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Naturnahe Blumen- und Kräutersäume
Die Universitätsstadt fördert die Biodiversität in der Stadt mit Blumen- oder Kräutersäumen. Dank der heimischen Wildblumen finden Insekten wie Bienen, Hummeln und Schmetterlinge Nahrung und Lebensraum.
© Universitätsstadt Marburg, Fachdienst Stadtgrün, Silvia Vignoli
Kleine Entscheidung, große Wirkung
An verschiedenen Standorten in der Stadt sät die Stadt Marburg Blumen- und Kräutersäume mit heimischen Ansaaten aus. Diese Säume sollen sich naturnah entwickeln und werden nur zweimal im Jahr gemäht.
Denn Bienen, Hummeln und viele andere nützliche Insekten sind auf den Nektar und die Pollen der Blüten angewiesen. Sie dienen den Insekten als Nahrungsquelle. Blühende Blumen- und Kräuterareale sind daher nicht nur optisch ansprechend, sondern erfüllen auch wichtige ökologische Funktionen. Außerdem kühlen sie die Umgebung und tragen so zu einem besseren Stadtklima bei.
Die bunt blühenden Blumen- und Kräutersäume sind zum Beispiel in
- Michelbach-Nord,
- Gisselberg,
- am Richtsberg und
- am Ortenberg.
Mit solchen arten- und strukturreichen Flächen will die Stadt Marburg für eine andere Art der Grünpflege werben. Denn städtische und private Grünräume können eine bedeutende Rolle für den Schutz der biologischen Vielfalt spielen.
Mähfrei im Mai hilft der Umwelt
Wenn der Rasenmäher Pause macht: Die Kampagne „Mähfreier Mai“ wirbt dafür, im Mai den Rasenmäher stehen oder Teile des Grüns ungemäht zu lassen. Denn die kleine Entscheidung kann einen großen Beitrag leisten, um Hummeln, Wildbienen und anderen Lebewesen in der Natur zu helfen.
Dabei sind schon ungemähte Streifen, Inseln oder „wilde Ecken“ eine große Hilfe. Höheres Gras hat auch positive Auswirkungen auf das Mikroklima im Garten, besonders in Zeiten von Trockenheit und Hitze. Der Boden wird beschattet, trocknet langsamer aus und speichert Feuchtigkeit. Auch die Stadt geht mit gutem Beispiel voran und lässt ausgewählte Bereiche stehen.
Das bedeutet, dass städtisches Grün – mit Ausnahme von Bolzplätzen, Spielplätzen, Kitas, Schulen, Friedhöfen und Liegewiesen – erst ab Juni nach und nach wieder gemäht wird. Das Grün ist meist schon sehr hoch gewachsen, so dass es hier oft mehr als einen einfachen Rasenmäher braucht.
Auch über den Mai hinaus können alle etwas für Artenvielfalt im Garten tun, indem der Rasen ab Juni zum Beispiel abschnittsweise gemäht oder eine Wildblumenwiese mit Regio-Saatgut angelegt wird.
