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Marburger Konzeptverfahren für gemeinschaftliches Wohnen im Baugebiet "Oberer Rotenberg"
Auf der Fläche einer ehemaligen Gärtnerei im Stadtteil Marbach am Oberen Rotenberg entsteht ein neues Baugebiet. Die Universitätsstadt Marburg wird hier gemeinsam mit der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) Grundstücke für gemeinwohlorientierte Wohnprojekte im Rahmen eines sogenannten Konzeptverfahrens anbieten.
Die Empfehlung des Auswahlgremiums
Auf der Grundlage der eingegangenen schriftlichen Bewerbungen, der persönlichen Vorstellungen am 12.03.25 sowie der abschließenden Diskussion im Auswahlgremium wird übereinstimmend folgende Empfehlung abgegeben:
Allen drei Wohnprojektgruppen
• Genau-So
• Gemeine Wegwarte
• Wohn(t)räume
soll die Möglichkeit zur Umsetzung ihres jeweiligen Projektes auf der zur Verfügung stehenden Fläche im Baugebiet Oberer Rotenberg gegeben werden. Das Auswahlgremium betont die Unterschiedlichkeit der Wohnkonzepte der Projektgruppen und sieht bei einer Realisierung aller drei Wohnprojekte das Potential zur Entwicklung eines vielfältigen, offenen Quartiers mit großem Mehrwert für die direkte Nachbarschaft.
Zur Vorbereitung einer Anhandgabe durch die SEG sollen Gespräche mit den Wohnprojekten geführt werden, um die Kooperationsbereitschaft und die Kooperationsmöglichkeiten zu erörtern und eine mögliche Grundstücksaufteilung untereinander abzustimmen. Von Seiten der Stadt sollen die Gespräche durch die SEG und den Fachdienst Stadtplanung und Denkmalschutz geführt werden.
Die Bewerbungsphase endete am 28. Februar 2025
Bewerben konnten sich ausschließlich selbstorganisierte, gemeinschaftliche Wohnprojekte mit
- einer langfristig angelegten, gemeinschaftlichen Rechtsform und Organisation
- einer auf Dauer angelegten und gleichberechtigten Mitbestimmung der Projektmitglieder bei Angelegenheiten des Projektes.
Möglich waren auch Bewerbungen von Gruppen, die mit einem gemeinwohlorientierten Bauträger (Wohnungsbaugesellschaft, Dachgenossenschaft) kooperieren. Als gemeinwohlorientiert gelten Projekte, die dauerhaft gebundenen Mietwohnraum herstellen und zur Kostenmiete weitergeben, also nicht gewinnorientiert handeln. Die o.g. Ziele müssen durch die Rechtsform der Projektgruppe gesichert sein.
Zum Konzeptverfahren
Das Konzeptverfahren ist eine Alternative zu der üblichen Grundstücksveräußerung nach Höchstpreis. Beim Konzeptverfahren entscheidet nicht der Preis, sondern das beste Konzept erhält den Zuschlag. Die Grundstückskosten orientieren sich am Bodenrichtwert und werden vor der Vergabe als Festpreis festgelegt.
Kriterien für die Vergabe sind neben dem inhaltlichen Konzept und der Gruppenzusammensetzung die Gemeinwohlorientierung, der Innovationsgehalt und die Umsetzungschancen. Bewerben können sich ausschließlich gemeinwohlorientierte und selbstorganisierte gemeinschaftliche Wohnprojekte.
Weitere Informationen
Informationen erhalten Sie bei der SEG oder der Koordinierungsstelle für Gemeinschaftliches Wohnen im Fachdienst Stadtplanung und Denkmalschutz.
„Wohnprojekte sind dauerhafte Zusammenschlüsse von Menschen, die freiwillig und bewusst bestimmte Bereiche ihres Lebens zeitlich und räumlich miteinander teilen"
Definition „Gemeinschaftliches Wohnen“ vom FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V.
Ansprechperson
| Anja Sperling | |
| Amt / Bereich Fachdienst 61 - Stadtplanung und Denkmalschutz Bauamt Barfüßerstraße 11 35037 Marburg Telefon: 06421 201-6109 E-Mail: stadtplanung@marburg-stadt.deE-Mail: wohnprojekte@marburg-stadt.de Aufgaben: | |


