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Ratsinformation

Vorlage - VO/6642/2019  

Betreff: ICE-Einschränkungen auf der Main-Weser-Bahn 2019 bis 2023
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Verfasser:1. Dr. Blümling, Stefan
2. Höhn, Philipp
Federführend:15 - Referat für Stadt-, Regional- u. Wirtschaftsentwicklung Bearbeiter/-in: Möller, Claudia
Beratungsfolge:
Magistrat Vorberatung
04.02.2019    Sitzung des Magistrats (nichtöffentlich)      
Ausschuss für Umwelt, Energie und Verkehr Vorberatung
12.02.2019 
Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Energie und Verkehr (öffentlich) ungeändert beschlossen     
Stadtverordnetenversammlung Entscheidung
22.02.2019 
Sitzung der Stadtverordnetenversammlung der Universitätsstadt Marburg (öffentlich) ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

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Die Stadtverordnetenversammlung wird gebeten, folgenden Beschluss zu fassen:

 

Die Deutsche Bahn AG (Fernverkehr) wird aufgefordert, künftig während Baumaßnahmen auf der Schnellfahrstrecke HannoverKassel - Würzburg und/oder der Main-Weser-Bahn Folgendes zu gewährleisten:

 

1.)

Sicherstellung durchgehender Fernzugverbindungen über die Main-Weser-Bahn zwischen Hannover, Marburg und Frankfurt, mit mindestens täglich drei ICE-Zugpaaren der Linie 26 über Marburg und Gießen.

 

2.)

Sicherstellung des Fernverkehrs bei Bauarbeiten zwischen Frankfurt, Bad Vilbel und Friedberg durch Umleitung der ICE-Züge der Linie 26 über Frankfurt Süd, Hanau und Friedberg. Der 14-minütige Aufenthalt aufgrund Fahrtrichtungswechsel im Frankfurter Hauptbahnhof kann für den etwas längeren Verlauf über Hanau genutzt werden. Gleiches gilt natürlich für die umgekehrte Fahrtrichtung.

 

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Sachverhalt:

 

Die Deutsche Bahn AG plant erhebliche Einschränkungen der IC(E)-Linie 26 (Stralsund) – Hamburg – Kassel –  Marburg – Karlsruhe in den nächsten Jahren:

 

a)

Sperrungen aufgrund der Sanierung der Schnellfahrstrecke Hannover-Würzburg 2019-2023

 

 

b)

Komplette Herausnahme des ICE-Verkehrs zwischen Frankfurt und Kassel bei Bauarbeiten zum viergleisigen Ausbau der Main-Weser-Bahn zwischen Frankfurt, Bad Vilbel und Friedberg

 

zu a)

Die Deutsche Bahn AG plant in den Jahren 2019 – 2023 umfassende Sanierungsmaßnahmen an der Schnellfahrstrecke Hannover-Kassel-Fulda-Würzburg.

 

In diesem Zusammenhang soll die ICE-Linie 26 u. a. vom 11.06. bis 14.12.2019 zwischen Kassel und Hannover ausgesetzt werden, d. h. direkte Verbindungen zwischen Hamburg und der Region Marburg-Gießen sind nicht möglich. Ein Umstieg in Kassel-Wilhelmshöhe wird für Bahnreisende aus der Universitätsstadt Marburg und dem umgebenden Landkreis zum Regelfall.

 

zu b)

Parallel laufen die Bauarbeiten zum viergleisigen Ausbau des Streckenabschnitts Frankfurt West – Bad Vilbel auf der Main-Weser-Bahn.

 

Seit 2017 wurden herbei die Fernzugverbindungen zwischen Frankfurt(Main) Hbf, Gießen, Marburg und Kassel bereits zum Teil über Wochen hinweg komplett gestrichen bzw. die Züge über Fulda umgeleitet.

 

Die Möglichkeit, die ICE-Züge stattdessen über Frankfurt Süd, Hanau, Friedberg, Gießen und Marburg umzuleiten, wurde von der DB AG nicht genutzt.

 

Weitere baustellenbedingte Einschränkungen im Schienenpersonenfernverkehr sind auch in den nächsten Jahren zu erwarten.

 

Durch die kompletten Streichungen langer Streckenabschnitte im Verlauf der IC(E)-Linie 26 wird dem Verkehrsmittel Eisenbahn-Fernverkehr massiver Schaden zugefügt.

 

Insbesondere die Region Mittelhessen, mit immerhin rund 1 Mio. Einwohnern, darunter die Oberzentren Gießen und Marburg mit ihren Hochschulen, aber auch der Landkreis Marburg-Biedenkopf insgesamt erfahren eine nachhaltige Schwächung der Verkehrsbedienung.

 

DB Fernverkehr sieht bislang keinerlei Ersatzleistungen vor und verweist die Fahrgäste auf den bestehenden Regionalverkehr. Dieser ist in den betroffenen Abschnitten der Main-Weser-Bahn im Normalbetrieb bereits über Gebühr ausgelastet, wenn nicht gar überlastet.

 

Angesichts der jüngst erfolgten Umstellung der Verbindung von IC auf ICE, die grundsätzlich mit Blick auf den Wirtschaftsstandort Marburg-Biedenkopf begrüßt wird, entsteht durch die Zugausfälle eine nur schwer zu erklärende Situation.

 

 

 

 

Dr. Thomas Spies

Oberbürgermeister

 

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