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Ratsinformation

ALLRIS - Vorlage

Fraktionsantrag - VO/6159/2018

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

 

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Der Magistrat wird gebeten ein Konzept zur positiven Nutzung des Straßenraums vor der Weidenhäuser Brücke Richtung Erlenring für den Zeitraum ihrer Sperrung zu entwickeln. Darin soll u.a. geprüft werden:

 

  • eine fußgänger- und fahrradfreundliche Umwidmung des Bereichs von der Absperrung der Brücke bis hin zum Erlenringcenter (Optionen: Temporeduzierung oder vorübergehende Umwidmung zu einem verkehrsberuhigten Bereich - unter Berücksichtigung des Baustellenverkehrs),

 

  • dem deutlich verminderten PKW-Verkehr angepasste fußgängerfreundlichere Ampelschaltungen am Erlenring (und am Lahncenter),

 

  • Sondernutzungserlaubnisse für diesen Bereich z.B. für AnwohnerInnenfeste, Flohmärkte, Verkaufsstände des anliegenden Einzelhandels, Public Viewing, Veranstaltungen mit Attraktionen vergleichbarin die Stadt ohne Auto, eventuell Musikveranstaltungen mit aufgestellter Bühne, Mitnutzung für bereits geplante Feste wie 3 Tage Marburg, Weidenhäuser Höfefest, Veranstaltung eines Brückenfestes usw.,

 

  • in solche Überlegungen frühzeitig die Ortsbeiräte Campus und Weidenhausen sowie den ASTA (Mensa als Anrainer) einzubeziehen,

 

  • diese Veranstaltungen gezielt auch außerhalb Marburgs zu bewerben.

 

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Sachverhalt

 

 

 

Begründung:

 

Wie so vieles im Leben hat auch die vorübergehende Sperrung der Weidenhäuser Brücke zwei Seiten. Einerseits beeinträchtigt sie die Anfahrtszeiten von PendlerInnen, sofern sie weiterhin PKWs nutzen oder nützen müssen. Andererseits hat sie für die MarburgerInnen u.a. folgende schon nach wenigen Wochen deutlich erkennbare Vorzüge, die aber in der veröffentlichten Meinung bisher weitgehend unerwähnt blieben:

 

-          Die Haupttrasse durch die Innenstadt von der westlichen Bahnhofstraße bis hin zum Wilhelmsplatz hat deutlich weniger Verkehr, weil der Durchgangsverkehr weitgehend entfällt und ist auch für den PKW-Zielverkehr über weite Strecken des Tages trotz der Baustellenverengung beim Allianzhaus so locker wie sonst nie zu durchfahren.

 

-          Das geringere Verkehrsaufkommen erleichtert auf dieser Haupttrasse das Vorankommen der Busse und der Rettungsfahrzeuge und entlastet vorübergehend Anwohner und Passantinnen von Unfallgefahren, Lärm und gesundheitsgefährdenden Abgasimmissionen, Schulwege sind z.Z. weniger gefährlich.

 

-          Von der Brücke bis hin zum Erlenringcenter ist ein großer Straßenraum nahezu autofrei geworden, erleichtert durch die Umkehrung der Einbahnstraßenregelung für die Weidenhäuserstraße. FußgängerInnen und Fahrräder können sich darauf deutlich gefahrloser bewegen.

 

-          Am Erlenring, aber auch in der Biegenstraße (Lahncenter) passieren während langer Rotphasen für Fußgänger z.Z. selbst tagsüber oft nur wenige PKWs.

 

Statt ausschließlich die Beeinträchtigungen für einen Teil der Pendler zu beklagen und tendenziell die Attraktivität der Einkaufstadt Marburg im Umland schlecht zu reden, sollten die Chancen dieses vorübergehenden Zustands genutzt werden und auch beworben werden. Dies wäre auch im Interesse von Geschäften und gastronomischen Betrieben, die zunächst einmal weniger Publikum haben.

 

 

Henning KösterJonathan SchwarzRoland Böhm

 

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