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Bündnis für eine Soziale Stadt Hessen
Das „Bündnis für eine Soziale Stadt Hessen“ setzt sich für den sozialen Zusammenhalt in benachteiligten Stadtquartieren ein. Marburg spielt als Universitätsstadt eine zentrale Rolle. Mehr über Ziele und das Engagement für soziale Gerechtigkeit.
Entstehungsgeschichte und Hintergrund
Das „Bündnis für eine Soziale Stadt Hessen“ ist ein Zusammenschluss aus zahlreichen Kommunen, Trägern der Wohlfahrtspflege, Unternehmen der Wohnungswirtschaft und Verbänden. Gemeinsam setzen sie sich dafür ein, den sozialen Zusammenhalt in den hessischen Städten und Gemeinden zu stärken – mit besonderem Fokus auf benachteiligte Quartiere. Denn dort sind die Auswirkungen von
- hoher Arbeitslosigkeit
- ungleichen Bildungschancen
- sozialer Benachteiligung
- demografischer Entwicklung sowie
- Zuwanderung besonders spürbar.
Mit dem Städtebauförderungsprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ (ehemals „Soziale Stadt“) unterstützen Bund und Länder seit 1999 Städte und Gemeinden bei der Aufwertung von Stadtteilen und Quartieren mit besonderem Entwicklungsbedarf. Dazu gehören Investitionen in Wohnumfeld, öffentliche Einrichtungen, aber auch Grünanlagen und Plätze, um die Lebensqualität und die Teilhabe- und Integrationschancen der Bewohner*innen zu verbessern.
Angesichts sinkender Bundesmittel für das Programm „Soziale Stadt“ riefen verschiedene Verbände zur Gründung eines Bündnisses für die Förderung sozialer Stadtentwicklung auf. So entstand im Mai 2011 in Marburg das „Bündnis für eine Soziale Stadt in Hessen“.
Ideen und Ziele des Bündnisses
Strukturschwache Stadtteile brauchen eine zuverlässige, kontinuierliche und abgestimmte Förderung, die nicht alleine aus kommunalen Mitteln finanziert werden kann. Gerade in benachteiligten Quartieren übernehmen die Kommunen zentrale gesamtgesellschaftliche Aufgaben insbesondere bei der Integration zugewanderter Menschen und bei der Unterstützung von Menschen in prekären Lebensverhältnissen. Das Bündnis steht deshalb regelmäßig im Austausch mit den zuständigen Ministerien des Landes Hessen.
Ziel ist es, aus den kommunalen Erfahrungen hinsichtlich bestehender Problemlagen in benachteiligten Quartieren und den daraus resultierenden relevanten Themen Strategien zu entwickeln, die Teilhabe und sozialen Ausgleich ermöglichen.
Es ist besonders wichtig, den Dialog zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen zu fördern und Aktivitäten zu entwickeln, die benachteiligte Menschen und Stadtteile gezielt unterstützen. Das Bündnis setzt auf Kooperation und partnerschaftliches Engagement, um vor Ort Lösungen zu erarbeiten, von denen die Menschen direkt profitieren.
Um für gleichwertige Lebensverhältnisse im gesamten Bundesland zu sorgen, sind das Engagement und die finanzielle Unterstützung der Kommunen durch das Land Hessen zwingend erforderlich.
Die Rolle der Universitätsstadt
Als Universitätsstadt bringt Marburg wertvolle Erfahrungen und Perspektiven in das Bündnis ein. Mit ihrer vielfältigen, internationalen Studierendenschaft und ihrer langen Tradition des sozialen Engagements, insbesondere in der Gemeinwesenarbeit, ist die Stadt ein wichtiger Akteur. Die Universitätsstadt Marburg koordiniert die Arbeit des Bündnisses, dessen Sprecherin Marburgs Bürgermeisterin Nadine Bernshausen ist.
Seit 2014 werden in Marburg Projekte im Programm „Sozialer Zusammenhalt“ in den Förderstandorten Ockershausen/Stadtwald und Waldtal umgesetzt. Im Jahr 2025 wurde auch der Stadtteil Richtsberg neu in das Förderprogramm aufgenommen.
Interessierte können die E-Mail-Adresse buendnis-soziale-stadt@marburg-stadt.de nutzen, um mit den Ansprechpersonen bei der Stadt Marburg in Kontakt zu treten.
Mitglieder
Das Bündnis setzt sich aus verschiedenen Mitgliedern zusammen, die aus unterschiedlichen Bereichen kommen und gemeinsam für eine soziale und gerechte Stadtentwicklung arbeiten. Zu den Mitgliedern zählen Städte und Kommunen aus ganz Hessen, Sozialverbände und NGOs und weitere Initiativen.
Ansprechperson
| Peter Schmittdiel | |
| Amt / Bereich Fachdienst 59 - Planung, Steuerung und Qualitätsentwicklung Stadtverwaltung Friedrichstraße 36 35037 Marburg Telefon: 06421 201-5905 Aufgaben: | |
| Nadine Bernshausen | |
| BürgermeisterinAmt / Bereich Stadtverwaltung › Magistrat (Bürgermeisterin) Rathaus Markt 1 35037 Marburg Telefon: 06421 201-1202 E-Mail: buergermeisterin@marburg-stadt.de | |
Organisationseinheit
| Fachdienst 59 - Planung, Steuerung und Qualitätsentwicklung | |
| Stadtverwaltung Friedrichstraße 36 35037 Marburg | Termine nach Vereinbarung |
