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Ratsinformation

Vorlage - VO/6737/2019  

Betreff: Antrag der Fraktion Marburger Linke betr. Gaswerkgelände
Status:öffentlichVorlage-Art:Fraktionsantrag
Federführend:09 - Unterstützung kommunaler Gremien Beteiligt:61 - Stadtplanung und Denkmalschutz
Bearbeiter/-in: Sprenger, Lothar  62 - Gebäudewirtschaft und Grundstücksverkehr
Beratungsfolge:
Stadtverordnetenversammlung Entscheidung
22.03.2019 
Sitzung der Stadtverordnetenversammlung der Universitätsstadt Marburg (öffentlich) zurückgestellt   
11.04.2019 
Sitzung der Stadtverordnetenversammlung der Universitätsstadt Marburg (öffentlich) abgelehnt   
Magistrat Stellungnahme
01.04.2019    Sitzung des Magistrats (nichtöffentlich)      
Ausschuss für Umwelt, Energie und Verkehr Vorberatung
02.04.2019 
Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Energie und Verkehr (öffentlich) ungeändert beschlossen   
Bau- und Planungsausschuss, Liegenschaften Vorberatung
04.04.2019 
Sitzung des Bau- und Planungsausschusses, Liegenschaften (öffentlich) abgelehnt   
Stadtverordnetenversammlung Entscheidung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:

 

Der Magistrat wird aufgefordert, keine städtischen Flächen auf dem Gelände des alten Gaswerks an Private zu verkaufen, um dort eine „Seniorenresidenz“ und ein Parkhaus zu errichten.

 

Auf dem Gelände sollen keine zusätzlichen Parkmöglichkeiten entstehen, weder durch Private noch durch die Stadtwerke. Diese sollen auch keine Verwaltung eines Parkhauses übernehmen.

 

Die Stadt wird außerdem aufgefordert, ein eigenes städtebauliches Konzept für diesen Bereich zu entwickeln.

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Begründung:

 

Einmal mehr sollen öffentliche Flächen in der Innenstadt an Privatfirmen verkauft werden, deren einziges Ziel darin besteht, möglichst hohe Renditen zu erwirtschaften. Während für Sozialwohnungen in der Innenstadt kein Platz ist, soll städtisches Gelände für Luxus-Seniorenheime abgegeben werden.

 

Sollte am Afföller eine Bebauung mit einer „Seniorenresidenz“ möglich sein – was angesichts der Nähe zu einem Parkhaus, zur Stadtautobahn und zum G-Werk unwahrscheinlich erscheint - sollten hier stattdessen dringend benötigte Sozialwohnungen entstehen.

 

Da die Stadt anscheinend davon ausgeht, dass durch den Ausbau des Radverkehrs (Green-City-Plan) und des ÖPNV der Pkw-Verkehr abnehmen wird, macht es keinen Sinn, gleichzeitig Parkmöglichkeiten am Afföller oder anderswo zu erweitern. Es wird zu keiner Verringerung des Pkw-Verkehrs in der Innenstadt und des Durchgangsverkehrs zu den Behringwerken führen, solange in der Innenstadt und an den Pharma-Standorten die Anzahl der Parkplätze nicht verringert wird und kein kostenloser Bus-Shuttle mit kurzen Wartezeiten die Parkhäuser bedient.

 

Aufgabe der Stadtwerke ist es nicht, durch den Bau und Verwaltung möglichst vieler Parkmöglichkeiten den Pkw-Verkehr zu fördern, sondern den ÖPNV auszubauen.

 

Trotz gegenteiliger Beteuerung sind außerdem nach den Parkhausplanungen empfindliche Beeinträchtigungen des TNT, des Cafe Trauma und der Kleingartenanlage absehbar.

 

 

Renate BastianTanja Bauder-Wöhr

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Stammbaum:
VO/6737/2019   Antrag der Fraktion Marburger Linke betr. Gaswerkgelände   09 - Unterstützung kommunaler Gremien   Fraktionsantrag
    61 - Stadtplanung und Denkmalschutz   Stellungnahme
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