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Urbanes Gärtnern
In Kleingartenvereinen, Gemeinschaftsgärten oder Urban Gardening-Initiativen schaffen Menschen in Marburg Orte der Begegnung, der Gemeinschaft – und für ein gutes Miteinander.
© Celia Meggers, Stadt Marburg
Urbanes Gärtnern in Marburg
Das urbane Gärtnern in Marburg ist so vielfältig wie die Stadt selbst. Ob in Schulprojekten mit Kindern und Eltern, in organisierten Vereinen oder in lockeren Gruppen Gleichgesinnter: In Marburg gibt es für jedes Gärtnerherz Möglichkeiten zum Austausch und Mitmachen. Zum Beispiel
- die Interkulturellen Gärten im Stadtwaldgelände,
- der Verein Interkulturellen Gärten am Richtsberg
- den Gesundheitsgarten und die GartenWerkStadt im Stadtteil Richtsberg oder
- beim LebensMittelPunkt in Wehrda.
Einige weitere Best-Practice-Beispiele in der Übersicht.
Urban Gardening in der Oberstadt
Die Mitglieder des Vereins „Urban Gardening Oberstadt Marburg“ gestalten in den Johannisgärten unter dem Landgrafenschloss einen Garten mit außergewöhnlicher Aussicht.
Der Verein möchte hinter dem Pfarrhaus der katholischen Kirchengemeinde ein nachbarschaftliches, gemeinsames, nachhaltiges, diversitätsbewusstes und solidarisches Gärtnern in der Oberstadt ermöglichen. Hier sollen Spalierobst, Kräuterschnecken und Hochbeete entstehen.
Zum Hintergrund: Bereits 2019 hat die Stadt Marburg einen Antrag zur Aufnahme in das Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ gestellt. Bereits damals entstand die Idee, ein Gartenprojekt für und mit Bewohner*innen der Oberstadt zu gestalten, um Grün- und Aufenthaltsflächen in der Oberstadt auszubauen.
Neben Bürger*innen beteiligte sich auch die katholische Kirchengemeinde St. Johannes Evangelist an der Idee. Sie stellt die Gartenfläche hinter dem Pfarrhaus in der Ritterstraße für das Projekt zur Verfügung.
Die Initiative „Urban Gardening“ und der Verein „Urban Gardening Oberstadt Marburg“ entwickelten sich 2022 bzw. 2023 aus dem Stadtteilfonds. Der Verein fördert damit das Zusammenleben der Oberstadtbewohner*innen und macht die Oberstadt lebenswerter.
Marbacher Mitmachgarten
Der Marbacher Mitmachgarten ist im Jahr 2014 durch eine Bürgerinitiative mit Unterstützung des Ortsbeirats und der Stadt Marburg entstanden. Die Stadt stellt der Bürgerinitiative das Gelände zur Verfügung. Das Gartenprojekt wird als Gartenwerkstatt geführt und verfolgt das Ziel, Heil- und Nutzkräuter ausschließlich ökologisch zu bewirtschaften. Im Garten soll der nachhaltige Umgang mit der Natur praktisch erlebt und erlernt werden. Außerdem sollen die verschiedensten Arten der Verwendung der Kräuter in der praktischen Arbeit vermittelt werden. Dazu gehören unter anderem:
- Kräuterspaziergänge
- Kräuter-Hochbeet
- Permakultur-Beet
- Besichtigungen von Anbaustätten in der näheren Umgebung.
- Workshops und Veranstaltungen
Einerseits wird die ortsansässige Bevölkerung bei der Bewirtschaftung des Kräutergartens eingebunden. Andererseits soll der Ortskern belebt werden, indem die Marbacher Bürger*innen den Garten als Rückzugsort zur Erholung und zugleich als kleinen Lehrgarten nutzen können.
Im Vordergrund steht nicht nur der Kräutergarten, sondern auch die Wiederbelebung der Natur. Der Mitmachgarten leistet einen kleinen Beitrag zur Biodiversität in der Stadt und hat damit auch eine Vorbildfunktion für ähnliche Projekte.
Weitere Informationen finden Interessierte auf der Website.
Es gibt auch privat organisierte Gartengruppen in Marburg, zum Beispiel in Dagobertshausen. Weitere Informationen erhalten Interessierte über die Ortsvorsteher*innen.
Kleingärten
Die traditionsreichste Form des urbanen Gärtnerns sind Kleingärten. Sie entstanden im 19. Jahrhundert aus sozialen Gründen, heute dienen sie vor allem der Freizeitgestaltung. Dennoch sind sie für die urbane Gartenkultur und die Stadtökologie wichtig. In ihnen werden viele verschiedene Blumen-, Obst- und Gemüsesorten kultiviert und bewahrt, wodurch sie in gewisser Weise zur Artenvielfalt und Gartenkultur beitragen.
Die Vergabe der Kleingärten erfolgt durch die jeweiligen Vereine. Weitere Informationen finden Interessierte auf der Website des Kreisverbands Marburg-Biedenkopf der Kleingärtner.
Schulgärten
Auch Schulgärten zählen zu den Formen des urbanen Gärtnerns. So pflegt etwa die Käthe-Kollwitz-Schule einen schuleigenen Kräutergarten. Ein weiteres schönes Beispiel ist der Schulgarten der Otto-Ubbelohde-Schule, der Kindern und jungen Menschen einen frühen Zugang zum Gärtnern ermöglicht. Die Waldorfschule betreibt ebenfalls einen Schulgarten, der sogar Bestandteil des Unterrichts ist.
Probier mal Marburg
„Probier mal Marburg“ ist ein Projekt des Fachdienstes Stadtgrün und Friedhöfe, das die Idee der „Essbaren Stadt“ fördert. Seit mehreren Jahren werden an verschiedenen Orten der Stadt essbare Pflanzen wie Kräuter, Beerensträucher und kleine Obstbäume gepflanzt. Ziel ist es, den städtischen Raum für alle erlebbar und genießbar zu machen.
Ansprechperson
| Celia Meggers | |
| Amt / Bereich Fachdienst 67 - Stadtgrün Stadtverwaltung - Software-Center 3 Software-Center 3 35037 Marburg Telefon: 06421 201-6740 E-Mail: Gruenflaechen@marburg-stadt.deE-Mail: Celia.Meggers@marburg-stadt.de | |
Links
- Grüne Patenschaft
- Klimafreundliches Gärtnern
- GartenWerkStadt
- Interkulturellen Gärten & Gesundheitsgarten am Richtsberg
- Marbacher Mitmachgarten
- Kleingartenvereine im Landkreis Marburg-Biedenkopf
- MarburgMachtMit
- Urbane Gemeinschaftsgärten (Netzwerk für Gemeinschaftsgärtner*innen)
- Urban Gardening (Philipps-Universität Marburg)
- Ein Erholungsort für gemeinsames Gärtnern, Bewegung und Bildung