Die Konrektorinnen Laura Fey (6.v.r.) und Christine Oelmann (5.v.r.) nehmen gemeinsam mit Harald Kircher (8.v.r) von der Bildungsstätte am Richtsberg den Schlüssel für das Gebäude entgegen. Mit dabei: Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (4.v.r), Stadtrat Dr. Michael Kopatz (2.v.l.), Bürgermeisterin Nadine Bernshausen (4.v.l.), Ortsvorsteherin Erika Lotz-Halilovic sowie Stadtverordnete, Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung und des Schulkollegiums.© Stefanie Ingwersen, Stadt Marburg
„Bildung zu fördern und Orte zu schaffen, an denen gut gelernt und gelehrt werden kann, ist eine unserer wichtigsten Aufgaben. Gerade in der heutigen Zeit wird Bildung immer bedeutsamer. Wir freuen uns daher, dass der neue Modulbau für die Schüler*innen und das Lehrpersonal der Astrid-Lindgren-Schule nicht nur mehr Räume, sondern auch Gestaltungsmöglichkeiten bietet und sie das Gebäude nun mit Leben füllen können“, sagte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies während der Eröffnungsfeier des neuen Modulbaus an der Astrid-Lindgren-Schule (ALS) am Marburger Richtsberg. „Die ALS war schon immer Vorreiter und lebt Konzepte vor, bei denen das Kind stets im Zentrum steht“, so Spies.
Die multifunktionale Mitte verbindet die Klassenräume im neuen Modulbau.© Stefanie Ingwersen, Stadt Marburg
Der neue Modulbau erweitert die Bestandsgebäude der ALS. Er bietet Lehrkräften und Schüler*innen acht Unterrichtsräume, fünf Differenzierungs-/Teamräume und zwei Bewegungsräume. Verbunden sind die Räume durch zwei gemeinsame Bereiche in der Mitte mit angeschlossenen Multifunktionsbereichen. Das Gebäude hat eine Bruttogrundrissfläche von rund 2.500 Quadratmetern und erstreckt sich über drei Geschosse. Es handelt sich um eine Hybridbauweise aus Stahlrahmen mit einer Ausfachung aus Holz und Holzwerkstoffen. Der Modulbau ist durch eine rollstuhlgerechte Anbindung an den oberen Schulhof der ALS angeschlossen. Der Innenbereich ist durch einen Aufzug sowie eine rollstuhlgerechte Sanitäreinheit ebenfalls barrierearm gestaltet. Die Gesamtkosten für das Bauprojekt liegen bei 10,5 Millionen Euro. Dabei stammen 2 Millionen Euro aus Fördermitteln des Landesprogramms der Hessenkassen.
„An unsere Schulzeit erinnern wir uns ein Leben lang. Ein großer Teil der Kindheit spielt sich an der Schule ab. Freundschaften entstehen, die Kinder wachsen und lernen in dieser Gemeinschaft“, sagte Bürgermeisterin Nadine Bernshausen und hob die Wichtigkeit eines guten Lernumfelds hervor. Der Neubau mit Sichtachsen nach Vorbild des Münchner Lernhaus-Modells garantiere gute bauliche Voraussetzungen fürs Leben und Lernen im schulischen Miteinander, betonte die Schuldezernentin.
Das Gründach des Modulbaus der Astrid-Lindgren-Schule verfügt auch über PV-Anlagen, die das Gebäude mit Strom versorgen.© Stefanie Ingwersen, Stadt Marburg
„Auch bei diesem Bauprojekt wurden moderne Klimastandards bedacht“, sagte Stadtrat Dr. Michael Kopatz. So verfügt das Gebäude beispielsweise über ein Gründach. „Das Gründach speichert Regenwasser im Substrat und ermöglicht so eine passive Klimatisierung des Gebäudes durch Verdunstungskälte. Zudem versorgen PV-Module die Haustechnik mit Strom“, erklärte Kopatz weiter. Die Gebäudewärme wird über eine invertergeregelte Luft/Wasser-Wärmepumpe erzeugt, die an die PV-Anlage angeschlossen ist. Invertergeregelt bedeutet, dass die Anlage die Leistung stufenlos und mit größtmöglicher Effizienz auf die gewünschte Temperatur für Heizung und Warmwasser regeln kann. „Ich bin stolz auf meine Leute im Hochbau und vor allem auf die Geschwindigkeit, in der das Gebäude errichtet wurde. 2023 haben wir mit den Planungen begonnen und bereits zwei Jahre später ist es fertig. Das ist eine wahnsinnige Leistung. Dafür möchte ich allen Beteiligten danken“, so Kopatz.
Auch die Konrektorinnen der ALS, Christine Oelmann und Laura Fey, haben sich gemeinsam mit Harald Kircher, Leiter der Bildungsstätte am Richtsberg, für die gute Zusammenarbeit bedankt. Ebenso betonte die Ortsvorsteherin Erika Lotz-Halilovic den Nutzen des Gebäudes für den Stadtteil Richtsberg.
In der neuen Cafeteria nehmen die Grundschüler*innen ihr Mittagessen ein.© Stefanie Ingwersen, Stadt Marburg
Den Modulbau hatte der Magistrat beschlossen aufgrund veränderter Bedarfe durch steigende Schüler*innenzahlen und der Ganztagsschulentwicklung der ALS. Darüber hinaus wird eine Mensa für die gesamte ALS errichtet, um die Verpflegung der Kinder und Unterrichtenden sicherzustellen. Denn mittelfristig ist mit Blick auf die Prognosen steigender Schüler*innenzahlen mit insgesamt etwa 400 Mittagessen im Rahmen eines gemeinsamen, verbindlichen Ganztags von ALS und Bildungsstätte Am Richtsberg auszugehen. Um die Mittagsversorgung für die Grundschüler*innen nachhaltig zu sichern, wurde der Bedarf zur Einrichtung einer Küche sowie einer Cafeteria zur Versorgung von 400 Kindern an der Astrid-Lindgren-Schule daher durch den Magistrat ebenfalls anerkannt.
„Das Gebäude finden wir schön. Es macht Spaß hier. Besonders gefällt uns die Cafeteria. Da gibt es Essen und man kann sich Wasser holen. Sogar mit und ohne Sprudel“, berichteten die Schüler*innen von ihren ersten Erfahrungen im Gebäude.
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