktuellen Ehrungsrichtlinien für den Sport finden sich auf: Richtlinien für die Auszeichnung von Sportlerinnen und Sportlern und Personen, die sich um die Förderung des Sports in der Universitätsstadt Marburg verdient gemacht haben | Stadt Marburg.
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