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Fassadenbegrünung
Eine Fassadenbegrünung verbessert nicht nur das Stadtklima, sondern wertet auch Gebäude und das Stadtbild auf. Kletterpflanzen sind also nicht nur schön, sondern auch praktisch.
Vorteile einer Fassadenbegrünung
Die vielseitigen Rank- und Kletterpflanzen haben klimatische, ökologische und bautechnische Vorzüge. Im Sommer können sie für angenehme Kühle sorgen, im Winter können sie Heizkosten sparen, indem sie als Wärmeschutz fungieren.
Wie Bäume filtern auch sie Staub und Schadstoffe aus der Luft und produzieren Sauerstoff und wirkten lärmmindernd. Im Herbst können abgefallenen Blätter als Mulchschicht für Pflanzflächen genutzt werden.
Auch im denkmalgeschützten Bereich ist eine Fassadenbegrünung prinzipiell umsetzbar. Interessierte nehmen für eine Beratung bitte Kontakt mit der Unteren Denkmalschutzbehörde auf. 06421 201-1633 oder unteredenkmalschutzbehoerde@marburg-stadt.de.
Klimawandelvorsorge für Marburg
Rank- und Kletterpflanzen leisten auf kleinem Raum einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des ökologischen Wertes und des Erscheinungsbildes des städtischen Raumes. Sie dienen als vitale, grüne Infrastruktur, filtern Feinstaub und verbessern die Luft und das Klima der Stadt.
Um diese grüne und wertvolle Chance nutzen zu können, nimmt der Fachdienst Stadtgrün, Friedhöfe & Grünservice gerne Vorschläge für mögliche Pflanzstandorte zur Fassadenbegrünung auf städtischen beziehungsweise öffentlich wirksamen privaten Flächen entgegen. Mögliche Standorte können Hausfassaden und Mauern sein, aber auch hohe Zäune, überdachte Abstellplätze für Pkw (Carports) sowie Stellplätze für Abfallbehälter.
Hinweise für eine erfolgreiche Bepflanzung
Vor einer erfolgreichen Pflanzung ist folgendes zu beachten:
- Formen von Kletterpflanzen: Kletterpflanzen unterscheiden sich in selbstkletternde/ rankende und an Rank- und Kletterhilfen emporwachsende Arten. Grundsätzlich ist zunächst jede intakte Wand bzw. Gebäudefassade für eine Begrünung mit Kletterpflanzen geeignet. Spalierobst ist eine weitere, interessante Form der Fassadenbegrünung. Auf kleinster Fläche kann Obst geerntet werden und die charakteristische Spalierform sieht auch nach dem Laubfall attraktiv aus.
- Standort: Jede Pflanze hat in Abhängigkeit ihrer Art bestimmte Ansprüche an Boden, Wasser und Licht. Dies gilt es zu berücksichtigen, um ein der Art entsprechendes Gedeihen der Pflanze zu ermöglichen.
- Fassade: Die Gebäudefassade sollte technisch im einwandfreien Zustand sein. Die Befestigung einer Rank- oder Kletterhilfe muss entsprechend der zu erwartenden Belastung durch das Gewicht einer voll entwickelten Pflanze ausgelegt sein. Optimal ist es bereits bei der Planung eines Gebäudes schon eine Fassadenbegrünung, passend zur Architektur, konstruktiv einzuplanen.
- Rank- und Kletterhilfen: Diese können aus Rankgitter, Spalieren aus Holz/Metall oder Drahtverspannungen bestehen und ermöglichen so das vertikale Pflanzenwachstum
Einige Kletterpflanzen sind besonders bienenfreundlich, zum Beispiel:
- Zu den mehrjährigen Arten zählen Clematis alpina und Clematis viticella, Blauregen, Geißblatt, Klettertrompete, Efeu und Wilder Wein. Besonders gut ist der Winterjasmin, weil er früh blüht, wenn wenig Nahrungsangebot für Insekten vorhanden ist.
- Zu den einjährigen Arten zählen Duftwicke, Trichterwinde, schwarzäugige Susanne und Kapuzinerkresse. Es gibt aber auch essbare Arten wie Gurken, Kürbis, Zucchini und Erbsen.
Auch die Rose ist als Rankpflanze zu empfehlen. Die Rose als Symbolblume der Heiligen Elisabeth soll in Marburg verstärkt Verwendung finden. Beliebte Rankrosen sind zum Beispiel die altbewährte Sorte „New Dawn” mit zartrosa Blüten, die samtig rot blühende „Sympathie” oder die fast stachellose, kleinblütige „Veilchenblau”. Auf dem Markt ist eine unzählige Fülle weiterer Züchtungen zu finden.
Dokumente
| Faltblatt Fassadenbegrünung (714 kB) |
