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Ratsinformation

ALLRIS - Vorlage

Kenntnisnahme - VO/7267/2020

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

 

Die Gremien werden gebeten, den Zweiten Teilhabebericht der Universitätsstadt Marburg zur Kenntnis zu nehmen.

 

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Der Zweite Teilhabebericht ist auf Initiative des Behindertenbeirats und im Auftrag des Magistrats erstellt worden. Der Bericht wurde von der Sozialplanung in Kooperation mit einer Projektgruppe und weiteren zahlreichen Mitwirkenden erarbeitet. In der Zusammenarbeit mit Menschen, die selbst Beeinträchtigungen und Behinderungen erfahren, Institutionen, Vereinen, Selbsthilfegruppen, der Philipps-Universität und diversen städtischen Fachdiensten ist ein umfangreiches Wissen zusammengetragen worden. Die Bestandsaufnahme gibt Einblicke in aktuelle Strukturen und benennt zudem Handlungspotentiale für weitere Entwicklungen. Die Handlungsansätze geben Impulse für politische Diskussionen und sind Grundlage für die zukünftige örtliche Teilhabeplanung.

 

Erarbeitungsprozess und Berichtsinhalte

 

In der Universitätsstadt Marburg wird die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) kontinuierlich durch kommunale Berichterstattung und Teilhabeplanung umgesetzt. Menschen mit Beeinträchtigungen sollen in allen Lebensbereichen die gleichen Beteiligungsmöglichkeiten haben und Barrieren jeglicher Art sind weiter abzubauen.

Im Teilhabebericht 2015 wurde erstmalig das breite Angebotsspektrum für Menschen mit Behinderungen in Marburg dargestellt. Bereits diese erste Bestandsaufnahme zeigte Teilhabemöglichkeiten und Verbesserungspotentiale auf, welche im Jahr 2017 in einen Aktionsplan mündeten. In diesem Handlungsplan waren Ziele zur Stärkung der Teilhabe festgelegt worden. Die Umsetzung des Aktionsplanes (2017-2019) hat vielfältige Wirkungen erzielt und zugleich neue Erkenntnisse für eine inklusive Gestaltung der Stadtgesellschaft hervorgebracht.    

 

Der vorliegende Teilhabebericht 2020 führt die kommunale Berichterstattung fort und zeigt auf, wie die bisherige Umsetzung der UN-BRK vor Ort erfolgt ist und aktuell weitergeführt wird. Der aktuelle Bericht bezieht die Entwicklungen der letzten 5 Jahre mit ein. Es werden gesetzliche Änderungen (Bundesteilhabegesetz) und Strukturen dargestellt, wie beispielsweise die neuen Angebote der Teilhabeberatung der Stadt Marburg und die „Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung“ des Netzwerks für Teilhabe und Beratung (NTB e.V.). Ausgangspunkt der Betrachtungen sind Begriffserklärungen, statistische Grundlagendaten und Ergebnisse der Befragung „Teilhabe in Marburg“. In Kooperation mit der Philipps-Universität Marburg ist eigens für den Bericht eine Befragung von Menschen mit Beeinträchtigungen durchgeführt worden. Die Marburger*innen sind zu ihren Vorstellungen von „Teilhabe“ und Veränderungswünschen für die Stadt Marburg befragt worden (Kapitel 3).

 

Der Bericht stellt kompaktes Wissen dar und ist für die kommunale Teilhabeplanung unerlässlich. Grundlegende Informationen und die Leitideen der Stadt Marburg sind in den Kapiteln in Leichter Sprache formuliert. Als zentrale Lebensbereiche werden im 2. Teil des Berichtes betrachtet: Bildung, Arbeit, Wohnen, Mobilität und Freizeit. Zudem erfolgen Einblicke in die Themen: Gesundheit, Selbsthilfe, Kommunikation, geschlechtsbezogene Gewaltprävention, Unterstützung bei Gewalt und politische Mitbestimmung. Zu den in den Blick genommenen Lebenslagen gehören beispielsweise chronische Erkrankungen und Leben mit Hörbeeinträchtigungen. Als Schwerpunktthemen stehen im Fokus die „Geschlechtersensible Umsetzung der UN-BRK“, Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen im Alter, mit Migrations-/ Fluchthintergrund sowie die Angehörigen von Menschen mit Beeinträchtigungen. Die Darstellungen der Themenbereiche und Strukturen werden durch Erfahrungsberichte und Handlungsempfehlungen ergänzt.

 

Im Teilhabebericht 2020 werden in den einzelnen Textbeiträgen Verbesserungsideen und Empfehlungen von den Mitwirkenden formuliert. Diese Anregungen stellen die Ausgangsbasis für notwendige Handlungsmaßnahmen und weitere Entwicklungen dar. Alle Beteiligten helfen mit dem Bereitstellen ihres Wissens, einen Einblick in die Gegebenheiten in unserer Stadt zu erhalten, um diese noch besser kennenlernen und weiterentwickeln zu können. Die Gestaltungsideen, Empfehlungen und Impulse der Beteiligten bestimmen die zukünftige Stadtentwicklung mit.

 

 

 

 

 

Dr. Thomas Spies

Oberbürgermeister

 

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Finanz. Auswirkung

Finanzielle Auswirkungen:

 

keine

 

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Anlagen

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