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Sportentwicklungsplan der Stadt Marburg
Wie soll sich das Sport-Angebot in Marburg bis 2035 weiterentwickeln? Wie sieht es mit der Infrastruktur aus? Was brauchen Schul- und Vereins-Sport? Welche Angebote der Stadt werden ergänzend benötigt? Auf diese Fragen gibt der Sportentwicklungsplan der Stadt Marburg Antworten und liefert mehr als 50 Handlungsempfehlungen.
© Dennis Siepmann, Stadt Marburg
Wozu braucht es einen Sportentwicklungsplan?
Sport in der Gesellschaft entwickelt sich stetig, da sich die Bedürfnisse und Möglichkeiten der Menschen verändern. Damit werden Städte und Gemeinden regelmäßig vor neue Herausforderungen gestellt. Der gesellschaftliche Wandel und die Finanzen der Kommunen machen es notwendig, sich planerisch intensiv mit der Entwicklung des Sportangebots auseinanderzusetzen.
Zentral ist dabei die Frage, welche Prioritäten im Bereich von Sport und Bewegung in Marburg gesetzt werden müssen. Damit soll gesichert werden, mittel- bis langfristig den Sportvereinen sowie allen Bürger*innen ein attraktives sportliches Angebot bieten zu können.
Vom Anfang bis zur Weiterentwicklung
Der bestehende Sportentwicklungsplan stammt aus dem Jahr 2009. Mit diesem Plan wurden 46 Maßnahmen beschlossen, von denen 42 umgesetzt wurden. Größte Projekte waren die Kletterhalle und das Boxsportzentrum.
2019 hat die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, den Sportentwicklungsplan von 2009 fortzuschreiben, zu überprüfen und zu aktualisieren.
Diese Aufgabe hat das Institut für Kooperative Planung (IKPS) aus Stuttgart übernommen. IKPS hat eine sehr große Erfahrung bei der Erstellung von Sportentwicklungsplänen für Kommunen, Landkreise und Bundesländer. Verwaltungsintern wurde eine Lenkungsgruppe eingerichtet.
Mehr als 50 Handlungsempfehlungen
Zunächst gab es eine Bestandsaufnahme mit anschließenden Umfragen in Schulen, Vereinen und von Marburger*innen. Das brachte Antworten auf verschiedene Fragen, unter anderen: Wie ist die Infrastruktur in Marburg? Wie sieht es mit dem Schul- und Vereins-Sport aus? Welche ergänzenden Angebote der Stadt gibt es und wie werden diese angenommen?
Anhand der Ergebnisse wurden mehr als 50 Handlungsempfehlungen für den Zeitraum 2023 bis 2035 entwickelt, unter anderem für Kindertagesstätten, Schulen, Freiflächen und den organisierten Sport. Dazu gehört unter anderem die Überarbeitung der Sportförderrichtlinien, die Ausweitung der offenen Bewegungsangebote auf alle Stadtteile oder die Einführung der Open Sundays.
