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Ratsinformation

Vorlage - VO/2011/2013  

Betreff: Kleine Anfrage der Stadtverordneten Dr. Elke Therre-Staal (Nr. 1 01/2013)
Status:öffentlichVorlage-Art:Kleine Anfrage
Federführend:09 - Unterstützung kommunaler Gremien Bearbeiter/-in: Schmidt, Christina
Beratungsfolge:
Stadtverordnetenversammlung Entscheidung
25.01.2013 
Öffentliche Sitzung der Stadtverordnetenversammlung der Universitätsstadt Marburg ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt

Der Magistrat wird gebeten, Auskunft zu erteilen, warum kostengünstige Honorarkräfte für Jugend- und Familienhilfe weniger in Anspruch genommen werden, und warum stattdessen hoch professionalisierte Angebote Freier Träger immer notwendiger werden?


Die starke Fallsteigerung der letzten Jahre im Bereich der ambulanten Hilfen hat vorrangig mit den Anforderungen und Erfordernissen aus der Bearbeitung der gewichtigen Anhaltspunkte auf Kindeswohlgefährdung im Rahmen des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdung gem. § 8a SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz) zu tun. Als pädagogische Antwort auf die vorgefundenen familiären Problemlagen greifen wir seitens des Jugendamtes aus fachlichen Gründen primär auf das Hilfsangebot der Familienhilfe zurück. Wir sind der Überzeugung, dass wir in den in diesem Bereich agierenden Jugendhilfeträgern leistungsfähige Partner haben, die den Anforderungen dieser heiklen Fallarbeit konzeptionell, personell und fachlich gewachsen sind. Ein Einsatz von Honorarkräften, die nicht unbedingt eine formale fachliche Qualifikation haben müssen, da es auch sehr stark auf persönliche Befähigungen ankommt, kommt hier fachlich nicht in Frage.

 

Der Einsatz von Honorarkräften im Bereich der Betreuungshilfe gem. § 30 SGB VIII ist in Wirklichkeit nicht signifikant gesunken. Vielmehr stagnieren die Fallzahlen in diesem Bereich, da dieser spezifische Hilfebedarf nicht stark angestiegen ist. Da jedoch der Anstieg der Familienhilfen ausgesprochen deutlich ausgefallen ist, verschiebt sich das Verhältnis zwischen diesen Hilfearten mehr und mehr. Es kann hier der Eindruck entstehen, dass der Einsatz von Honorarkräften zugunsten des Einsatzes von professionellen Jugendhilfeträgern abgebaut wird. Dem ist allerdings nicht so, wie die vorhergehenden Ausführungen verdeutlichen sollen.

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